Ensdorf
25.05.2022 - 16:29 Uhr

Ensdorfer Gemeinderäte bekommen Einblicke in die Wasserversorgung

Die Bürgermeister Peter Braun (links) und Hans Ram (rechts) bedankten sich bei Jennifer Hölzlwimmer für den Fachvortrag Bild: tra
Die Bürgermeister Peter Braun (links) und Hans Ram (rechts) bedankten sich bei Jennifer Hölzlwimmer für den Fachvortrag

Auf Einladung des Ensdorfer Bürgermeisters Hans Ram kam Verwaltungsrätin Jennifer Hölzlwimmer aus München nach Ensdorf, um den Gemeinden verschiedene Möglichkeiten zur Erneuerung ihrer Wasserversorgung aufzuzeigen. Die Informationsveranstaltung fand zusammen mit dem Kreisverband des Bayerischen Gemeindetages im Wittelsbacher Saal in Ensdorf statt. Ram sagte: "In unserem Gemeinderat sind von 14 Gemeinderäten neun erst seit ersten Mai 2020 in der Verantwortung. Ich sehe es als meine Aufgabe, allen Bürgervertretern die nötigen Informationen an die Hand zu geben." Außer den Ensdorfer Gemeinderäten fanden sich auch die Bürgermeisterin Brigitte Bachmann aus Birgland, die Bürgermeister aus Poppenricht, Ammerthal, Ebermannsdorf, Illschwang und Schnaittenbach ein. In ihrem Vortrag verdeutlichte die Referentin, dass die Gestaltungshoheit für die Wasserversorgung bei der Gemeinde liege. Diese habe nach den Gegebenheiten vor Ort zu entscheiden. Grundsätzlich gelte das Kostendeckungsprinzip. Deshalb sollte im Vierjahresrhythmus mit einer Globalberechnung ermittelt werden, wie hoch die Kosteneinflüsse sind.

Zusätzlich werden Brunnen, Pumpen und Wasserleitungen über einen Zeitraum von 40 Jahren abgeschrieben. Diese Beträge mit einem Verzinsungsfaktor sind in den aktuellen Wasserpreis mit einzuberechnen. Sind Abschnitte des Wasserleitungsnetzes zu erneuern, haben die Gemeinderäte zu überlegen, ob die Kosten komplett über den Wasserpreis umgelegt werden sollen. Eine weitere Finanzierungsoption stellen Verbesserungsbescheide dar. Der Investitionsbedarf, den ein Ingenieurbüro berechnen muss, dient der Gemeinde als Planungsgrundlage, um die Beträge in einer Satzung festzulegen. Wie dritter Bürgermeister Roland Müller erklärte, geht die Gemeinde von einem Investitionsbedarf von mindestens fünf Millionen Euro aus.

"Jährlich verkaufen wir circa 82 000 Kubikmeter Wasser. Würden wir den Preis um einen Euro pro Kubikmeter erhöhen, wären das zusätzliche Einnahmen von 82 000 Euro. Bei unserem Investitionsbedarf kann das nur ein Instrument von mehreren sein.". Bürgermeister Ram betonte: "Wir bekamen heute mehrere Werkzeuge vorgestellt. Welche wir wie und wann einsetzen, wird Aufgabe des Gemeinderats sein, darüber zu entscheiden".

 
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