31.07.2020 - 12:10 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Kreisjugendring Tirschenreuth setzt auf Europa

Die Aktionen des Kreisjugendrings Tirschenreuth kamen auch bayernweit sehr gut an. Dies zeigt ein Blick in den Jahresbericht.

Kleiner als gewohnt war das Plenum bei der Vollversammlung des Kreisjugendrings in Corona-Zeiten: Von 44 Delegierten waren nur 26 anwesend, die Versammlung war allerdings beschlussfähig
von Holger Stiegler (STG)Profil

Den ausführlichen Rückblick auf das Jahr 2019 sparte Kreisjugendring-Vorsitzender Jürgen Preisinger in der Vollversammlung aus: Er verwies auf sein Vorwort in der gedruckten Ausgabe des Jahresberichts, der an alle Delegierten gegangen war.

So habe man ein besonderes Augenmerk auf die Europawahl 2019 gelegt. „Aufgrund des Rechtsrucks der Parteienlandschaft in fast allen europäischen Ländern war es besonders wichtig, hier auch für die demokratische Mitte zu werben“, schreibt Preisinger. Zudem sei man überzeugt, dass Europa ein guter Teil unserer Zukunft sein werde. „Und ich glaube schon, dass wir einen Teil dazu beigetragen haben, dass sich insbesondere junge Bürger unter 25 Jahren sowie die 25- bis 39-Jährigen häufiger als zuvor an der Wahl beteiligten“, stellt der Vorsitzende fest.

Die Ansprache von Kreisjugendring-Vorsitzender Jürgen Preisinger

Erbendorf

Mit zwei großen Projekten sei man an den Start gegangen, eines davon war eine deutsch-tschechische Podiumsdiskussion mit Workshops in Kemnath. „Trotz des hohen Aufwands konnten wir hier unsere Ziele nicht ganz verwirklichen, die Workshops wurden nicht gut angenommen. Aber dennoch war es für uns eine ganz wichtige Veranstaltung“, so Preisinger. Insbesondere zeigte die Diskussionsrunde anschaulich den großen Wert von Europa für Land und Menschen.

„Die auf längere Zeit angelegte Aktion ‚Ich bin ein Europäer‘ war ein Volltreffer“, so der Vorsitzende. Mit den Pins und der Aussage, sich damit für Europa einzusetzen, überzeugte man viele Jugendliche und Persönlichkeiten aus nah und fern. So waren beispielsweise der Innenminister Joachim Herrmann, die Generalkonsulin der Tschechischen Republik Kristina Larischová und Staatsministerin Kerstin Schreyer begeistert von der Aktion und trugen so die Aktion in ganz Bayern weiter. Aufgrund der innovativen Projekte zur Europawahl wählte der Bayerische Jugendring den Kreisjugendring aus, an einer exklusiven Brüsselfahrt teilzunehmen und so die zwei Aktionen direkt am Ort des Europäischen Parlaments vorzustellen.

Höhepunkt der Herbstvollversammlung 2019 sei sicherlich die Ernennung des damaligen Landrats Wolfgang Lippert zum „Partner der Jugend“ gewesen. Der Bayerische Jugendring möchte mit dieser Auszeichnung Personen würdigen, die sich vorbildhaft und in herausragender Weise um die Kinder- und Jugendarbeit in Bayern verdient gemacht haben. „Der Kreisjugendring hatte Wolfgang Lippert vorgeschlagen, weil er sich stets stark für die Jugendarbeit im Landkreis einsetzt und dem Kreisjugendring stets vollsten Respekt entgegenbrachte“, betont Preisinger.

Hohen Stellenwert misst der Vorsitzende den Treffen mit den Jugendräten und Jugendparlamenten im Landkreis zu. „Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an politischen, kulturellen und sozialen Prozessen in ihrer Stadt oder Gemeinde ist prägend für eine lebendige Gesellschaft“, so Preisinger. Bereits zum neunten Mal organisierte man diese Koordinierungstreffen.

Der Jahresbericht ist auch im Internet abrufbar

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