08.08.2019 - 10:20 Uhr
EslarnOberpfalz

Vorfahrtsregelung soll Engstelle entschärfen

Eslarn beteiligt sich innerhalb der Städtebauförderung an der Neugestaltung der Kreisstraße NEW 34/Brennerstraße. Mit zwei Gegenstimmen traf der Marktrat in der Sitzung die entsprechende Entscheidung.

Ein beidseitiger, 90 Zentimeter breiter Gehweg wird entlang der Brennerstraße für eine Engstelle sorgen. Der Begegnungsverkehr wird dann mit Verkehrszeichen geregelt. Die Sichtverhältnisse sind laut Bürgermeister Reiner Gäbl ausreichend, so dass sich begegnende Fahrzeuge, vor allem Lastwagen, rechtzeitig sehen können.
von Walter BeyerleinProfil

Bürgermeister Reiner Gäbl erinnerte daran, dass der Landkreis Neustadt bereits 2014 die Mittel für den Ausbau der Kreisstraße bereitgestellt hat. Letztmals sei am 29. Juli mit den Anliegern über den Ausbau gesprochen worden. Das Marktoberhaupt räumte dabei kritische Anmerkungen seitens der Anlieger ein, erkannte aber auch Zustimmung zum Vorhaben.

Albert Grießl sah wegen der Enge im Bereich der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt die Notwendigkeit, nur auf der rechten Straßenseite ortsauswärts einen Gehweg anzulegen und diesen auch noch abzusenken. Dann sei es aber sehr schwierig ins Gotteshaus zu kommen, entgegnete Gäbl. Außerdem stünden dann die Bewohner der Häuser in Fahrrichtung links ortsauswärts beim Verlassen ihrer Häuser unmittelbar auf der Straße.

Josef Grießl sah in der entsprechenden Verkehrsbeschilderung und den sich daraus ergebenden Vorfahrtsregelungen keine Lösung des Engstellenproblems. Gäbl verwies auf die bisherigen Gespräche, auch mit dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach, in denen klar eine Entscheidung für beidseitige, 90 Zentimeter breite Gehwege fiel. Im Bereich Kommunbrauhaus ergebe sich eine andere Situation, so dass dort nur auf der rechten Seite, also an diesem gemeindlichen Gebäude, ein Gehweg gebaut werde. Der Rathauschef war überzeugt, dass die Vorfahrtsregelung innerorts im Bereich Kirche eine Verbesserung gegenüber der jetzigen Situation bringen wird. Der Engpass im Bereich Kirche sei etwa 15 Meter lang und aus beiden Richtungen einsehbar, betonte Gäbl. Deshalb sei eine Vorfahrtsregelung mittels Beschilderung durchaus der gangbare Weg.

Einstimmig beschloss das Gremium den Ausbau von 300 Metern der Straße von Burkhardsrieth nach Heumaden im Bereich des Ortsteils Riedlhof. Es handelt sich um eine Teilstrecke von Riedlhof bis zur Stadtgrenze Pleystein, die vor Jahren bei einem Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße ausgeklammert worden war. Mit dem einstimmigen Beschluss wird die Zuständigkeit zum Ausbau der Trasse der Stadt Pleystein übertragen, in deren Bereich der überwiegende Straßenausbau erfolgt. Damit würde Eslarn keine eigene Baustelleneinrichtung benötigen, auch die Ausschreibungen und Abrechnungen fallen in die Zuständigkeit von Pleystein, informierte Gäbl. Keine Einwände hatte der Marktrat gegen die Aufhebung des Bebauungsplans „Nord-West“ der Stadt Pleystein.

Einstimmig bestätigte das Gremium Georg Rauch, Westendstraße 3, als neuen zweiten Feuerwehrkommandanten. Entsprechend der Stellungnahme von Kreisbrandrat Marco Saller muss Rauch noch den Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr“ absolvieren.

Der Bürgermeister informierte weiter über den Abschluss der Arbeiten an Kanal und Wasser im Bereich Schellenbach. Ausdrücklich dankte er den Anliegern für das „lange Verständnis“ für die hingenommenen Einschränkungen und Behinderungen.

Siegfried Wild sprach ein Gerücht über die Verwahrlosung des Spielplatzes am Schlehenweg an. Dazu erklärte Gäbl, dass dieser Spielplatz laut Beschluss des Hauptausschusses vom 7. Juni 2018 geschlossen sei. Eine Überprüfung habe gezeigt, dass die dort aufgestellten Spielgeräte defekt seien.

Gäbl bat die Hauseigentümer im Bereich Schellenbach, ihre Grundstücksentwässerungen an den neuen Drainagekanal anzuschließen. Die Messergebnisse an der Kläranlage hätten deutlich einen erhöhten Fremdwasserzufluss gezeigt. Anders lautende und verbreitete Informationen, das Drainagewasser weiterhin in die gemeindliche Kanalisation leiten zu dürfen, seien schlicht falsch, erklärte der Rathauschef. Die Gemeindebücherei hat von der Bayerischen Staatsbibliothek einen Zuschuss von 1.400 Euro zur Erhöhung des allgemeinen Bestandes erhalten, berichtete er abschließenden.

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