17.06.2020 - 12:41 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Corona-Krise zwingt zu mehr Aufsichtspersonal im Freibad Etzelwang

Um die Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Krise erfüllen zu können, besteht bei Öffnung des Freibads Etzelwang ein erhöhter Bedarf an Helfern. Interessierte sollten sich beim Förderverein oder beim Bürgermeister melden.

In Kürze öffnet das Freibad Etzelwang. Die Schutzmaßnahmen als Folge der Corona-Krise erfordern eine größere Anzahl an Aufsichtspersonal. Interessenten sollten sich beim Förderverein oder der Gemeinde melden.
von Leonhard EhrasProfil

Die Abstandsregeln während der Corona-Krise zwangen den Gemeinderat Etzelwang zu seiner Sitzung in die Schulturnhalle. Die Öffnung des Freibads Etzelwang steht in Kürze bevor. Gemeinderat Ernst Scharr erstellte wegen der Corona-Einschränkungen ein Schutzkonzept für die Nutzung des Freibads und die Außenanlage. Um die Vorschriften - wie die Abstandsregel - einhalten zu können, werde zusätzliches Aufsichtspersonal erforderlich. Interessierte, die im Freibad diesen Dienst übernehmen würden, sollen sich beim Förderverein oder in der Gemeinde melden.

Gemeinderat Günther Renner empfahl, angesichts der Einschränkungen und des Einnahmeverlusts während der Corona-Krise prüfen zu lassen, ob über ein Förderprogramm die Bädergemeinden für ihre Verluste entschädigt werden können.Bei der Bürgerfragemöglichkeit erkundigte sich Richard Regler über die Erweiterung der Glasfaseranschlüsse in Kirchenreinbach bis an die Häuser. Bürgermeister Roman Berr versicherte ihm, dass das Anliegen in Vorbereitung sei auch im Blick auf die Kostenfrage.

Dem Gremium lag ein Tekturantrag vor wegen der Genehmigung von Grundstücksbefestigung und Auffüllung für den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Doppelcarport im Baugebiet Schlossblick. Wegen verschiedener Abweichungen von den Vorgaben des Bebauungsplans will der Bauausschuss sich zunächst ein Bild vor Ort machen. Für den Schlossblick lag außerdem ein Bauantrag vor für ein Einfamilienhaus mit Garage und Carport. Der Gemeinderat stimmte zu. Ebenso beim Anbau und der Gaubenverbreiterung bei einem bestehenden Einfamilienhaus am Anger.

In Kirchenreinbach sind im Rahmen der Dorferneuerung am Anfang zum Achtler Weg und am Feuerwehrgerätehaus Asphaltierungsarbeiten vorgesehen. Sie werden laut Beschluss nun bis zur Einmündung in die Kreisstraße fortgesetzt. Die Kosten für die zusätzlichen 150 Meter belaufen sich auf rund 10 000 Euro. Gemeinderätin Sonja Kurz empfahl, den kürzlich angebrachten Trichter zur Erleichterung der Einfahrt von der Kreisstraße in den Achtler Weg beizubehalten.

Der Gemeinderat beschloss, im östlichen Ortsbereich von Kirchenreinbach in die Fahrbahn Pflasterkeile einzufügen, um die Kraftfahrer zur Reduzierung der Geschwindigkeit zu veranlassen. Diese Aktion erfordert einen Planungsauftrag, der einstimmig erteilt wurde. Zur Diskussion ergänzte Gemeinderätin Lydia Zahner, dass zur Ablehnung der 30 km/h-Zone durch den Ort auch eine Rechts-vor-Links-Regelung in der Dorfstraße durch Kirchenreinbach von der Verkehrsbehörde abgelehnt werde. Gemeinderätin Sonja Kurz hätte auch für die westliche Ortseinfahrt am Kirchenweg eine Maßnahme zur Geschwindigkeitsreduzierung gewünscht.

An der Kläranlage sind sicherheitstechnische Mängel erkannt worden. Der Gemeinderat beschließt, die heimische Firma Andreas Fenzel mit der Herstellung der erforderlichen Ergänzung zu beauftragen. An Kosten wird mit rund 7 500 Euro gerechnet. Die Baumaßnahme erfolgt mit Einsatz der Klärwärter.

Um die Voraussetzungen für die von der Firma Telekom geforderte Mindestmenge an Neuanschlüssen an das Breitbandnetz erreichen zu können, schlossen sich die drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen zusammen mit den noch ausstehenden Objekten, die bisher keinen Breitbandanschluss haben. Die davon betroffenen Baumaßnahmen der Gemeinde Etzelwang kosteten ursprünglich 44 521 Euro. Inzwischen bewirkte eine eklatante Kostensteigerung den Aufwand von 67 900 Euro für diese Aktion. Nach Abzug der 90 Prozent Förderung blieben an der Gemeinde 6 790 Euro Eigenanteil hängen. Um die Kosten zu senken sieht Gemeinderat Gerhard Pirner nicht bei allen aufgeführten Objekten die Notwendigkeit eines Glasfaseranschlusses. Das Gremium nimmt vor einem endgültigen Beschluss noch Rücksprache bei einer Beratungsfirma.

Die Auflösung des Hauptschulverbandes Neukirchen-Königstein nach Ende des Schuljahrs 2018/2019 erfordert eine Abwicklung des Vermögens. Nach der durchschnittlichen Schülerzahl berechnet, erhält die Gemeinde Etzelwang Einnahmen in Höhe von 12 195 Euro.

Bei Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlichen Sitzungen nannte Bürgermeister Roman Berr die Zustimmung des Gemeinderats zur Überweisung der Mehrkosten an das Landratsamt Amberg-Sulzbach in Höhe von 4545 Euro für eine Änderung beim Brückenbau in der Kreisstraße über den Reinbach (an der südlichen Einfahrt zum Wertstoffhof).

Mit der Erstellung des Gewässerentwicklungskonzepts wurde das Büro Neidl und Neidl in Sulzbach-Rosenberg beauftragt. Die Kosten dafür belaufen sich auf 22 125 Euro.

Für die Neugestaltung der Dorfstraße Kirchenreinbach und der Straße nach Neutras kommen für eine Baugrunduntersuchung durch die Firma IMH Kosten in Höhe von 3 218 Euro auf die Gemeinde zu.

Mit dem Landschaftspflegekonzept wurde die Firma Trepesch, Amberg, betraut. Sie erwartet dafür 7200 Euro. Die Gemeine tilgt den Restbetrag eines Kredits in Höhe von 143 213 Euro. In Kirchenreinbach wird eine Ladestation errichtet. Hierfür wird mit der N-Ergie ein Vertrag geschlossen.

Aufgrund der Corona-Krise ermächtigt der Gemeinderat den Bürgermeister Gewerbesteuer auf Antrag zu stunden, Vollstreckungsmaßnahmen wegen Steuerschulden auszusetzen und auf Säumniszuschläge zu verzichten. Dies alles bis 31.12.2020. Die schadhafte Straße Zum Steinberg erhält eine neue Deckschicht. Die Kosten belaufen sich auf rund 30 000 Euro. Für die Kläranlage wird ein Schlammentwässerungsaggregat mit Schneckenpresse erforderlich. Beim Bau des Dorfpavillons in Kirchenreinbach muss die Gemeinde mit drastischen Preiserhöhungen rechnen. Der Gemeinderat beschloss den Fiat Florina Kastenwagen für die Kläranlage zum Preis von 8700 Euro zu erwerben.

Unter Punkt "Verschiedenes“ empfahl der Bürgermeister, Vorschläge für die Ernennung eines Jugendbeauftragten abzugeben.

Für eine Klausur, bei der die Gemeinderäte über Verbesserungen in der Gemeinde beraten, will Roman Berr einen Termin vereinbaren. Ein Corona-Sicherheitskonzept für Versammlungen der Vereine sei in Vorbereitung. Geschäftsstellenleiterin Kerstin Brüning gab bekannt, dass die zunehmenden Aufgaben der Bauverwaltung die Einstellung einer weiteren Fachkraft notwendig machen. Manfred Stollner wird weiterhin mit den praktischen Arbeiten betraut, während die neue Kraft überwiegend baurechtliche Aufgaben übernimmt.

Gemeinderat Harald Heinl reklamierte den noch nicht behobenen Straßenschaden vor dem Friseursalon „Struwelliese“.

Um Schäden an der Asphaltfahrbahn zu vermeiden, forderte Gemeinderätin Sonja Kurz eine Tonnagebegrenzung für schwere Lastkraftwagen. Außerdem erkundigte sie sich, ob die Schulbuslinie nach Neutras auch im neuen Schuljahr erhalten bleibt.

Ausbesserungsarbeiten an der Auffahrt zum Sportgelände bat Gemeinderat Benjamin Rischkau vorzunehmen.

Gemeinderätin Regina Kliem erkundigte sich danach, ob die Ergänzung der Straßenbeleuchtung Zum Hoch mit einer insektenfreundlichen Leuchte ausgestattet ist, was bejaht wurde. Außerdem sprach sie die Einrichtung eines Hundeklos an, um die Verunreinigung der Wiesen durch die Exkremente der Vierbeiner zu verhindern. Ihre Frage nach dem Grundwasserspiegel nach den niederschlagsarmen Jahren beantwortete Gemeinderat Gerhard Pirner als 2. Vorsitzender des Wasserzweckverbands der Bachetsfeldgruppe mit dem Hinweis, dass der Spiegel nur geringfügig gesunken sei. Dadurch sei aber die Wasserversorgung nicht gefährdet.

Gerhard Pirner machte auf die Absicht der Deutschen Bahn aufmerksam, für die Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg-Marktredwitz und Nürnberg-Schwandorf Hochspannungsleitungen zu bauen, die quer über das Lehental geführt werden. Er empfahl, die Onlineveranstaltung am Dienstag, 23. Juni, um 18 Uhr zu nutzen, um weitere Informationen zu erhalten.

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