09.01.2020 - 16:41 Uhr
Deutschland und die WeltOberpfalz

Fahrbericht VW Passat

Der passat scho' (würde schon passen), der Passat, den VW unlängst gründlich renoviert hat, vor allem in Ausstattung(smöglichkeiten) und Technik. Wäre da nicht die Konkurrenz aus eigenem Hause.

von Michael Ascherl Kontakt Profil

So schnell kann's gehen: Noch bis vor wenigen Wochen markierte der Passat im Konzern den Stand der Dinge - bis der Golf VIII auftauchte. Der nämlich lässt sich mit all den schönen Dingen, die der Passat hat, ebenfalls ausstatten, übertrumpft ihn aber in zwei Punkten: Die Sprachsteuerung reagiert deutlich intelligenter, und das Head-up-Display kommt ohne Plastikscheibe aus. Wer auf beides keinen Wert legt, findet im Passat natürlich das deutlich größere Fahrzeug, das vor allem als Variant den Lademeister gibt. Wie der Passat sich für die Zukunft aufgestellt, hat haben wir früher schon berichtet. Wie schlägt er sich nun im Alltag?

Mit seinem Allradantrieb, dem 240 PS-Diesel und der 7-Gang-Automatik (DSG) empfiehlt sich der Testwagen geradezu als Reisewagen. Und hier übertrumpft er naturgemäß auch den kleinen Bruder Golf, auch wenn wir dessen "Variant-Variante" noch nicht kennen – sie kommt im Laufes des Jahres. Der Passat ist nicht nur eine Nummer größer, sondern auch noch wertiger. Eine helle Freude ist das neue intelligente Licht, das Voraus- und Gegenverkehr trennscharf ausschneidet. Lässig-souverän reagiert der Tempomat. Er kennt die Topographie der Landschaft, jede Kurve und jedes Tempolimit und steuert den Speed des großen Wagens zuverlässig. Der stärkste Diesel im VW-Segment hat sich eine kleine Anfahrtsschwäche zugelegt, die das 7-Gang-DSG geschickt übertüncht, die aber nur beim Blitzstart auftritt. Der Verbrauch ist leider etwas hoch, weshalb man sich den 190-PS-Diesel oder gar den 150-PS-Motor einmal näher ansehen sollte – es sei denn der Passat soll als Zugfahrzeug dienen.

Stauraum bietet der face-gliftete Allrounder gerade als Variant ohne Ende, steckt so manchen SUV locker in die Tasche. Der Testwagen versprach eine kabellose Apple-Carplay-Anbindung, enttäuschte aber – beispielsweise beim Musikstreaming – immer wieder durch ganz kurze Aussetzer – nicht gut für ungetrübten Musikgenuss. Dann doch lieber ein Kabel anstöpseln. Android-Fans kommen übrigens ohnehin nicht in den Genuss dieser Funktion. Sie können dafür mit ihrem Handy den Wagen öffnen und schließen oder andere Menschen mit Android-Geräten in die Lage versetzen, den Passat (einmalig) zu öffnen. Beispielsweise den Paketdienst.

Der Testwagen im Video

Erste Ausfahrt mit dem VW Passat

Oberpfalz

Innovativer VW Passat

Deutschland und die Welt
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.