Den Kirwabaum holen die Burgstaller traditionell aus dem Kirchenholz. Noch nie in den zurückliegenden Jahren gestaltete sich der Transport des 29 Meter langen Riesen zum Dorf so schwierig wie heuer. Wegen des Straßenbaus war der Kirchenweg gesperrt. Darum musste der Transport über Gebenbach und teilweise über die alte B 14-Trasse erfolgen. Rasch stellte sich heraus, dass dafür auf dieser Strecke so manche Kurve zu eng ist. Aber - mit einer gehörigen Portion Muskelkraft, viel Geschick und einigen Wendemanövern wurde das Problem gemeistert.
Im Dorf angekommen, konnten die Burschen den Baum zum Aufstellen herrichten und die Moidln ihn mit bunten Bändern schmücken. Planmäßig wurde das Symbol in die Senkrechte gebracht. Dass beim Auftakt am Abend einfach alles passte, dafür sorgte vom ersten Augenblick an die Band "Onkel Resi", zu deren bodenständigen Klängen die 15 Paare ins Festzelt einzogen. Bis in die späte Nacht bewies das Quartett seine Qualitäten als Stimmungsmacher und lockte so manches Paar von der Bierbank zum Tänzchen.
Zum vom Gebenbacher Pfarrvikar Christian Preitschaft am Sonntag zelebrierten Festgottesdienst fanden sich viele Gläubige vor der Martinskapelle ein, darunter die Kirwapaare. Preitschaft stellte fest, dass der von ihm vor zwei Jahren mitgebrachte Weinstock prächtig wachse und gedeihe und den Efeu etwas verdrängt habe. Weder den Zelebranten noch die Anwesenden konnte der plötzlich einsetzende Platzregen davon abhalten, den Gottesdienst weiter zu feiern und mit dem Wettersegen zu beenden. Die Gebenbacher Blasmusik gestaltete die Messe mit und spielte danach zum Frühschoppen auf.
Am Nachmittag gehörte die Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher zunächst den Burgstaller Nachwuchsmusikerinnen Tamia Stauber und Maria Dotzler. Von Rita Butz mit der Gitarre begleitet sangen sie Kirwalieder wie "Des wär nacher i", "Muckenbatscher", "Ja unser Lehrer", "Wann fanger die schöiner Ferien a", "Gelt, daou schaust" und "Soll denn des a Kirwa sa". Für ihren Vortrag erhielten sie mächtig Applaus. Dann marschierten die Boum und Moidln, voran das Quartett "Tuba-Tobi and Friends", vor dem Zelt auf. Sie machten eine gute Figur bei der von den alterfahrenen Kirwapaaren einstudierten Sternpolka, Kreuzpolka, beim Zwiefachen, Jiffy Mixer und beim Walzer. Der endete mit der Kür von Ann-Katrin Müller und Benedikt Dietrich zum Ober-Kirwapaar.
Ein Extra-Tanz-Schmankerl ist seit einigen Jahren ein Schuhplattlerauftritt der Kirwaburschen. Dieses Mal gaben sie den Banklplattler zum Besten. Nach dem Baumaustanz-Zeremoniell musste das neue Gemeinschaftshaus seine erste Bewährungsprobe bestehen. Auf das dort hergerichtete Kuchenbuffet setzte ein wahrer Ansturm ein. "Tuba-Tobi and Friends" unterhielten die Gäste Klängen bis in den Abend hinein.
Am Montag erlebte Burgstall nochmals einen wahren Ansturm. Die Zoigl Musi zog alle Register und heizte die Stimmung kräftig an. Dazu trug auch der Riß Schore bei. Er ließ es sich sein Gesangsolo nicht nehmen und gab das Lied vom "Schönen Gemboch am Mausberg" zum Besten. Den Kirwabaum gewann Simon Kohl aus Atzmannsricht. Er gab ihn zurück. Endgültiger Besitzer ist nun Georg Hofmann aus Irlbach.















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