Ebnath
04.03.2021 - 09:46 Uhr

Familie Pöllath aus Ebnath räumt auf

Ebnaths Bürgermeister Wolfgang Söllner bedankt sich bei Familie Pöllath: Sie hat entlang der Fichtelnaab einiges an Müll aufgesammelt.

Bürgermeister Wolfgang Söllner (rechts) bedankt sich bei den fleißigen Müllsammlern (von links) Lukas, Karin und Maria Pöllath. Der Rathauschef hatte für die Kleinen als Dankeschön süße Naschereien dabei. Bild: soj
Bürgermeister Wolfgang Söllner (rechts) bedankt sich bei den fleißigen Müllsammlern (von links) Lukas, Karin und Maria Pöllath. Der Rathauschef hatte für die Kleinen als Dankeschön süße Naschereien dabei.

Bei einer Familienwanderung entlang der Naab ist zwei Kindern aus Ebnath aufgefallen, wie viel Müll von der Naab angeschwemmt wurde. Nicht nur, dass der herumliegende Abfall die Gegend verschandelt – Plastikplanen, Netze und Co können zu einer echten Gefahr für die Tiere werden.

Gleich am nächsten Tag "bewaffneten" sich die zwölfjährige Maria Pöllath und ihr sechsjähriger Bruder Lukas deshalb mit Müllsack, Handschuhen und einem Müllsammel-Greifer und zogen mit ihrer Mutter Karin los. Sehr schnell stellten sie allerdings fest, dass bei näherem Hinsehen noch viel mehr Müll zutage tritt und ein Müllsack da bei Weitem nicht reicht. An insgesamt drei Nachmittagen sammelte die ganze Familie sechs Müllsäcke voll mit Plastik, Glas und Metall.

Dabei war sie nur auf dem kleinen Stück zwischen Ortsende Ebnath Richtung Neusorg und Goldbach an beiden Seiten der Naab unterwegs.

Erschreckend, was da alles auftauchte: Neben kleinen Bonbonpapieren, Etiketten, Zigarettenstummeln und Einweg-Bechern, Zigarettenschachteln und sonstigen kleineren Verpackungen kamen auch große Plastikplanen, Kunststoff-Kanister, Holzschutzfarbe, Rostentferner, Angelrolle, Kinderspielzeug-Pistole, Kofferraumablage, Radabdeckungen, Plastik- und Glasflaschen, Kunststoffeimer und vieles mehr zum Vorschein. Bei der letzten Tour war die traurige Ausbeute der Familie – diesmal unterstützt von einer Freundin – so groß, dass die Müllsäcke mit dem Auto abgeholt werden mussten.

Bürgermeister Wolfgang Söllner, der von dieser Familienaktion gehört hatte, war sofort begeistert von dem beherzten Einsatz der Kinder für die Umwelt und die Tiere. Er erklärte sich sofort bereit, dass die Gemeinde die Müllentsorgung übernimmt. Für die Kinder hatte er als kleine Belohnung Süßigkeiten dabei.

Der Bürgermeister und die fleißigen Müllsammler sind sich einig: Es wäre schön, wenn sich noch mehr Leute auf Müllsammel-Wanderung begeben würden – aber noch schöner wäre es natürlich, wenn der ganze Abfall gar nicht erst in unserer schönen Natur landen würde.

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