19.04.2021 - 11:01 Uhr
Eschenfelden bei HirschbachOberpfalz

Neuer Trägervertrag für Kindergarten Eschenfelden soll bis September fertig sein

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Sechs der zwölf Krippenplätze in Eschenfelden sind zum Start im September vergeben; zwei weitere Kinder kommen im Januar. Die politische Gemeinde sorgt jetzt für Planungssicherheit im Kindergarten.

Rathaus und Kindergarten (rechts hinten) liegen in Eschenfelden nur 100 Meter voneinander entfernt. Zwischendrin steht das Gebäude der Nahwärme, das beide versorgt.
von Jürgen LeißnerProfil

Über das weitere gemeinsame Vorgehen berieten sich der Gemeinderat Hirschbach und der Betreiber des St.-Johannes-Kindergartens in Eschenfelden, die evangelische Kirchengemeinde. Pfarrer Matthias Ahnert aus Edelsfeld, der Eschenfelden seit dem Weggang von Pfarrer Konrad Schornbaum vorübergehend mitbetreut, und Kindergartenleiterin Svenja Rasch gaben einen aktuellen Überblick.

Zur Freude des Personals sei eine weitere Erzieherin eingestellt worden, die Anfang April ihren Dienst angetreten hat. Die Einrichtung sei voll belegt. Um zum neuen Kindergartenjahr im September dann auch mit der Krippe starten zu können, werde eine weitere Kinderpflegerin benötigt. Dafür lägen, nach intensiver Werbung, nun auch Bewerbungen vor.

Kindergarten Eschenfelden rüstet sich für Zukunft

Eschenfelden bei Hirschbach

Da der aktuelle Trägervertrag aber noch keine Krippengruppe vorsieht, baten Ahnert und Rasch um finanzielle Rückendeckung der Gemeinde, damit die Stelle nach den Vorstellungsgesprächen an eine der Kandidatinnen ab Juni vergeben werden könne. Eine "anständige Einarbeitung und Integration in das bestehende Team" sah die Leiterin als Grundlage für eine optimal laufende Einrichtung an.

Von den zwölf Krippenplätzen ab September seien sechs von Beginn an belegt; für weitere zwei Kinder seien ab 2022 Plätze gebucht. Für die verbleibenden freien Plätze nehme sie "jederzeit gerne Anmeldungen entgegen", sagte Svenja Rasch.

Pfarrer Matthias Ahnert erklärte, die Kirchengemeinde verstehe sich als Dienstleister für die politische Gemeinde, denn diese müsse per Gesetz Krippen- und Kindergartenplätze zur Verfügung stellen. Im Gegenzug erbat er Unterstützung für die Ersteinrichtung der Krippe im Interims-Quartier im Schulhaus und - nach der Sanierung des Kindergartens - womöglich auch für die Anschaffung von neuem Inventar. Das mache den Umzug vielleicht noch mit, aber irgendwann werde Ersatz gebraucht.

"So wie wir hier sitzen, haben wir den Umbau des Kindergartens beschlossen. Nun gilt es auch den weiteren Weg zu unterstützen, denn wir wollen und brauchen einen attraktiven Kindergarten", führte Dritter Bürgermeister Richard Leißner aus. Der gleichen Meinung war Zweiter Bürgermeister Stefan Steger. Er forderte die zeitnahe Ausgestaltung eines neuen Trägervertrages, der die Kinderkrippe einschließt und ein mögliches Defizit regelt.

Gemeinderat Armin Linhard befürchtete kein finanzielles Risiko für die Gemeinde in der vorzeitigen Einstellung der Kinderpflegerin. „Wir reden hier von zwei Monaten“, meinte er. Bürgermeister Hermann Mertel sah bei der Neueinrichtung nach der Sanierung den Träger in der Pflicht, sich finanziell zu beteiligen. Für Einrichtung der Krippe möchte der Gemeinderat in der nächsten Sitzung Angebote auf dem Tisch haben. Um der Kirchengemeinde die entsprechende Planungssicherheit zu geben, stimmte der Gemeinderat zu, die bestehende Defizitvereinbarung von maximal 20 000 Euro pro Kindergartenjahr bis zum Abschluss eines neuen Vertrages auszusetzen.

Zweiter Bürgermeister Stefan Steger nahm Pfarrer Ahnert in die Pflicht, denn unter seinem Vorgänger habe der Abschluss des Vertrages fast zehn Jahre gedauert. Spätestens zum Start des neuen Kindergartenjahres wolle er das abgehakt haben, sagte Ahnert zu und dankte für die Unterstützung der Gemeinde.

Für die Sanierung des Kindergartens in der Rathausstraße wurden, wie Bürgermeister Mertel bekanntgab, im nichtöffentlichen Teil der März-Sitzung die Planungsleistungen für Heizung, Sanitär und Lüftungseinrichtungen an das Ingenieurbüro Kunkel aus Zwickau vergeben. Sie belaufen sich auf 31 800 Euro. Das Kindergartengebäude bezieht seine Wärme von der örtlichen Nahwärmeversorgung der Energie Eschenfelden GmbH.

Bürgermeister sieht keinen Bedarf für Schnellteststation

Hirschbach
Vor dem Start der Krippe im September möchte Kindergartenleiterin Svenja Rasch die neue Kollegin dort noch einarbeiten und hofft auf eine Besetzung der Stelle ab Juni.

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