31.07.2020 - 10:00 Uhr
EschenbachOberpfalz

SC Eschenbach: Dank Sponsor vieles aufpoliert

Der neue Hauptsponsor ermöglichte dem SC Eschenbach zahlreiche Sanierungsmaßnahmen. Seine Anlagen spielen - wie der Jahresbericht 2019 zeigt - in sportlicher, aber auch in gesellschaftlicher Hinsicht eine dominante Rolle in der Stadt.

Aus "Wertschätzung des Vereins" ernannte Thomas Mikolei die Leichtathletikspartenleiterin Hannelore Ott zum Ehrenmitglied des SC Eschenbach.
von Walther HermannProfil

Der SCE gleicht einem Wirtschaftsunternehmen, das die Pflege und Förderung des Sports zum Vereinszweck erklärt hat. Geschäftsführender Vorsitzender Thomas Mikolei drückte sich „vorsichtig“ aus, als er in der Festhalle Corona bedingt von einer der „längsten Vorstandszeiten beim SCE“ sprach und neben den in sicheren Abständen sitzenden Mitgliedern auch die drei Bürgermeister, zehn Stadt- und Kreisräte sowie Stadtverbandsvorsitzenden Dieter Kies willkommen hieß. Zur künftigen Vorstandschaft, der 1. Vorsitzende Matthias Haberberger war im Februar 2019 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten, kündigte er einen Umstrukturierungsvorschlag an (wir berichteten).

Priorität im Bericht des geschäftsführenden Vorstands nahm der neue Hauptsponsor Rogers Germany ein, „ohne den viele Sanierungsmaßnahmen nicht möglich gewesen wären“. Zu den vorgenommenen Sanierungsmaßnahmen zählte er Trikotzimmer im Altbau, Boden, Notbeleuchtung, Wandverkleidung und Umstellen auf Gasheizung in der Festhalle sowie Sanierung des Kühlraumes. Zur Sportstättenbauförderung merkte Mikolei kritisch an, dass Nachbarvereine bei größeren Baumaßnahmen 30 bis 35 Prozent mehr Förderung erhalten würden.

"Ständig neue Rekorde"

Zu den „unterschiedlichsten Aktivitäten“ des Vereins zählte er Christbaumaktion, die 5. Armin-Eck-Fußballschule als „größte Fußballschule der Umgebung“, den „überwältigenden Run“ auf die Aktion „Lauf 10“, den 28. Triathlon, Leichtathletikveranstaltungen und Hallenturniere im Fußballbereich. Ergänzend dazu wertete er zehn schwarze Gürtel bei den Karatekas, den „wahnsinnigen Zulauf“ bei der Tischtennis-Abteilung, acht gemeldete Mannschaften bei den Keglern, Speerwurftalente mit „ständig neuen Rekorden“, den QiGong-Kurs der Skiabteilung und deren zweite Fahrt nach Serfaus als Nachweis für eine lebendige Sportgemeinschaft.

Soccer-Arena: Eine Bereicherung

In der Umstellung auf LED-Leuchten, der Heizungserneuerung, der Verwendung von Mehrwegbechern und dem Aufstellen von 13 neuen Abfalleimern auf dem Sportgelände sah Mikolei einen Beitrag zum Umweltschutz. „Die Umstellung der Mäharbeiten auf dem A-Platz auf Rasenmähroboter erleichtert den freiwilligen Helfern die Arbeit“, versicherte der Geschäftsführer und kündigte als Ausgleich eine Blumenwiese für Bienen an. Mit „Was lange währt, wird endlich gut“ kommentierte er den Bau der Soccer-Arena, das größte Projekt seit dem Sportheimanbau. Er dankte den zahlreichen freiwilligen Helfern und erkannte in der Anlage eine Bereicherung für das Sportgelände und für die Freizeitgestaltung in der Stadt.

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„Die letzte Sportlerehrung fiel wegen Corona aus“, bedauerte der Geschäftsführer und bat die „neue Stadtführung“ um Fortführung dieser langen Tradition. Neben den Sponsoren aus Wirtschaft, Kreditinstituten und Förderverein und den unermüdlich ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern – sie bringen sich jährlich mit zirka 1300 Arbeitsstunden ein – erwähnte er auch die Unterstützung durch die Feuerwehr, die eine verstopfte Dachrinne reinigte.

Hannelore Ott jetzt Ehrenmitglied

Hannelore Ott, seit 1972 Abteilungsleiterin Leichtathletik, überraschte Mikolei mit der Ernennung zum Ehrenmitglied des SCE. Sie habe Eschenbach zur Kaderschmiede für Wurfdisziplinen gemacht, aus der Oberpfalz-, bayerische und deutsche Meister hervorgingen. In Anerkennung ihrer „seit Jahrzehnten herausragenden Arbeit als Koordinatorin, Managerin und Trainerin im Bereich Leichtathletik“ hatte Ott bereits die Auszeichnung „Ehrenamtlicher des Jahrs 2019“ für den Bezirk Oberpfalz des Bayerischen Landessportverbandes erhalten.

In seinem Kassenbericht sprach Ulrich Hesl von der Zunahme an Vereinsvermögen und einer abnehmenden Schuldenbelastung. Er bedauerte den Rückgang von Spenden und staatlicher Förderung. Längere Zeit nahm das erforderliche Verlesen der 16 Seiten umfassenden neuen Vereinssatzung in Anspruch, die einstimmig angenommen wurde.

Hintergrund:

"Veranstaltungshalle erfolgreiches Nischenprodukt"

Geschäftsführender Vorsitzender Thomas Mikolei ging in der Jahreshauptversammlung noch einmal auf die aus Sicht des SCE abwertenden Äußerungen zur SCE-Veranstaltungshalle ein. Er erklärte: „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, wie man das Ehrenamt so abwerten und mit Füßen treten kann. (…) Wir stellen weiterhin unsere Halle allen Vereinen und Interessenten kostengünstig zur Verfügung.“

Mikolei sieht in der Halle ein erfolgreiches Nischenprodukt, das keine „unbrauchbare Publicity“ benötige und nannte als Beispiele Starkbierfest der Pilots, Jugendjam des Jugendforums, „Eschenbach feiert“ des KSV, Stadtmeisterschaft Kegeln, Faschingskehraus, Georgslauf der Pfadfinder, Jahreshauptversammlungen von Vereinen und Tanzveranstaltungen der Faschingsgesellschaft.

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