10.03.2020 - 17:37 Uhr
Oberpfalz

Fasten mal anders

Lassen Sie uns doch einmal nicht fasten um abzunehmen, sondern um uns selbst Gutes zu tun. So kann das Fasten tatsächlich richtig glücklich machen, meint die OWZ-Glücksexpertin.

Rund dreieinhalb Stunden täglich verbringen wir Deutschen durchschnittlich vor der Glotze, das entspricht fast einem halben Arbeitstag.
von Autor EWAProfil

"Ich verzichte auf Süßigkeiten, vor allem auf Schokolade." "Ich habe mir vorgenommen: 40 Tage kein Alkohol." "Wir essen kein Fleisch." Wie sieht bei Ihnen die Fastenzeit aus? Verbinden Sie diese zunächst einmal auch mit Verzicht und Verboten? In fast allen Kulturen und Religionen der Welt spielt das Fasten eine Rolle, bereits die alten Griechen übten sich in Askese. Um eine solche Entsagung zur Verwirklichung sittlicher und religiöser Ideale geht es heutzutage beim Fasten jedoch meistens längst nicht mehr, viele von uns wollen einfach den Winterspeck loswerden oder sich gesünder ernähren.

Ich frage Sie: Warum nutzen wir die traditionelle Fastenzeit eigentlich nicht einfach mal dazu, das wegzulassen, was uns schadet? Lassen Sie uns doch einmal nicht fasten um abzunehmen, sondern um uns selbst Gutes zu tun. So kann das Fasten tatsächlich richtig glücklich machen.

"Wie soll das denn gehen?", fragen Sie nun vielleicht, während Sie sehnsüchtig an die Schokolade denken, die Sie erst wieder an Ostern essen sollten. "Verzicht soll tatsächlich glücklich machen?" Ja, so ist es. Vorausgesetzt natürlich, Sie verzichten auf das, was Ihnen sowieso nicht gut tut.

Das allabendliche Fernsehprogramm zum Beispiel. Rund dreieinhalb Stunden täglich verbringen wir Deutschen durchschnittlich vor der Glotze, das entspricht fast einem halben Arbeitstag. Und dann jammern wir wieder, dass wir zu wenig Zeit für die Dinge haben, die uns wirklich wichtig sind. Denken Sie einmal in Ruhe darüber nach, was Sie glücklicher macht, als wie hypnotisiert auf den Bildschirm zu starren. Mal wieder alte Freunde treffen zum Beispiel, etwas mit den Kindern unternehmen, ein gutes Buch lesen, ein Bild malen oder etwas basteln, einen Spaziergang im Grünen machen, Sport treiben.

Und wenn wir schon beim "Medien-Fasten" sind: Versuchen Sie am besten auch gleich, die nächsten Wochen auf die Sozialen Netzwerke im Internet zu verzichten. Ist es wirklich so wichtig, zu erfahren, was irgendwelche virtuellen Freunde gerade tun?

Brauchen Sie tatsächlich eine bestimmte Anzahl an Likes, um ihr Leben zu genießen? Nutzen Sie doch die Zeit, in der Sie sonst sinnlos durch irgendwelche Profile und Seiten scrollen zur echten Kommunikation. Plaudern Sie mit dem Postboten oder dem Nachbarn, trinken Sie mal wieder mit dem Kollegen in Ruhe einen Kaffee.

Sie können auch auf Zeit mit Menschen verzichten, die Sie nur runterziehen, auf Lügen, überflüssiges Shopping und negative Gedanken.

Sicherlich fallen Ihnen jetzt noch unzählige Dinge ein, die Sie gerne weglassen möchten. Dann tun Sie das doch einfach. Ich wünsche Ihnen eine glückliche Fastenzeit!

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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