19.03.2019 - 15:07 Uhr
EschenbachOberpfalz

Großeinsatz in Eschenbach: Kosten im fünfstelligen Bereich

Der Buttersäure-Fall aus Eschenbach könnte noch einen bitteren Nachgeschmack haben. Sollte es eine vorsätzliche Tat gewesen sein, dann erhält der Verursacher Post - mit der Rechnung.

Einsatzstelle am Stirnberg
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Billig wird es sicherlich nicht - wie hoch die Kosten für den Buttersäure-Einsatz in der Stirnbergstraße aber im Detail sind, kann Bürgermeister Peter Lehr derzeit noch nicht sagen. Eine Aufschlüsselung dazu gibt es noch nicht. "Das ist relativ viel Arbeit", betont der Rathauschef rund eine Woche nach dem Einsatz. Außerdem wisse man noch nicht, was passiert ist.

Sollte aber ein Täter ermittelt werden, dann erhält dieser auch die Rechnung, prophezeit Lehr. "Wer nicht hören will, muss fühlen. Man kann nicht so einen Einsatz bewirken und sich dann um nichts kümmern." Einige Zehntausend Euro könnten schon zusammenkommen, schätzt der Bürgermeister mit Blick auf die vielen Einsatzkräfte und Geräte. Auch die Nachbereitung dürfe nicht außer Acht gelassen werden. So müssten verwendete Maschinen und Geräte gewartet werden.

Mit Alkohol gereinigt wurde mittlerweile auch die betroffene Wohnung in der Stirnbergstraße. "Die Familie ist seit Donnerstag wieder dort", berichtet Lehr. Er ist besonders stolz auf die Einsatzkräfte, die in einer derartigen Situation alle gut zusammengearbeitet haben. "Meine höchste Anerkennung."

Den Einsatzbericht dazu hat der Eschenbacher Kommandant Udo Drechsler auch schon fertig. Darin schlüsselt er für seine Feuerwehr unter anderem auf, welche Fahrzeuge und wie viele Helfer im Einsatz waren, wie viele Kilometer gefahren und wie viele Stunden geleistet wurden. Den Bericht leitet er an die Integrierte Leitstelle Nordoberpfalz und an die Stadt Eschenbach weiter. Diese kümmere sich dann um die Kosten. Wie viel da zusammenkomme, weiß er nicht. "Das ist in einer Satzung bei der Stadt festgelegt, was ein Mann und was ein Fahrzeug kostet. Man hat ja so einen Einsatz nicht alle Tage. Bei einem anderen Einsatz könnt ich's sagen." Ein einziges Löschfahrzeug kostet pauschal 100 Euro, schätzt Drechsler aber. Im Einsatz seien insgesamt circa drei dieser Fahrzeuge gewesen, dazu noch viele andere Wagen, Geräte und Helfer - auch von anderen Feuerwehren. Kann niemand zur Verantwortung gezogen werden, bleiben die Gemeinden auf ihren Kosten sitzen, teilt Drechsler mit. Denn jede Gemeinde müsse dann für den Einsatz ihrer Feuerwehr aufkommen.

Weitere Infos zum Fall

Eschenbach
Eschenbach
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.