11.12.2018 - 13:44 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Stolz auf "unsere Miss"

Bei der Wahl zur "Miss Turkuaz" 2017 hat sie den dritten Platz belegt und damit einen Modelvertrag gewonnen. Was macht Melissa Kara aus Erbendorf ein Jahr nach dem Schönheitswettbewerb? Wir haben sie gefragt.

Derzeit ist Melissa Kara in der Türkei und absolviert dort ein Auslandspraktikum. Vor gut einem Jahr hat sie bei dem europaweiten Schönheitswettbewerb „Miss Turkuaz“ den dritten Platz belegt.
von Elisabeth Schätzler Kontakt Profil

Derzeit weilt die amtierende drittschönste Türkin Europas in der Türkei. Dort absolviert die Erbendorferin ein Auslandspraktikum, das sie als Teil ihres Studiums des Internationalen Technologiemanagements absolviert. Viel zu berichten hätte sie nicht, schreibt sie auf Anfrage, was sich seit der Misswahl im November 2017 (wir berichteten) für sie getan hat.

Und dennoch sind ihre Antworten auf die Fragen lang. "Für mich ging alles normal weiter, so wie es auch sein sollte", erwidert sie auf die Frage, wie es für sie weiterging. "Am Samstag war das Finale der Misswahl, Sonntag war ich wieder zu Hause und am Montag ganz normal in der Vorlesung." Mit ihrer Platzierung hat sie einen Zwei-Jahres-Modelvertrag gewonnen. Angebote und Anfragen habe sie laut ihrem Manager bekommen, die aber abgelehnt wurden, "weil es ihre Erwartungen nicht getroffen haben soll", sagt sie. Und: "Mehr weiß ich nicht."

Treffen mit Sponsoren standen an, oder die Jubiläumsfeier des deutsch-türkischen Freundeskreises in Frankfurt. Auch zu einer Brautmoden-Präsentation in Dortmund war Melissa eingeladen - "ich hätte wirklich sehr gerne die Brautkleider präsentiert", erzählt sie. Die Projekte musste sie aber absagen - wegen ihrer mündlichen Prüfungen an der OTH in Russisch und wegen ihres Auslandspraktikums.

"Ich kann es verstehen, dass das 'Miss Turkuaz'-Team überrascht war wegen meiner Absagen und auch die Reaktionen kann ich halbwegs nachvollziehen, aber ich hatte es von Anfang an gesagt, deswegen hab ich es auch nicht mehr geduldet." Damit meint die 24-Jährige, dass sie immer wieder betonte, ihr Studium gehe vor. Die Terminvereinbarungen gestalteten sich aber schwierig, weil die meist mit ihren Veranstaltungen an der OTH kollidierten. Und ihr Studium sei ihr eben nun mal wichtiger gewesen.

Dennoch hat sie wertvolle und schöne Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Schönheitswettbewerb mitgenommen. "Ich war durch das Trainingscamp zwar nur eine Woche von meiner Familie und meinen Freunden getrennt, aber mir ist dort wirklich bewusst geworden, dass die öffentliche Aufmerksamkeit zwar sehr verlockend und einladend ist. Aber die aufrichtige Liebe von Menschen ist einfach das Schönste, weil man geliebt wird für das, was man ist, und nicht das, was man präsentiert", erklärt Melissa. "Damit möchte ich aber niemandem davon abraten, an einer Misswahl teilzunehmen, weil man dadurch eine lebenslange bleibende Erinnerung gewinnt", betont sie.

Über Whatsapp hält Melissa noch Kontakt zu den anderen Kandidatinnen beziehungsweise Gewinnerinnen. Sie weiß, dass Zweitplatzierte ihr Studium beendet hat und arbeitet; die Siegerin der Misswahl ist von Frankfurt nach Essen in die Nähe des "Miss Turkuaz"-Teams gezogen und hat derzeit eine Rolle in einem Filmprojekt.

Eigentlich hatte Melissa vor, nach der Titelübergabe in diesem Jahr an der Miss-Germany-Wahl teilzunehmen, das hat sie so mit ihrem Manager besprochen. Da jedoch heuer die "Miss Turkuaz"-Wahl ausgefallen ist, verschiebt sich die Titelübergabe der Erbendorferin auf Ende nächsten Jahres. "Aber halb so schlimm", sagt die Erbendorferin und lacht. "Eine Schärpe zu besitzen ist schon ganz nett und ausreichend."

Aktuell absolviert sie ihr Praxissemester in der Türkei bei einer Firma in Aydin/Söke in der Einkaufsabteilung. "Danach steht auch schon für mich das letzte Jahr an der OTH an. Nach meinem Bachelor möchte ich noch einen Master im Bereich Ingenieurwesen anhängen."

Nach ihrem dritten Platz bei der "Miss Turkuaz"-Wahl seien einige aus ihrer Familie und ihrem Freundeskreis tatsächlich enttäuscht gewesen, dass sie nicht Erste geworden ist. "Die anderen waren wiederum so stolz darauf, dass sie mich andauernd 'unsere Miss' genannt haben. Manche sagen das leider immer noch gerne laut in der Öffentlichkeit", erzählt sie und lacht.

Hintergrund zur Misswahl

Bericht zum dritten Platz bei der Misswahl

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.