18.09.2019 - 11:46 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Gemeinde Etzelwang bringt Sanierung von Straßen auf den Weg

Auf fast drei Millionen Euro summieren sich die Ausgaben für zwei Gemeindeverbindungsstraßen und die Ortsdurchfahrt in Kirchenreinbach. Thema in der Sitzung des Gemeinderats ist aber auch das Mobilfunknetz.

Die Beschränkung auf ein Gesamtgewicht von 30 Tonnen für die kurze Brücke der Kreisstraße über den Reinbach (am linken Bildrand) zwingt den schwereren Warenverkehr der Kirchenreinbacher Betriebe zu weiträumigen Umfahrungen. Eine Änderung mit der Vorgabe auf eine maximale Achslast würde Abhilfe schaffen.
von Leonhard EhrasProfil

Der Gemeinderat einigte sich in einer Sitzung im Gemeindestadel darauf, die Ortsdurchfahrt von Kirchenreinbach neu zu asphaltieren und die Betonrinnen auszutauschen. Um den Durchgangsverkehr einzubremsen, zeichnen sich Baumpflanzungen als wirkungsvollere Lösung statt der angedachten Schikanen ab. Dies haben Beratungen mit dem Ingenieurbüro ergeben. Die Straßensanierung kostet rund 450 000 Euro.

Gemeinderat Günther Renner regte an, mehrere Geschwindigkeits-Messgeräte anzuschaffen. Gemeinderat Gerhard Pirner bestand darauf, in den Beschluss den Hinweis aufzunehmen, dass damit die Petition der Interessegemeinschaft in Kirchenreinbach bearbeitet sei.

An der Abzweigung nach Kirchenreinbach führt die Kreisstraße AS 39 über den Reinbach. Für die dortige Brücke gilt seit einiger Zeit eine Beschränkung auf 30 Tonnen Gesamtgewicht. Dies zwingt schwere Transporte von und zu den Betrieben im Ort zu ausgedehnten Umwegen. Dieses Problem sprach Gemeinderat Klaus-Dieter Schurath an und bekam Unterstützung von Günther Renner. Er brachte als Alternative eine Beschränkung der Achslast für diese schmale Brücke ins Gespräch. Damit könnte Kirchenreinbach von schwereren Fahrzeugen wieder direkt angefahren werden.

Einstimmig beschloss das Gremium, die Gemeindeverbindungsstraße Lehendorf - Neutras auf einer Länge von rund drei Kilometer und einer Breite von 4,5 Metern zu erneuern. Die Maßnahme kostet rund 1,4 Millionen Euro. Die Förderung beträgt 60 Prozent. Gemeinderat Markus Wagner dachte an die großen Landmaschinen und plädierte für eine breitere Straße. Bürgermeister Roman Berr will darüber mit dem Planungsbüro sprechen. Für die Gemeindeverbindungsstraße Kirchenreinbach - Schmidtstadt, deren Sanierung rund 1,08 Millionen Euro kostet, fasste der Gemeinderat ebenfalls einen Grundsatzbeschluss. Ihm folgt die Einholung von Angeboten.

In der Gemeinde Etzelwang gibt es verschiedene Stellen, an denen kein Mobilfunk zu empfangen ist. Der Gemeinderat musste eine Priorisierung für Standorte neuer Masten treffen, um die Funklöcher zu schließen. Er entschied sich zuerst für das Lehental, danach für Neutras, dann für Hauseck, anschließend für die Kläranlage und zuletzt für eine landwirtschaftliche Fläche bei Schmidtstadt.

Dem Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage im Baugebiet Schlossblick, einem Umbau am Höhenweg in Etzelwang und einer Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage in Lehenhammer stimmte der Gemeinderat zu.

Die Jahresrechnung für das Jahr 2018 der Gemeinde Etzelwang schließt mit 2 168 873,36 Euro im Verwaltungshaushalt und mit 1 209 712, 37 Euro im Vermögenshaushalt. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt belief sich auf 185 353,69 Euro. Den allgemeinen Rücklagen konnten 234 531,44 Euro zugeführt werden.

Dass er öffentliche Ratssitzungen großteils in den Gemeindestadel einberuft, begründete Bürgermeister Roman Berr mit den wenigen Gasthäusern in der Gemeinde und ihren Ruhetagen. Außerdem verfüge der Gemeindestadel über technische Hilfen für die Beratungen.

Gemeinderätin Lydia Zahner empfahl, die Anzahl der drei- bis sechsjährigen Kinder zu erkunden, die 2020/2021 für den Kindergarten erwartet werden, um rechtzeitig Vorbereitungen treffen zu können. Um Unfällen in der engen und unübersichtlichen Ortsdurchfahrt in Ziegelhütten vorzubeugen, forderte Gemeinderat Klaus Strobel Hinweisschilder auf spielende Kinder. Als Seniorenbeauftragter bat Gemeinderat Willfried Schmidt, beim nächsten Treffen des Bauausschusses einen Standort für das Mitfahrbankl festzulegen.

Info:

Themen aus der Bürgerfragestunde

Eine Beschwerde brachte Richard Regler darüber vor, dass seine Petition für eine Zone 30 in Kirchenreinbach noch immer nicht auf der Tagesordnung des Gemeinderats gestanden habe. Bürgermeister Roman Berr machte ihn auf den Punkt über die Sanierung der Ortsdurchfahrt aufmerksam.

Robert Wagner zeigte sich zufrieden, dass der Bus seit Beginn des neuen Schuljahrs die Kinder in Neutras zur Mittelschule nach Sulzbach-Rosenberg abholt. Darüber hinaus forderte er aber, dass sie auch wieder nach Neutras zurückgebracht werden. Der Bürgermeister sprach das unterschiedliche Unterrichtsende in den einzelnen Klassen an, das für wenige Kinder mehrere Busfahrten nach Neutras erfordern würde. Deshalb appellierte er an die Eltern, ihre Kinder auf dem Heimweg in Lehendorf abzuholen.

Ein zweites Anliegen von Robert Wagner war die Ausbesserung der Straße Neutras – Schmidtstadt. Zwei Bürgermeisterin Lydia Zahner erklärte dazu, dass die Maßnahme in Vorbereitung sei. Vorher müsse aber die Wasserführung an verschiedenen Stellen geklärt werden.

Warum der Vertrag mit dem Tierheim Amberg gekündigt wurde, wollte Ingrid Mallmann wissen. Um Geduld bat Bürgermeister Berr. Die Gründen würden offengelegt, sobald der Geheimhaltungsgrund entfallen sei.

Nach dem beabsichtigten Standplatz für das Schulbus-Wartehäuschen in Penzenhof erkundigte sich Fritz Schuhmann. Auch für ihn gibt es die Antwort erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.