05.07.2019 - 13:34 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Hirschwaldindianer in Ensdorf auf der Pirsch

Hirschwaldindianer sein, die Natur mit Indianeraugen sehen, dieser Traum wird für zehn Mädchen und Buben zwischen sieben bis zwölf Jahren in Ensdorf Wirklichkeit.

Die kleinen Hirschwaldindianer mit Eva Nussbaumer, dem Indianerspezialisten Michael Scharl (LBV), Peter Eckert (LBV) und Melanie Hahn, der Leiterin der Umweltstation des Klosters.
von Hubert SöllnerProfil
Konzentration war beim Schießen mit dem Blasrohr gefordert.
Valentin, mit Stammesnamen flinker Hase, und Sophia, die schlaue Feder, bemalt in den Stammesfarben.
Konzentration war beim Schießen mit dem Blasrohr gefordert.

Gemeinsam mit den beiden Vertretern des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) – dem Mitglied des Landesvorstands Michael Scharl aus Amberg und dem 2. Kreisvorsitzenden Peter Eckert aus Auerbach – startete die Leiterin der Umweltstation, Biologin und Kräuterpädagogin Melanie Hahn die Auftaktveranstaltung. Fünf weitere Hirschwaldindianer-Veranstaltungen werden, mit Ausnahme der Ferienzeit, im Monatsabstand angeboten. Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein freute sich bei der Begrüßung der Mädchen und Buben, „dass Kinder in die Natur gehen, diese kennenlernen wollen und davon fasziniert werden“. Für die Kinder aber ging es erst einmal ab in das große Indianer-Tipi auf dem Klostergelände. Dort stellten die Vertreter des LBV ihr Ziel, den Erhalt und Schutz bestehender sowie die Schaffung neuer Lebensräume für die Natur, vor.

Die LBV-Kreisgruppe, erfuhren die Kinder, umfasse rund 1400 Mitglieder, von denen im Landkreis Amberg-Sulzbach rund 140 Hektar an verschiedenen Grundstücken und Gewässern betreut und gepflegt werden. Die freiberufliche Mitarbeiterin der Umweltstation, Eva Nußbaumer, führte die Mädchen und Buben in das Leben und die Traditionen der Indianer ein. "Hirschwaldindianer zu werden", betonte sie, "heißt vor allem respektvollen Umgang mit der Natur zu pflegen." Unterstützt von einem Indianerspezialisten ging Eva Nußbaumer als erstes daran, Stammesnamen für die Mitglieder zu finden. Dann hieß es Naturfarben zum Bemalen mit Stammesfarben herzustellen: Kohle, Kreide, ausgemörsertes Gras mit Pflanzenöl wurden dazu verwendet und später auch die Gesichter fantasievoll bemalt. Viel Spaß hatten die Kinder dann noch beim Herstellen von Tiermasken mit Gänse- und Hühnerfedern.

Beim Schießen mit dem Blasrohr und einem Wurfspiel hatten alle Spaß. Interessant wurde es für sie, als sie Näheres über das Herstellen von Pfeil und Bogen erfuhren. Hervorragend und erfrischend schmeckte allen die bei hochsommerlichen Temperaturen unter Anleitung von Melanie Hahn selbst hergestellte Kräuterlimonade. Weiter werden sich an folgenden Terminen die Hirschwaldindianer, zu denen auch noch weitere kommen können, jeweils von 15 bis 18 Uhr treffen: Freitag, 26. Juli: Reh (Tier des Jahres), Pirschpfad, Tierspuren erkennen und lesen. Freitag, 6. September (Sommerferien, 10 bis 16 Uhr): Pfeil und Bogen basteln, Blasrohr, Marterpfahl bemalen, Kochen am Lagerfeuer. Freitag, 18. Oktober: Kürbisse, typisch indianisch, zum Essen und musizieren. Freitag, 15. November: Überlebensstrategien Winter, Tier-Mensch, Totembeutel, Feuer machen ohne Streichhölzer. Freitag, 6. Dezember: Indianer-Barbecue mit Eltern, Sternbilder, Indianermärchen Winter. Anmeldung für jeden Termin über die Umweltstation, Melanie Hahn, 09624/92 00 42, Mobil 0171/2 28 20 91, uws[at]donbosco[dot]de, www.kloster-ensdorf.de.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.