16.03.2020 - 19:14 Uhr
MünchenOberpfalz

Bleibt zu Hause, gebt aufeinander acht

Wegen der Coronakrise legt die Staatsregierung Bayern weitgehend lahm. Ein richtiger Entschluss, kommentiert Alexander Pausch.

Ein Graffiti mit dem Text „Stay Home (Bleib daheim)“ und einer symbolischen Virusdarstellung wird in der Fußgängerzone in München für die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Schüler haben seit Montag keinen Unterricht und sollen zu Hause bleiben.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Es ist ein schwieriger Spagat, den Politiker derzeit leisten müssen. Sie müssen Zuversicht und Vertrauen vermitteln, aber gleichzeitig Maßnahmen ergreifen, die eher dazu angetan sind, Unruhe zu erzeugen. Solange es aber keinen Impfstoff und kein Medikament gegen Covid-19 gibt, ist die Reduzierung sozialer Kontakte die einzige Möglichkeit, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Je weniger Kontakte Menschen zueinander haben, desto geringer ist die Gefahr einer weiteren Ausbreitung, sagen Experten. Und: "Es gilt jetzt das Primat der Medizin", wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zu Recht sagt.

Zwar hat niemand eine Blaupause, aber es gibt Erfahrungen anderer Ländern, in denen das Virus früher ankam - China und Italien. Davon lässt sich lernen, auch um Fehler nicht zu wiederholen. Eine Lehre: frühzeitig das öffentliche Leben einschränken. Für Gereiztheit gibt es keinen Grund. Im Gegenteil: Politiker, Mitarbeiter in den Behörden, bei Polizei und Feuerwehr, im Gesundheitswesen, auch in den Lebensmittelläden haben Zuspruch und Dank verdient.

Die Coronakrise in Bayern

München
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