21.10.2019 - 11:38 Uhr
Dietersberg bei IllschwangOberpfalz

Zwischenlager für verendete Wildschweine in Illschwang

Der Landkreis Amberg-Sulzbach trifft Vorsichtsmaßnahmen für den Fall, dass die Afrikanische Schweinepest in der Region auftreten sollte. Unterstützung findet er in Illschwang.

Wildschweine in einem Gehege.
von Norbert WeisProfil

Der öffentliche Teil der Sitzung des Illschwanger Gemeinderats im Gasthaus Michl in Dietersberg dauerte nur eine knappe halbe Stunde. Es gab aber doch einige interessante Diskussionspunkte.

Gerald Habermehl griff einen Punkt aus der vorausgegangenen Sitzung auf, der hinter verschlossenen Türen behandelt worden war. Jetzt sei es an der Zeit, den Beschluss über die Einrichtung einer Wildschweinsammelstelle bekannt zu machen, sprach er Bürgermeister Dieter Dehling an. Nach dessen Worten ist der Landkreis an die Gemeinde herangetreten, ob es hier nicht einen Platz gäbe, wo verendete Wildschweine zwischengelagert werden könnten, um sie auf die Afrikanische Schweinepest hin zu untersuchen. Diese Seuche ist in einigen europäischen Ländern aufgetreten.

Der Bitte des Landkreises habe der Gemeinderat mehrheitlich entsprochen, teilte Dehling mit. Als Standort sei der eingezäunte Bereich der früheren Illschwanger Kläranlage vorgesehen. Dort soll ein Container mit Möglichkeiten zur Kühlung und Desinfektion aufgestellt werden. Diese Zwischenstation ist für die Gemeinden aus dem westlichen Teil des Landkreises gedacht. Nach den Laboruntersuchungen werden die Wildschweine in eine Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht.

Kreuzung bereitet Sorgen

Elke Pirner kam auf zwei schwere Verkehrsunfälle zu sprechen, die sich innerhalb kurzer Zeit am Autobahnzubringer auf der Kreuzung bei Aichazandt ereignet haben. Deren Verursacher hätten, jeweils aus Richtung Haar kommend, die Vorfahrt nicht beachtet. Pirner kritisierte, dass es an der Einmündung kein Stoppschild gibt. Weiter ging es in der Aussprache um eine Tempolimit von 80 Kilometern pro Stunde auf der Staatsstraße. Gabi Pirner brachte ins Gespräch, die Kreuzung durch einen Kreisverkehr zu entschärfen.

Bürgermeister Dieter Dehling informierte, dass die zuständigen Stellen bei einer Verkehrsschau sowohl das Stoppschild als auch die Geschwindigkeitsbegrenzung abgelehnt hätten. Zur Begründung sei darauf verwiesen worden, dass die Kreuzung gut einsehbar sei. Mit dieser Entscheidung wollte sich der Gemeinderat nicht zufrieden geben. So merkte Thomas Dirler an, dass es in Baden-Württemberg an solchen Stellen eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt. Nun soll mit Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Straßenbauamt über die Lage auf der Kreuzung diskutiert werden.

Zustimmung fand ein Bauantrag für ein Wohnhaus mit Einliegerwohnung in der Siedlung Am Kuhberg in Illschwang. Der Antragssteller hatte bereits 2018 einen Plan eingereicht. Jetzt handelt es sich um ein Gebäude mit verkleinerten Dimensionen. Keine Einwände gab es gegen eine Voranfrage für ein Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage in Pürschläg. Der Gemeinderat berief für die Kommunalwahlen im März Michael Hufnagel zum Wahlleiter sowie Martin Aures zu seinem Stellvertreter.

Feuerwehr-Zuschuss da

Dieter Dehling gab bekannt, dass der Staatszuschuss von 2400 Euro für die Ausrüstung der Feuerwehr Illschwang eingegangen ist. Gefördert werden speziell Anzüge der Atemschutzträger. Heinz Pickel meldete Vollzug beim Abriss des Gerätehauses der Feuerwehr Augsberg in Ritzenfeld.

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