20.08.2021 - 11:31 Uhr
EdelsfeldOberpfalz

Ein Kubikmeter Wasser kostet jetzt in der Sigl-Sigras-Gruppe 1,94 Euro

Die Sigl-Sigras-Gruppe hat in den vergangenen Jahren kräftig in ihre Anlagen investiert. So erklärt sich ein rückwirkend zum 1. Januar 2021 gültiger Anstieg des Wasserpreises um mehr als 50 Prozent.

Der Dreh am Wasserhahn kostet im Versorgungsgebiet der Sigl-Sigras-Gruppe rückwirkend zum 1. Januar 2021 deutlich mehr.
von Rudi GruberProfil

Die Entscheidung über die Gebühren für die kommenden Wasser stand in einer Sitzung des Zweckverbands zur Wasserversorgung Sigl-Sigras-Gruppe auf der Tagesordnung. Rat holte er sich dazu bei Bettina Radlbeck, die in Straubing ein Sachverständigenbüro betreibt. Von einer Nachbetrachtung der Vorperiode 2017 bis 2020 leitete sie über zum neuen Kalkulationszeitraum der Wassergebühren, der am 1. Januar 2021 begonnen hat und bis Ende 2024 dauert.

Neben umfangreichen Investitionen, die zu einer steigenden kalkulatorischen Abschreibung und Verzinsung führten, wirkten sich auch die steigenden Personal- und Sachkosten erhöhend aus, rechnete die Expertin vor. Die Gebühr müsse somit von 1,21 Euro pro Kubikmeter Wasser auf 1,94 Euro erhöht werden. Ein Beschluss der Verbandsversammlung vom 8. Oktober 2020 berechtigt den Zweckverband, die Erhöhung rückwirkend zum Jahresbeginn 2021 in Kraft zu setzen.

Geschäftsführer Andreas Kredler erläuterte den Entwurf der Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung, der auf der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetags beruhe. Bei den Änderungen handle es sich größtenteils um redaktionelle Anpassungen. Befinden sich mehrere Hauptwasserzähler auf einem Grundstück, wird nun für jeden Hauptwasserzähler die Grundgebühr berechnet. Im Blick auf die Nutzungsgebühr für den Systemtrenner werde klargestellt, dass dieser für jegliche Wasserentnahme notwendig ist und vom Zweckverband gestellt wird. Vorauszahlungen sind künftig vierteljährlich zu leisten. Die Wasserabgabesatzung wurde einstimmig verabschiedet.

Ein weiteres Thema der Sitzung war der Grundsatzbeschluss für einen Förderantrag zur Erstellung eines Struktur- und Sanierungskonzeptes. Dieser Masterplan werde den Erwartungen nach für weitere Sanierungen von Wasserleitungen in den Jahren 2022 bis 2024 gefordert. Das Ergebnis könnte dann als Grundlage für den Antrag auf weitere Zuschüsse Anfang 2022 verwendet werden. Die Auftragsvergabe für den Masterplan kann nach dem Erlass des Förderbescheids durch das Wasserwirtschaftsamt Weiden erfolgen.

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