Eschenbach
02.09.2020 - 09:29 Uhr

Mehr Sicherheit durch Fußweg

Einen nahezu durchgängig verkehrsfreien Fußweg vom Kirchsteig bis zum Rußweiher bekommen bald die Eschenbacher. Mitarbeiter der Firma Tiefbau-Schulz aus Pfreimd sind bereits mit Abschlussarbeiten beschäftigt.

Schon bald gibt es in der Rußweiherstadt einen fast durchweg verkehrsfreien Fußweg. Die Arbeiten der Firma Schulz neigen sich bereits dem Ende zu. Bild: rn
Schon bald gibt es in der Rußweiherstadt einen fast durchweg verkehrsfreien Fußweg. Die Arbeiten der Firma Schulz neigen sich bereits dem Ende zu.

Längst vergangen sind die Zeiten, in denen sich der Eschenbach zwischen Rußweiher und Stadtweiher durch eine idyllische Auenlandschaft schlängelte. Durch den Bau der B 470 in den 1960er Jahren verschwand ein Feuchtgebiet, dem nach heutigen Maßstäben der Stellenwert eines Biotops zugeschrieben würde. Das für den Bau der Umgehungsstraße B 470 erforderliche Auffüllmaterial wurde dem nördlich gelegenen Hang entnommen. Auf der dadurch entstandenen ebenen Fläche entstanden die Sportanlagen des SCE. Der Eschenbach, als Auslauf des Rußweihers, wurde in ein Grabenbett gezwängt. Der Feldweg zwischen Speinsharter Straße und Rußweiher wurde zunehmend befestigt und erhielt abschnittsweise eine Bitumendecke.

Die damit verbundene Zunahme des Straßenverkehrs veranlasste die Kommune, entlang der beiden Spielflächen des SCE mehrere Bodenwellen als Geschwindigkeitsbremser anzulegen. Stadt und SCE war an der Sicherheit von Fußgängern und Besuchern von Sportveranstaltungen gelegen. Der nun unmittelbar neben dem Eschenbachgraben angelegte Fußweg stellt für Bürgermeister Marcus Gradl einen weiteren Sicherheitsgewinn dar.

Eschenbach03.08.2020

Der Wegebau über eine Länge von 270 Meter ist im Zusammenhang mit dem Bau einer Wasserleitung zwischen TÜV und SCE-Heim zu sehen. Diese Maßnahme dient der Vervollständigung der Ringleitung der Wasserversorgung. Ergänzend dazu hatte der Stadtrat beschlossen, angelehnt an die neue Wasserleitung einen Fußweg anzulegen, für den zunächst eine bodengebundene Decke angedacht war. Da diese Decke einen Pflegemehraufwand nach sich gezogen hätte, entschied sich das Gremium im Verlauf der weiteren Planung für eine „pflegeleichte Bitumendecke“.

Der erste Teilabschnitt des neuen Fußweges, zwischen Einmündung Fußweg vom Rosenweg und SCE-Heim, erhielt eine Pflasterung, die sich deutlich vom noch begleitenden Sommerleitenweg abhebt. Verbunden mit der Anlage des Fußwegs war die Befestigung der Parkplätze neben der Fahrstraße. Die Stellplätze sind abgetrennt durch Ahornbäume, die die Waldjugend im Jahr 1998 gepflanzt hat. Anlass dazu waren die Sanierungsarbeiten am Marienplatz. Altes anfallendes Schottermaterial war unmittelbar angrenzend an die Sportplatzstraße in zwölf unterschiedlich große ausgekofferte Flächen eingebracht worden, die als Stellfläche für mindestens 60 Autos dienten. Unterbrochen waren sie durch etwa 2,5 Meter breite Humusstreifen, die sich für eine Bepflanzung gerade anboten. In Eigeninitiative grub vor 22 Jahren Horstleiter Walter Seltmann aus einer verwilderten Parkanlage 13 junge Ahornbäume aus und transportierte sie in die Rußweiherstadt, wo sie die jungen arbeitsfreudigen Waldläufer zu einer kleinen Allee pflanzten. Als Repräsentant der Stadt verfolgte dritter Bürgermeister Martin Schusser das emsige Treiben und zeigte sich angetan vom großen Engagement der Gruppe.

Wie Bürgermeister Gradl versichert, steht der Lückenschluss des Fußwegs zwischen SCE-Anlagen und Generationenpark noch bevor. Er wird mit der Anlage eines kleinen Parkplatzes neben der Einmündung der „Fischerberg-Straße“ in den Sommerleitenweg erfolgen.

Die 1998 durch Schottermaterial vom Marienplatz geschaffenen Autostellplätze haben eine neue Befestigung erhalten. Bild: rn
Die 1998 durch Schottermaterial vom Marienplatz geschaffenen Autostellplätze haben eine neue Befestigung erhalten.
 
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