12.08.2019 - 11:12 Uhr
EtzelwangOberpfalz

Tag der Betriebe in der Gemeinde Etzelwang

Während andere Kommunen gegen sinkende Einwohnerzahlen ankämpfen, legt Etzelwang zu. Arbeitslosigkeit ist kein Thema.

Angela Powalla (links) stellt den Betriebsinhabern der Gemeinde Etzelwang die vielfältigen Aufgabengebiete und Hilfen der Wirtschaftsförderung im Landratsamt vor.
von Leonhard EhrasProfil

Um den Unternehmern in der Gemeinde Etzelwang Kontakte und aktuelle Informationen zu vermitteln, lud Bürgermeister Roman Berr zu einem Tag der Betriebe in den Gemeindestadel ein. Unterstützung holte er sich von Angela Powalla, die im Landratsamt Amberg-Sulzbach für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung zuständig ist.

Schulden abgebaut

Der Bürgermeister sprach eingangs über die Investitionen der Gemeinde Etzelwang und die damit einhergehende Schuldenentwicklung. So würden pro Jahr im Durchschnitt Projekte in einem Umfang von etwa einer Million Euro angestoßen. Zurzeit überwiegen die Dorferneuerungen. Der Schuldenstand habe sich zum Jahresende 2018 auf 2 071 488 verringert. Die Gewerbesteuer bringe 79 393 Euro in die Kasse.

Gegen den allgemeinen Trend lege Etzelwang in den Bevölkerungszahlen zu und verzeichne den zweithöchsten Zuwachs im Landkreis. Die Gemeinde bemühe sich um von Bauland. Die knapp 1400 Einwohner seien im Schnitt 47 Jahren alt.

Die Beschäftigungslage sei gut, Arbeitslosigkeit kein Thema. In der Gemeinde werde für rund 17 Millionen Euro produziert. Zu 91 Prozent bestehe die Gemeindefläche aus Grünland und Wald. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe sei rückläufig. Einen großen Anteil nehme die Rinderhaltung ein. Im Tourismus verzeichne Etzelwang einen leichten Anstieg in der Bettenzahl und bei den Übernachtungen.

Angela Powalla berichtete aus ihrem Sachgebiet Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung im Landratsamt Amberg-Sulzbach. Zu ihren Aufgaben zähle die Stärkung der Unternehmen, Beratung über Fördermittel, Hilfe bei Existenzgründungen, Gewerbeflächenvermittlung, Arbeitskräftesicherung, Tourismusförderung, die Nutzung von Leerständen und die Vermeidung von Flächenversiegelung. Vernetzt sei der Landkreis mit der Industrie- und Handels- sowie der Handwerkskammer, mit OTH, AOVE, der Bundesagentur für Arbeit, Beratungsbüro Oberpfalz sowie Banken und Schulen.

"Funkmasten ungenutzt"

Aus den Reihen der Betriebsinhaber kamen Fragen nach der Förderung von Erweiterungsbauten, die zur Aufstockung des Personals führen, und nach der Umwidmung bestehender Gebäude für eine wirtschaftliche Nutzung. Ein weiteres Thema berührte die Barrierefreiheit in der Gastronomie. Den Hinweis auf die Weigerung von Anbietern, bestehende Funkmasten zu nutzen, um in der Gemeinde den Mobilfunk zu verbessern, nahm die Wirtschaftsförderin als Ansatz für Verhandlungen auf. Als Vorteil werteten die Betriebsinhaber die gute Verkehrsanbindung von Etzelwang. Auch das Arbeitskräfte- und Fachkräfteangebot in der Region sei ein Pluspunkt. Als großes Hindernis für Firmen vor allem in Kirchenreinbach wurde die Begrenzung auf 30 Tonnen für eine Brücke an der Kreisstraße nahe der Abzweigung nach Kirchenreinbach gesehen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Aktuell und Wissenswert

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.