Zwei denkwürdige Anlässe beschäftigen in diesem Jahr die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Eschenbach-Kirchenthumbach. Das Jubiläum 60 Jahre Kreuzkirche Eschenbach steht dem kürzlich getroffenen, schwerwiegenden Beschluss der Kirchenthumbacher Kirchengemeinschaft gegenüber, ihre in den Jahren 1965/66 errichtete und inzwischen schadenbehaftete Johanneskirche zu veräußern. Der Grund: Die Sanierungskosten können nicht geschultert werden.
Die Entstehung des evangelischen Gemeindezentrums Eschenbach mit Pfarrhaus und Kirche ging mit der Bebauung in der Flur „Am Kreuz“ einher. Es begann mit dem Bau des Pfarrhauses, für das am 23. November 1960 Richtfest gefeiert wurde und das am 17. Juli 1961 die kirchliche Weihe erhielt. Noch im gleichen Jahr, am 24. September 1961, folgte die Grundsteinlegung und 13 Monate später, am 21. Oktober 1962, die Weihe der Kreuzkirche. Die damals noch 750 Mitglieder zählende Kirchengemeinde hatte große finanzielle Opfer gebracht, um das Vorhaben zu realisieren. Mit der Orgelweihe fand das Projekt am 3. Juli 1966 seinen Abschluss.
Der bisherige Weg zu den Gottesdienstfeiern glich einer Odyssee: ab 1935 Saal des Amtsgerichts, Neustadt am Kulm oder Grafenwöhr, ab 1945 Friedhofskapelle und ab dem dritten Advent Maria-Hilf-Bergkirche sowie ab 1950 Notkirche (Baracke) mit kleinem gemauerten Turm zwischen Kriegerdenkmal und Stadtweiher. Dem rührigen Pfarrvikar Hermann Grimm gelang es, in Hamburg die Glocken seiner schlesischen Heimatgemeinde Lauban ausfindig zu machen. Sie waren in der letzten Kriegszeit zum Einschmelzen in die Hansestadt gebracht worden. Seit der Weihe am 20. Juli 1952 riefen sie von der Notkirche aus die Gläubigen zum Gottesdienst. Sie zogen mit in die Kreuzkirche um.


















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