29.03.2021 - 11:47 Uhr
IllschwangOberpfalz

Glasfaser für 479 Anschlüsse in Illschwang

Die Gemeinde Illschwang sagt Ja zum Glasfaserbau und steigt beim Strombezug um.

Mit Glasfasern lässt sich schnelles Internet in den ländlichen Raum bringen. Die Gemeinde Illschwang will beim Förderverfahren dabei sein.
von Norbert WeisProfil

In seiner Märzsitzung entschied sich der Gemeinderat Illschwang für einen Antrag bei der Breitbandberatung Bayern, am Förderverfahren zum Glasfaserausbau teilzunehmen. 479 Anschlüsse kommen dafür in Frage. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf vier Millionen Euro. Davon kommt ein Eigenanteil von 400 000 Euro auf die Gemeinde zu. Hans Pirner sprach von einer Investition in die Zukunft. Gerald Habermehl befürwortete den Schritt ebenfalls, mahnte aber, die Ausgaben der für 2021 bereits beschlossenen Maßnahmen im Auge zu behalten.

Kastl der Vorreiter im Landkreis

Kastl im Landkreis Amberg-Sulzbach

Umstieg auf Ökostrom

Vorbereitet wird derzeit die Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffgung in Bayern von 2023 bis 2025. Gegenwärtig bezieht die Gemeinde Grundstrom. Im Gemeinderat herrschte Einigkeit darüber, sich in Zukunft für den Ökostrom zu entscheiden.

Keine Werbung auf Rädern

Wenig Gegenliebe fand ein Angebot der Firma Hüttner aus Ritzenfeld, das Bürgermeister Dieter Dehling übermittelte. An der Längsseite eines neuen Lkw mit Auflieger hätte die Gemeinde eine 12 mal 2.8 Meter große Werbung platzieren können. Richard Koller konnte sich grundsätzlich damit anfreunden, fand aber monatlich 300 Euro bei einer Laufzeit von fünf Jahren zu teuer. Gerald Habermehl sah keine Relation der Kosten im Verhältnis zum Werbefaktor. Werner Englhard vertrat die Auffassung, dass eine Werbung auf der Rückseite des Lkw mehr Sinn machen würde. Das Gremium lehnte das Angebot der Firma Hüttner ab.

ATH Heinl will erweitern

Von Hans-Jürgen Tiefel im Planungsbüro Renner und Hartmann kam die Vorlage über einen Bebauungs- und Grünordnungsplans für das Gewerbegebiet Neuöd IV. Belange. Das Gremium folgte seinen Vorschlägen, wie die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange zu behandeln seien, und befürwortete die entsprechende Satzung. In Neuöd IV plant die Firma ATH Heinl die Erweiterung ihres Unternehmens.

Erfolgreiche Firma kehrt in ihre Heimat zurück

Neuöd bei Illschwang

Diskussion über Pferdehaltung

Eine lebhafte Diskussion entfachte ein Bauantrag aus Augsberg. Während die teilweise Umnutzung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle zu einer Pferdebox auf keine Einwände traf, sah das bei den Plänen für einen Außenauslaufs, Paddock, Koppeleinzäunung und Sommerauslauf anders aus. Dagegen hat sich eine Nachbarin in einem Brief an die Gemeinde gewandt und gleichzeitig einen Alternativvorschlag ins Spiel gebracht. Das Landratsamt werde nun prüfen, ob es sich bei Augsberg um ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf oder um einen Wohnort handelt, stellte Bürgermeister Dehling fest. Dort gebe es keinen Landwirt im Vollerwerb mehr.

Für schwierig hielt Gerald Habermehl die Lage des Außenauslaufs mitten in der Ortschaft. Werner Englhard betonte, dass der Dorffrieden durch ein derartiges Projekt nicht gefährdet werden dürfe und brachte einen Ortstermin des Bauausschusses ins Gespräch. Josef Margraf sah es als wichtig an, die Betroffenen mit einzubeziehen. Die zu erwartende Geruchsbelästigung gab Gabi Pirner zu bedenken. Elke Pirner war es wichtig, ob es sich um Pferdehaltung als Lebensunterhalt oder als Hobby handle. Schließlich verständigte sich der Gemeinderat auf einen Ortstermin mit allen Beteiligten.

Absage an Photovoltaik-Investor

Ein Investor zeigt Interesse am Bau eines Freiflächensolarparks an der A6. Entstehen soll er auf 7,41 Hektar Fläche in der Gemarkung Götzendorf, die drei Grundstücksbesitzern gehören. Mit dem Hinweis, dass sich Illschwang mit erneuerbaren Energien bereits selbst versorgen könne, lehnte Gerald Habermehl ab: "Wir haben in der Vergangenheit unsere Hausaufgaben gemacht." Keine Einwände hatte dagegen Gabi Pirner, weil von der Maßnahme die Optik nicht beeinträchtigt werde. Skeptisch zum Solarpark äußerte sich Steffi Roth. Bürgermeister Dehling wollte nicht zustimmen, solange es in den Ortschaften die Möglichkeit gibt, Dachflächen für diese Energieform zu nutzen. Ein Ja könnte Folgeanträge nach sich ziehen, befürchtete Hans Pirner. Es stünden dann immer weniger Flächen für die Landwirtschaft zur Verfügung. Der Gemeinderat lehnte die Anfrage ab. Es werde somit auch kein Bebauungsplan aufgestellt.

Freibad soll am 13. Mai öffnen

Bürgermeister Dieter Dehling informierte über den Stand der Vorbereitungen für die neue Freibadsaison. Als Eröffnungstag ist der 13. Mai vorgesehen. "Wir hoffen, dass uns die Corona-Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht", fügte er hinzu. Da das Waldbad in Rosenberg heuer wegen seines Umbaus geschlossen bleibt, rechne die Gemeinde Illschwang mit mehr Gästen in ihrem Bad.

Sponsoren für Hundekotbeutel-Boxen

Im Gemeindegebiet sind acht Spender für Hundekotbeutel aufgestellt worden. Pfarrer Thomas Schertel, der selbst einen Hund besitzt, übernahm die Kosten für eine Station. Josef Margraf erklärte sich bereit, ebenfalls eine Station zu spendieren.

Hausmittel für das Zamperl

BesserWissen

900-Jahr-Feier endgültig abgesagt

Als Heimatpfleger informierte Richard Koller über die Absage der 900-Jahr-Feier von Illschwang auch für 2021. Nachdem sie bereits im eigentlichen Jubiläumsjahr 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen ist, werde es keinen neuen Anlauf mehr geben. Dagegen bliebt bis Ende März noch die Möglichkeit, bei der Gemeinde ein Hausnamensschild zu bestellen.

Infos zu geplanten Baumaßnahmen

Über die Pläne, in Bachetsfeld einen Funkmast aufzustellen, soll die Bevölkerung bei einer Veranstaltung im Mai informiert werden. Hier gilt allerdings der Vorbehalt, dass der Infektionsschutz dies zulässt. Ende Mai sollen die Asphaltierungs- und Vermessungsarbeiten im neuen Baugebiet Am Weidenberg abgeschlossen sein. Im Blick auf den Ersatzbau für eine Brücke an der A6 bevorzugt der Gemeinderat die Variante, an der Bestandstrasse festzuhalten. Der Gemeinde entstehen keine Kosten. Die Maßnahme wird vom Bund finanziert.

 

 

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