13.10.2021 - 10:37 Uhr
EslarnOberpfalz

Eslarner Atzmannsee erhält Spiel- und Badelandschaft

Der Marktrat macht sich die Entscheidung nicht leicht. Bürgermeister Reiner Gäbl rechnet nach der Umsetzung des Projekts aber mit einem Zulauf an Gästen.

Der Atzmannsee soll mit einer Spiel- und Badelandschaft aufgewertet werden.
von Josef PilfusekProfil

Die Entscheidung über die Vergabe der Landschaftsbauarbeiten zur Errichtung einer Spiel- und Badelandschaft für größere und kleinere Kinder am Atzmannsee hat sich der Marktrat nicht leichtgemacht. „Im Haushaltsplan sind die Mittel zur Verfügung gestellt“, sagte Bürgermeister Reiner Gäbl in der Sitzung am Dienstag und ergänzte: „An Planungskosten sind bereits 60.000 Euro ausgegeben.“ Die Kommune sei bei der Bewertung des Projekts aus dem Förderprogramm auf Platz zwei von 38 Kommunen gelandet. Nachdem das Gremium die Vergabe der Arbeiten am 8. Dezember 2020 abgelehnt hatte, wies der Rathauschef hin, dass 2022 der Abschluss erfolgen müsse. Die Gesamtkosten bezifferte er auf 49.2991,42 Euro.

Wolfgang Voit (CSU) sah zwar Handlungsbedarf, sprach wegen des kommunalen Eigenanteils bei der Festzuwendung von 200.000 Euro aber von einer „Schmerzgrenze“. Deshalb schlug er vor, in die Planungen reinzugehen und nach günstigeren Lösungen zu suchen. „Ich kann mich mit der Badelandschaft nicht anfreunden“, kommentierte Albert Grießl (FWG) das Projekt und befürchtete in Bezug auf die Pflege viel Arbeit. Zu teuer war es auch für Thomas Kleber (CSU).

Von einer „Investition in Kinder“ sprach dagegen Siegfried Wild (SPD). Umfragen hätten ergeben, dass die Bevölkerung dahinterstehe. Auf viel positives Feedback verwies dritter Bürgermeister Bernd Reil (FWG). „Ich möchte mir nicht nachsagen lassen, nichts für Kinder zu tun. Als Jugendbeauftragter stehe ich hinter dem Projekt.“ Aufgrund der Kostensteigerungen sollte der Markt laut Christian Schmucker (SPD) nicht mehr länger mit der Umsetzung warten. „Es wird nicht günstiger“, war der Ratsherr sicher. „Wir dürfen das Projekt nicht schlechtreden“, machte sich Gäbl für die Auftragsvergabe stark und hatte schließlich die Stimmen der SPD-Fraktion und von Reil hinter sich.

Nach der Empfehlung eines Gutachters ist der Atzmannsee eine Badestelle

Eslarn
  • Breitbandausbau vorantreiben

Einig war sich das Bremium, den Breitbandausbau nach der Förderrichtlinie des Bundes und der Kofinanzierungsrichtlinie des Freistaats voranzutreiben. Dazu verwies Geschäftsleiter Georg Würfl auf die Information von Diplom-Ingenieur Günther Pichlmaier von der Corwese GmbH. Nach dieser beträgt der kommunale Eigenanteil bei einer Kombination von Bundes- und Landesmitteln 477500 Euro, bei einer Förderung nur nach dem bayerischen Gigabitprogramm 739.141 Euro. „Der Ausbau betrifft die Gemeindeteile im Außenbereich“, sagte Würfl. „Für den Innenbereich hat Vodafone/Kabel Deutschland einen eigenwirtschaftlichen Ausbau im Gigabitbereich für die nächsten Jahres angekündigt.“ Am Ende stand das einstimmige Votum mit der Beauftragung der Corwese GmbH für die Markterkundung.

  • Kein Zuschuss für Mähroboter

Keine Zustimmung fand der Antrag des TSV, den Kauf des Mähroboters für 15.671 Euro mit 50 Prozent zu bezuschussen. Dazu verwies Gäbl auf die 8000 Euro Zuschuss von 2016 für den Rasentraktor, der noch im Einsatz sei. Mit 8:7 Stimmen lehnte das Gremium den Antrag ab. Einig war sich der Marktrat, die Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter dem aktuellen Rechtsstand anzupassen.

 

 

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