03.05.2020 - 17:06 Uhr
BrandOberpfalz

Bürgermeister von Brand: Fließender Wechsel

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Bernhard Schindler ist nun offiziell als Bürgermeister im Amt. Die Übergabe läuft seit Tagen. Zum Auftakt steht auch ein besonderer Segen auf dem Programm.

Schon seit Tagen sorgen Ludwig König und sein Nachfolger im Bürgermeisteramt, Bernhard Schindler (links), für einen reibungslosen und fließenden Übergang in der Gemeindekanzlei. Am 4. Mai um 18.30 Uhr ist Vereidigung im Mehrzwecksaal.
von Bertram NoldProfil

Seit Tagen halten sich die beiden Bürgermeister – der amtierende und der künftige – in der Gemeindekanzlei auf. Die neue Periode beginnt und der Übergang soll fließend geschehen. Am 4. Mai wird Bernhard Schindler bei der Sitzung um 18.30 Uhr im Mehrzwecksaal vereidigt. Pater Joy und Pfarrer Andreas Kraft werden das Gremium segnen. Bernhard Schindler hat vier Kinder und betreibt eine Landwirtschaft mit Pferdehaltung.

ONETZ: Wie fühlt sich ein künftiger Bürgermeister kurz vor Beginn einer neuen Amtszeit?

Bernhard Schindler: Ich freue mich auf die Arbeit und wünsche mir, dass die gute Zusammenarbeit der letzten Amtsperiode eine Fortführung erfährt.

ONETZ: 84 Prozent der Wählerstimmen sind ein dickes Polster. Ist das gute Ergebnis Verpflichtung und Auftrag?

Bernhard Schindler: Ich sehe das als Verpflichtung und Auftrag. Die Wähler erwarten etwas von mir.

ONETZ: Welcher Tatsache schreibt denn der neue Bürgermeister das hervorragende Ergebnis zu?

Bernhard Schindler: „Als Brander kennt mich jeder. Seit Kindheit bin ich eingebunden in die Dorfgemeinschaft. Vielleicht ist es auch meine Art und Weise, mit den Leuten umzugehen.

ONETZ: Welche besonderen Probleme sehen Sie für die kommenden sechs Jahre?

Bernhard Schindler: Das größte Problem wird das Freibad bleiben. Da ist noch vieles offen. Es gilt nun, Fördermaßnahmen abzugreifen.

ONETZ: Fast hätte es bei der Kommunalwahl keine zweite Liste gegeben. Wäre Ihnen das lieber gewesen?

Bernhard Schindler: Keinesfalls! Die zweite Liste ist wichtig gewesen für eine demokratische Wahl. Ich habe mich darüber gefreut, dass sich so viele Bewerber bereiterklärt hatten.

ONETZ: Wie kamen Sie in die Politik?

Bernhard Schindler: Da spielte der ehemalige Bürgermeister Alois Köstler eine Rolle, der mich mitgenommen hatte nach Fürstenfeldbruck. Ich habe 1998 eine zweite Lehre bei der Gemeinde als Ver- und Entsorger begonnen und Alois Köstler hat gemeint, dass so ein Kurs in der Verwaltungsfachschule auch für diese Tätigkeit gut sei. 2002 bin ich dann in den Gemeinderat gewählt worden.

ONETZ: Spielt die 18-jährige Erfahrung als Gemeinderat eine wichtige Rolle für die künftige Arbeit?

Bernhard Schindler: Natürlich. Das ist das Rückgrat und gibt Sicherheit. Man kennt die Abläufe und die Arbeitsweise des Gemeinderats und der Verwaltung.

ONETZ: Gibt es einen Grundsatz für die künftige Arbeit?

Bernhard Schindler: Gemeinsam! Gemeinsam! Gemeinsam! Mit allen gut auskommen, mit allen Gemeinderäten vorberaten.

ONETZ: Das Auto des Vorgängers stand sehr oft und sehr lange am Rathaus. Seine Wochenarbeitszeit hat bestimmt die 40-Stunden-Woche weit überschritten.

Bernhard Schindler: Es ist immer noch Ehrenamt. Natürlich ist Ludwig König eine Steilvorlage und sicher werde ich mit ihm verglichen werden. Aber ich bin immer da, über Handy erreichbar. Meine Tätigkeit als Ver- und Entsorger werde ich ja auch künftig ausüben, wenn auch nur stundenweise.

ONETZ: Wie lautet der große Wunsch an die Bürger?

Bernhard Schindler: Ein fairer Umgang miteinander. Es gibt immer wieder schwierige und unbequeme Entscheidungen. Da muss man versuchen, zu einer gerechten Lösung zu kommen.

ONETZ: Was ist das wichtigste Ziel des neuen Bürgermeisters?

Bernhard Schindler: Alle begonnenen Maßnahmen durchführen, die Gemeinschaft fördern.

ONETZ: Im neuen Gemeinderat sind nur zwei Frauen. Hätten Sie gerne mehr gehabt?

Bernhard Schindler: Frauen wirken sich auf jeden Fall positiv auf den Umgang im Gemeinderat aus, sie setzen auch andere Schwerpunkte.

ONETZ: Was gibt Ihnen Sicherheit für den Job?

Bernhard Schindler: 18 Jahre im Gemeinderat, eine gute Verwaltung und natürlich auch die Tatsache, dass mein Vorgänger für Fragen und bei Problemen zur Verfügung steht.

ONETZ: Es gibt Dinge, von denen man sagt: Hoffentlich bleibt mir das erspart. Wie ist es bei Ihnen?

Bernhard Schindler: Ich möchte auf gar keinen Fall irgendwelche größeren Streitereien, die die Gemeinde in irgendeiner Weise spalten.

Bernhard Schindler holte bei der Bürgermeisterwahl über 84 Prozent:

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