Ebnath
06.12.2019 - 12:04 Uhr

"Die Partei": Bier bringt Ersparnis

Die Mitglieder von "Die Partei" haben nach eigener Aussage der Gemeinde Ebnath eine Ersparnis eingebracht - durch Bierkonsum.

Ersparnis durch Bierkonsum? "Laut einer Pressemitteilung macht das "Die Partei" in Ebnath möglich. Symbolbild: Jan Woitas/dpa
Ersparnis durch Bierkonsum? "Laut einer Pressemitteilung macht das "Die Partei" in Ebnath möglich.

Der Kreisverband der Partei "Die Partei" hat nach eigenen Aussagen "durch den exzessiven Genuss von Bier die Kosten für die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für die Heizung in der Fichtelnaabtalschule um rund 6300 Euro gesenkt". In einer Pressemitteilung schreiben die Verantwortlichen weiter: "Wir haben uns eigentlich nur wie häufiger betrunken", beginnt Konstantin Kühnelt seine Ausführung, "irgendwann kam dann das Thema auf einen Artikel, in dem der Ebnather Bürgermeister meinte, die Wirtschaftlichkeitsberechnung würde 8000 Euro kosten. Das fanden wir lustig, weil keiner von uns betrunken genug war das zu glauben."

Demnach hätte "Die Partei" bei einem bekannten Passauer Anwalt nachgefragt. Der wiederum habe gemeint, es gebe eine RVG-Tabelle (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz, Anm. d. Red.), in der man "nur nachsehen" müsse. "Unsere Forschung führte uns zu dieser Gebührentabelle", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Und: "Dort stand, dass es bis 80.000 Euro und 1,3 Geschäftsgebühr, keine Ahnung was das bedeutet, 1.732,90 Euro kostet." Wieder einmal habe "Die Partei" durch den beherzten Einsatz von Bier der Gemeinde bares Geld gespart.

Kühnelt, Vorsitzender des Kreiverbands, sagt: "Unsere Forderung ist jetzt, dass der Differenzbetrag als Freibier für den Ort ausgegeben wird. Damit entstehen bestimmt beste neue Ideen."

Laut Pressemitteilung komme erschwerend hinzu, "dass der Anwalt noch einen Rat mitgab. Man solle einen Heizungsbauer fragen, dann läuft das nicht über einen Anwalt und könnte sogar noch günstiger sein. Dies erhöht natürlich die Hoffnungen in Ebnath auf große Mengen Freibier." Einen Wunsch haben die "Die Partei"-Mitglieder um den Ebnather Marco Kellner noch mit angefügt: "Wir hoffen natürlich, dass die Gemeinderäte bei der anstehenden Entscheidung diese überraschende neue Entwicklung berücksichtigen."

Hintergrund der Pressemitteilung ist ein Bericht über die Ebnather Bürgerversammlung, in der Bürgermeister Manfred Kratzer unter anderem auf das Thema Heizung in der Schule eingegangen ist. Darin hieß es: "Nachdem die bei der energetischen Sanierung eingebaute Öl- anstelle einer Pelletheizung in der Vergangenheit für Diskussion gesorgt hatte, verwies der Rathauschef darauf, dass für Spitzenzeiten der Einbau einer Ölund ansonsten eine Pelletheizung vorgesehen war. Nach seinen Worten habe dies für die Kommune jedoch keine finanziellen Nachteile. Eine erneute Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Heizungsanlage schlägt nach Aussage des Bürgermeisters mit circa 8000 Euro zu Buche. Er bezweifle, dass der Kostenaufwand gerechtfertigt sei."

Ebnath19.11.2019
 
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