20.11.2020 - 14:08 Uhr
EbermannsdorfOberpfalz

Gemeinderat Ebermannsdorf appelliert beim Parken an Vernunft der Bürger

Noch einmal reden, bevor neue Schilder aufstellt werden – das will der Gemeinderat Ebermannsdorf, um die Verkehrssituation im unteren Bereich der Bergstraße zu entschärfen. An der dortigen Engstelle werden oft Autos geparkt.

Einem Nadelöhr gleicht die Engstelle in der unteren Bergstraße in Ebermannsdorf. Die Mitglieder des Gemeinderat appellieren an die Parkmoral, bevor neue Schilder aufgestellt werden.
von Paul BöhmProfil

Der Gemeinderat Ebermannsdorf entsprach in seiner Sitzung dem Wunsch der Spielvereinigung und stimmte einem Nachtrag zum Vertrag über die Nutzung kommunaler Sportanlagen mit der Spielvereinigung Ebermannsdorf zu. Die Verlängerung der Laufzeit bis Ende 2031 war laut Bürgermeister Erich Meidinger erforderlich, damit der Sportverein Fördermittel des Bayerischen Landessportverbands für den Bau einer neuen Flutlichtanlage in Anspruch nehmen kann.

In den Nutzungsvertrag mit dem Verein wurde außerdem eine Vereinbarung über die Mitbenutzung der Sportanlagen durch die Schule, den Kindergarten, die Kommune, andere Sportvereine und Dritte mit aufgenommen. Allerdings nur in dem Maße, wie dies die Förderung durch den Freistaat Bayern zulässt. Dazu heißt es: „Die Summe der schulsportlichen und weiteren Nutzungen muss in ihrem Umfang und ihrer Intensität klar hinter der Nutzung durch den Verein zurückbleiben. Die Nutzung durch den Verein hat Vorrang.“ Der Gemeinderat stimmte auch dem Antrag der SpVgg zu, die Ablösekosten für die Flutlichtanlage auf dem Sportplatz Ebermannsdorf in Höhe von 2477 Euro zu erlassen.

Ein Halteverbot in der unteren Bergstraße soll es zunächst noch nicht geben. Der Bau- und Umweltausschuss hatte sich die Situation vor Ort angesehen. Parkende Fahrzeuge im Bereich der unteren Bergstraße erschweren dort oft das Passieren des Schulbusses. Die Gemeinde verteilte bereits Hinweiszettel, in denen auf das Problem hingewiesen und appelliert wird, die Fahrzeuge doch in den Grundstücken zu parken. In der Sitzung diskutierten die Räte nun über das Für und Wider einer zusätzlichen Halteverbot-Beschilderung in diesem Abschnitt. Schließlich kam man überein, mit den Autobesitzern und den Anliegern das Gespräch zu suchen. Die Gemeinderäte Michael Götz und Christian Elsner sowie Bürgermeister Erich Meidinger hatten für diese Lösung plädiert, um eine zusätzliche Beschilderung zu vermeiden. Deutlich wurde dabei auch, dass man eine Verkehrsanordnung mit einem Halteverbotsschild nur als letzte Möglichkeit für eine bestimmte Zeitdauer nutzen will.

Bürgermeister Erich Meidinger informierte über die polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2019. Demnach sind Sachbeschädigungen nennenswerte zurückgegangen. Die gesunkene Aufklärungsquote sei keinem einzelnen Delikt zuzuordnen, sondern der das Gemeindegebiet querenden Autobahn und dem Phänomen des Dieseldiebstahls.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist von 99 im Jahr 2018 auf 147 im Jahr 2019 gestiegen. Dies stellt im Zehn-Jahre-Vergleich einen absoluten Höchststand an Verkehrsunfällen in der Gemeinde dar. Ein Großteil der Unfälle (27) ereignete sich im Bereich der Autobahn 6 und der Bundesstraße 85. Hauptunfallursachen waren nicht angepasste Geschwindigkeit im Bereich der B 85, Auffahrunfälle und Kollisionen im Begegnungsverkehr. Kleinunfälle mit Sachschaden gab es 111. Im Bereich der Rauschgiftkriminalität wurden vier Delikte aktenkundig. Schulwegunfälle ereigneten sich keine. Erheblich zugenommen haben allerdings die Wildunfälle von 45 aus dem Jahr 2018 auf 69 im Jahr 2019.

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