03.03.2021 - 14:03 Uhr
EnsdorfOberpfalz

Ufer der Vils bei Wolfsbach nun wieder stabil

Die Uferböschung an der Vils nördlich von Wolfsbach drohte abzurutschen und musste gesichert werden. Eine notwendige, aber keine ganz billige Maßnahme, die nun abgeschlossen ist.

Bauleiter Wilhelm Höpfel, Baurat Thomas Stangl, Bürgermeister Hans Ram, Baurat Peter Fröhlich und Hauptflussmeister Hans Pickelmann (von links) begutachten die gesicherte Uferböschung an der Vils.
von Autor TRAProfil

Zur Schlussabnahme des Bauprojekts, bei dem die Böschung der Vilstalstraße nördlich von Wolfsbach gesichert worden war, trafen sich Bürgermeister Hans Ram, der Vorarbeiter und Bauleiter Wilhelm Höpfel und Hauptflussmeister Hans Pickelmann von der Flussmeisterstelle Kümmersbruck sowie vom Wasserwirtschaftsamt Weiden die Bauräte Thomas Stangl, (Gewässerunterhaltung) und Peter Fröhlich (Wasserbau im Landkreis Amberg Sulzbach). Ein Blick zurück: In den vergangenen Jahren war am nördlichen Ortsrand von Wolfsbach die Böschung der ehemaligen Staatsstraße und jetzigen Gemeindeverbindungsstraße immer weiter in die hier recht tiefe Vils abgerutscht. Die Schutzplanken waren bereits in Schieflage geraten, und es zeigten sich auch schon Risse im Fahrbahnbelag. Um Schlimmeres zu verhüten, musste der Bereich nachhaltig gesichert werden.

Auf rund 200 Metern Länge wurde daher im Dezember 2020 eine massive Vorschüttung, die 1200 Tonnen Wasserbausteine umfasste, ins Gewässer eingebracht. Diese Anlage wurde mit kiesig-sandigem Material profiliert und etwas mit Erdreich abgedeckt. Da baustellenbedingt ein Teil des Bewuchses entfernt werden musste, hatte Bauleiter Wilhelm Höpfel anderweitig für Uferstrukturen gesorgt: Etwa 40 Wurzelstöcke wurden eingebracht, als sogenannter Lebendverbau wurden Weidenstämme liegend in die Böschung eingebaut, die austreiben und durch Wurzelbildung das Ufer zusätzlich befestigen sollen.

„Spätestens im nächsten Jahr wird hier alles grün sein, so als ob nie etwas gewesen wäre“, versicherte Hauptflussmeister Hans Pickelmann von der Flussmeisterstelle Kümmersbruck. Diese Bauweise bewährte sich nach seinen Angaben bereits beim Februar-Hochwasser, das dem Ufer nichts hatte anhaben können.

Bürgermeister Hans Ram bedankte sich beim Wasserwirtschaftsamt Weiden und der Flussmeisterstelle Kümmersbruck für die schnelle, kompetente und kostenbewusste Umsetzung der Baumaßnahme. „Der reibungslose Ablauf half der Gemeinde, viel Geld sparen, etwa was Straßensicherungsmaßnahmen betrifft“, betonte das Gemeindeoberhaupt. Sein Dank galt auch den Mitarbeitern des Bauhofs Ensdorf, die trotz winterlicher Temperaturen Verkehrsregelung und Baustellenüberwachung auch am Wochenende übernommen hätten. Die Kosten der Maßnahme bezifferte er auf rund 57 000 Euro, die neuen Leitplanken sind darin enthalten.

Baurat Peter Fröhlich lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Ensdorfer Bauhofs und verwies auf das nächste Projekt des Wasserwirtschaftsamts im Gemeindebereich. Dabei soll die Bootsanlegestelle in Ensdorf erneuert und zu einem Erlebnisort ausgebaut werden, an dem die Bevölkerung die Natur am Wasser genießen kann.

Straße entlang der Vils drohte abzusacken

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