Das Binnermarterl steht in einer Baumgruppe an einer Wegkreuzung am Feldweg, der zwischen Eglhofen und Thonhausen oder abzweigend nach Reinbrunn verläuft.
Mehrmals hatte ein Bürgers aus der Nachbarschaft an Annemarie Lehmeier den Wunsch herangetragen, die Renovierung dieses sehr verfallenen Marterls anzugehen. Das Metallkreuz war kaum zu sehen und unter viel Gestrüpp versteckt. Nachdem die Grundstücksanlieger informiert waren, säuberte Lehmeier zusammen mit Hans Pechtl aus Eglhofen die Fläche. Dabei entfernten sie überhängende Äste und das Dornengestrüpp, so dass das Kreuz mit seinen Beschädigungen sichtbar wurde.
Für die Renovierung des Flurdenkmals erhielt Annemarie Lehmeier unter anderem Tipps von Ortsheimatpfleger Josef Schmaußer. Das Metallteil machte dabei viel Kopfzerbrechen, von der Tafel waren nur noch Reste zu sehen. Nur mehr zu erahnen war, dass darauf der Spruch "…Herr segne die Fluren…" gestanden haben könnte. Diese Tafel wurde durch ein Glasbild ersetzt, die Hobbykünstlerin Lisa Engelhardt aus Eichstätt gefertigt hatte. Darauf ist ein Schutzengel zu sehen. Die Firma Finger aus Umelsdorf restaurierte die Eisenteile, befestigte das Glasbild und stellte das Marterl auf. Beeindruckend sind die wieder hergestellten Rosetten aus der damaligen Zeit, die teils ganz und teils nur noch teilweise vorhanden waren.
Nun steht das renovierte Marterl wieder in der Baumgruppe am Feldweg bei Eglhofen zwischen einem sehr alten Lorbeerbaum auf der rechten Seite und einem alten Kirschbaum auf der linken Seite. Bei einem Festakt wurde es nun offiziell vorgestellt. Wie Annemarie Lehmeier mitteilte, sei das Flurdenkmal hier vor weit über 100 Jahren an einem sehr schönen, ganztägig von der Sonne beschienenen Platz zum Dank aufgestellt worden. Es biete Passanten die Möglichkeit, hier kurz innezuhalten, den Tag Revue passieren zu lassen, dankbar zu sein für den Tag und mit viel Kraft weiter zu ziehen.
Pfarrer Klaus Birnthaler segnete das renovierte Binnermarterl und diesen besonderen Ort. Bürgermeister Albert Geitner übertrug die weitere Pflege des Marterls an Hans Pechtl aus Eglhofen.













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