16.08.2020 - 20:04 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Waldnaabtal eine Wunderwelt aus Wasser und Stein

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Einen Kammerwagen gibt es unterwegs ebenso zu sehen wie ein Butterfass oder einen Amboss. Es handelt sich dabei jedoch nicht um Exponate eines Heimatmuseums, sondern um tonnenschwere Steingebilde in freier Natur.

Das Waldnaabtal zwischen Falkenberg und Windischeschenbach ist einer Laune der Natur entsprungen. Der Talraum ist übersät mit Granitfelsen, die im Flussbett liegen oder am Wegesrand stehen.
von Wolfgang Benkhardt Kontakt Profil

Ein sagenhaftes Ausflugsziel im Oberpfälzer Wald ist das wildromantische Waldnaabtal zwischen Windischeschenbach und Falkenberg. 30 bis 50 Meter hohe Granitriesen säumen das Flussbett, beflügeln die Phantasie und "erzählen" ihre seltsamen Geschichten. Zum Beispiel von einem Kammerwagen, der beim Überqueren des Flusses zu Stein wurde. Oder von einem Ritter, der mit Pferd und Knappen erstarrt sein soll oder einem Geiger, der im Tal den Freitod suchte.

Eigentlich übt sich der Oberpfälzer gerne in Bescheidenheit. Beim Waldnaabtal, in dem es schon seit 1950 ein Naturschutzgebiet gibt, machen die Einwohner eine Ausnahme und sprechen bisweilen stolz vom "Grand Canyon" der Oberpfalz. Entstanden ist diese Wunderwelt aus Wasser, Wald und Stein durch die geduldigen Kräfte der Natur. Abtragung und Verwitterung haben die Granitriesen freigelegt, aufgesprengt und geschliffen.

Das Waldnaabtal kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad erkundet werden. Wer es komplett von den Zoiglhochburgen Falkenberg bis nach Windischeschenbach oder Neuhaus (oder umgekehrt) durchquert, braucht zu Fuß für die etwa zwölf Kilometer rund drei Stunden. Bei der bewirtschafteten Blockhütte in Mitte des Talraums befindet sich in Sichtweite auch das letzte Wasserrad im Tal: ein beliebter Wasserspielplatz für Kinder. Eine weitere Attraktion für die Kleinen ist ein Uferpfad, bei dem Kraxeln angesagt ist, da die Route über Stock und Stein führt. Wer es bequemer mag, ist auf der Goldsteig-Strecke auf der anderen Seite des Flusses gut aufgehoben.

Eine Wanderung durch das Tal lässt sich an den Wochenenden oft gut mit einer Einkehr in einer Zoiglwirtschaft in Falkenberg, Neuhaus oder Windischeschenbach verbinden.

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