09.10.2019 - 16:13 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Mutmacher im Dienst der Heimat

Für wenige Augenblicke stand der Himmel über Falkenberg ganz im Zeichen der CSU. An der Burg wurden blaue Luftballons mit Kärtchen losgeschickt. In den Mittelpunkt des folgenden Festakts rückten verdiente CSU-Politiker.

Die Liste der Geehrten war lang. Empfohlen wurden die Würdigungen von den jeweiligen CSU-Ortsverbänden.
von Werner RoblProfil

Der CSU-Ehrenabend ist eine besondere Gelegenheit, um - in dieser Form bereits zum dritten Mal - die Arbeit verdienter und langjähriger Mitglieder zu würdigen. Als Festredner hatte Heimatminister Albert Füracker zugesagt.

Von „vielen Mikrofonen fast erschlagen“ – wie er bemerkte – trat Kreisvorsitzender Tobias Reiß ans Rednerpult. „In Falkenberg treffen Tradition und Zukunft zusammen“, dankte der Landtagsabgeordnete der gastgebenden Marktgemeinde und Bürgermeister Herbert Bauer für die Bereitstellung des Tagungszentrums. Zudem verwies der Brander auf die „Kommunalpolitischen Zukunftswochen“, die an diesem Tag offiziell starteten. Damit wolle man ein Ausrufezeichen setzen. „Sie tragen die Handschrift eines Mitterteichers, der seine Stadt zu einer Vorzeigekommune gemacht hat“, bat der Redner Landratskandidaten Roland Grillmeier nach vorne.

„Der heutige Tag ist ein Meilenstein“, sagte Grillmeier. Seit rund 18 Monaten sei er in der Mission „Landratskandidatur“ unterwegs. „Viele Themen wurden erarbeitet, erfolgreich auch auf den Weg gebracht.“ Der Mitterteicher stellte fest: „Wir haben viel erreicht. Es geht noch mehr.“ Die CSU werde auch künftig eine Plattform sein, auf der viele Fragen, Themen und Anliegen Platz finden können, versprach Grillmeier. Zudem spüre die Region, dass sie – auch dank Tobias Reiß – in München ernst genommen werde.

Staatsminister Füracker stellte anschließend fest: „In Falkenberg beginnt die Zukunft.“ Erneut war der Parsberger zum Ehrenabend eingeladen worden, um die Auszeichnungen zu übergeben. „Wichtig – vor einer guten Ernte – ist auch eine entsprechende Aussaat“, mahnte der Oberpfälzer. „Danke euch allen, ihr stellt euch in den Dienst der Heimat“, würdigte er auch die Verdienste der Anwesenden und der zu Ehrenden.

„Wir sind keine Angst-, sondern Mutmacher“, hob Füracker hervor. Das politische Klima im Freistaat sei intakt. Aufgabe aller sei es, dies auch weiterhin zu schützen. „Wir müssen die Menschen treffen, wir müssen bei ihnen sein. Wir haben viel zu bieten, sagen wir das auch den Leuten“, forderte der Minister seine Parteikollegen auf, sich auch weiterhin allen Themen aktiv zu stellen.

Ehrungen:

Für viele CSU-Mitglieder gab es Ehrenurkunden, silberne Rauten und Ehrennadeln. Die Ehrungen nahmen Tobias Reiß, Roland Grillmeier, FU-Kreisvorsitzende Tina Zeitler und Staatsminister Albert Füracker vor.

„Das Kemnather Land wird durch Werner Nickl repräsentiert“, bat Reiß den Kemnather Bürgermeister nach vorne. Nickl ist seit 28 Jahren Mitglied und seit 2003 CSU-Ortsvorsitzender. Seit 18 Jahren bekleidet er das Amt des Bürgermeisters. Bereits seit zwei Jahrzehnten ist Nickl auch als stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender tätig. In seine Amtszeit fiel unter anderem die Sanierung des Waldecker Ortskerns, die Schaffung von Bauplätzen und der Neubau eines Ärztehauses. „Er ist die Speerspitze vor Ort“, lobte Reiß Bürgermeister Roland Grillmeier aus Mitterteich. Seit 20 Jahren ist der derzeitige stellvertretende Landrat auch im Orts- und Kreisvorsitz unterwegs.

Zu den Geehrten gehörte auch Kurt Scharf aus Kemnath, der von 1995 bis 2018 CSA-Kreisvorsitzender war. Er war lange Jahre auch im Kreistag vertreten. Sein Herzensanliegen ist die Missionshalle in seiner Heimatstadt. Fritz Holm – aktuell Zweiter Bürgermeister in Wiesau (seit 1990) – ist seit 29 Jahren auch CSU-Ortsgeschäftsführer. Lange Jahre begleitete er den Kreistag. Reiß nannte Holm eine souveräne und unverwechselbare Persönlichkeit mit viel Humor.

Mit der Ehrenurkunde der Frauen-Union (FU) wurde die Waldsassenerin Eleonore Tippmann ausgezeichnet. 10 Jahre, bis 2019, stand sie der FU in der Klosterstadt vor. „Die kommunalpolitische Arbeit ist ihr zu einer Herzensangelegenheit geworden“, lobte Zeitler das Wirken Tippmanns. Auch Christa Wölfl aus Konnersreuth wurde geehrt. In den Mittelpunkt der Laudatio rückten ihre Verdienste als stellvertretende FU-Kreisvorsitzende. Das Amt bekleidete sie 8 Jahre lang. Seit 14 Jahren ist Wölfl FU-Ortsvorsitzende in Konnersreuth. Nebenbei arbeitet sie auch als Familienbeauftragte. Lange Jahre war sie als Gemeinderätin tätig. Aus Friedenfels kommt Maria Dostler. Die Geehrte war von 1989 bis 2019 FU-Ortsvorsitzende.

Der langjährige Stadtrat Hans Grillmeier aus Waldsassen war Mitglied im Rechnungsprüfungs- und Kulturausschuss. Er ist seit vielen Jahren CSU-Mitglied und ein geschätzter Finanzexperte. Auch aus der Klosterstadt kommt Karl-Heinz Hoyer, der seit 1984 im Stadtrat sitzt. Seit vielen Jahre vertritt er als stellvertretender Bürgermeister die Interessen seiner Stadt und führte seine Fraktion als deren Sprecher an. Er war zur Ehrung verhindert. Ebenfalls absagen musste Sabine Schiml. Erstmals im Frühjahr 1993 wurde sie zur Schriftführerin in der Waldsassener CSU gewählt. „Streitbaren Themen geht sie nicht aus dem Weg“, bemerkte Tobias Reiß.

Ausgezeichnet wurde auch der Mitterteicher Theo Schaumberger. Er ist seit 35 Jahren Mitglied im Stadtrat, rund 30 Jahre lang war er in der CSU-Vorstand tätig. Als nächster war Josef Krauß an der Reihe. Er wohnt in Kemnath. Vor 36 Jahren trat er der CSU bei. Unter anderem war er 9 Jahre lang als Zweiter Bürgermeister im Amt. Vor 15 Jahren wurde er zum Fraktionssprecher ernannt. „In Kemnath ist er eine Institution und vertritt die Grundwerte aus voller Überzeugung“, hieß es in der Laudatio. 16 Jahre lang war er stellvertretender Ortsvorsitzender.

Gerald Braun ist seit 2007 Mitglied im Neusorger Ortsverband, den er – von 2011 bis 2019 – auch leitete. Bekannt ist er auch als Schlossbesitzer. Das Riglasreuther Anwesen saniert er derzeit mit viel Aufwand. In Abwesenheit wurde Bernhard Buchner aus Neusorg geehrt. Er ist seit 40 Jahren CSU-Mitglied und unterstützt seine Partei in vielfältiger Form. Viele Verdienste für seine Partei kann der Pullenreuther Hubert Spörrer aufweisen. Er war unter anderem Ortsvorsitzender, Kassier, Gemeinderat und Zweiter Bürgermeister in Pullenreuth(von 1996 bis 2011). Josef Übelmesser – auch aus Pullenreuth – war mehr als drei Jahrzehnte im Gemeinderat und 40 Jahre im Wasserbeschaffungsverband Langentheilen-Pilgramsreuth tätig. Nicht anwesend sein konnte Josef Bauer. Der Pullenreuther war viele Jahre Vorsitzender seines Ortsverbandes. Für seine Verdienste wurde er 1998 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Lange Jahre war Sonja Heindl aus Erbendorf FU-Vorsitzende. 2008 wurde sie Dritte Bürgermeisterin. Sie ist derzeit noch die einzige Frau im Stadtrat. Als einen "kompetenten Ratgeber und eine Stimme der Wirtschaft" gelobt, trat der Erbendorfer Christian Bauer nach vorne. Der Stadt- und Kreisrat war lange Jahre auch Ortsvorsitzender. Hans-Günther Spickenreuther kommt aus Wildenau bei Plößberg. 31 Jahre ist er bereits dort Ortsvorsitzender. Von 1990 bis 2014 war er Marktrat und dort auch als Fraktionssprecher tätig.

Ein „Heimspiel“ hatten die Falkenberger: Wilhelm Staufer wurde für seine lange Treue „bis ins hohe Alter“ ausgezeichnet. Seit 55 Jahren ist er bei der CSU. Engelbert Weis lebt im Gemeindeteil Pirk. Er ist Ehrenvorsitzender der Falkenberger CSU, in die er vor 55 Jahren eintrat. Von 1985 bis 2003 war Weis Ortsvorsitzender. 12 Jahre lang war er im Marktrat tätig. Weis ist einer der Gründerväter des JU-Ortsverbandes und steht auch heute noch jedem mit Rat und Tat zur Seite. In den Mittelpunkt trat auch der ehemalige Zweite Bürgermeister (1996 bis 2008) Gerhard Pöschl. Vor 41 Jahren trat er der CSU bei. 24 Jahre lang war er Marktrat, die selbe Zeitspanne auch Fraktionssprecher. 14 Jahre lang leitete er als stellvertretender Ortsvorsitzender auch die CSU in Falkenberg.

Ehrungen gab es auch für den ehemaligen Stellvertreter des Landrats und jahrzehntelangen Plößberger Marktrat und Zweiten Bürgermeister (sechs Jahre) Engelbert Meier vom Ortsverband Beidl. Gewürdigt wurde nicht zuletzt Max Röckl. Der Plößberger war drei Jahrzehnte lang im Marktrat aktiv und 24 Jahre als Zweiter Bürgermeister seines Heimatortes tätig.

Staatsminister Albert Füracker freute sich über das Erinnerungsgeschenk, das ihm Roland Grillmeier (links), als Dankeschön für sein Kommen in die Hand drückte.
Mit dem Start der blauen Luftballons am Fuß der Burg begann der Ehrenabend im Falkenberger Tagungszentrum.
Musikalisch umrahmt wurde der Festabend von der „Falkenberger Karpfenmusik“.
Auch Roland Grillmeier trat ans Rednerpult.
Mit einem Festakt im Tagungszentrum ehrte die CSU ihre verdienten Ehrenamtlichen. Der Einladung folgten auch viele weitere CSU Mitglieder..
Staatsminister Albert Füracker beeindruckte im Brauhaussaal mit einer flammenden Rede zur Landes- und Kommunalpolitik im Freistaat.
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