10.01.2019 - 14:55 Uhr
Oberpfalz

Fit bleiben in der kalten Jahreszeit

Sport und gesunde Ernährung: Der doppelte Kampf gegen den inneren Schweinehund.

Bewegung macht glücklich – auch bei Minusgraden.
von Andreas Hahn Kontakt Profil

Mitte Januar - die guten Vorsätze sind vielleicht doch noch nicht ganz dahin. Einige geben auf - andere halten wacker durch. Ganz oben auf der Liste steht meist: Abnehmen. Viele Menschen würden gern ein wenig abspecken. Sie planen, weniger zu essen, häufiger Sport zu treiben und dabei noch ein paar überflüssige Kilo zu verlieren. Doch viele Diäten lassen sich nicht lange durchhalten. Ohne Sport und langfristige Ernährungsumstellung schlägt der Jo-Jo-Effekt gnadenlos zu.

Ernährungswissenschaftler kennen diese Probleme. Sie wissen, dass in den meisten Fällen eine Übersäuerung im Stoffwechsel die Diät scheitern lässt. Denn zu viel Säure kann den Fettabbau blockieren und den Energiestoffwechsel belasten. Doch diese Komplikationen lassen sich umgehen.

Intervallfasten

Das Konzept des Intervallfastens ist simpel. Pro Woche wird lediglich an ein bis zwei nicht aufeinanderfolgenden Tagen gefastet. Neben Wasser und Tee kann dabei auch eine leichte Gemüsebrühe getrunken werden. An den übrigen Tagen kann man sich mit einer ausgewogenen Ernährung, die vor allem viel Obst, Gemüse und Salate beinhalten sollte, satt essen. Auch Schlemmereien sind mal erlaubt. "Denn wer abnehmen will, muss sich wohlfühlen. Es ist enorm wichtig, dass Frauen, die Gewicht reduzieren wollen, ihren Säure-Basen-Haushalt nicht belasten. Denn genau dies geschieht, wenn beim Abbau von Fett sogenannte Ketosäuren entstehen", erklärt Ernährungswissenschaftlerin Dr. Tanja Werner. Daher muss während des Intervall-Fastens ausreichend entsäuert werden. "Um die anfallende Säure auszugleichen, werden basische Mineralstoffe benötigt", erklärt Dr. Tanja Werner. Häufig können sie nicht im ausreichendem Maße über die Nahrung zugeführt und sollten mit einem Basenpräparat aus der Apotheke ergänzt werden.

Stoffwechsel ankurbeln

Auch Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an. Am besten ist es, wenn die körperliche Aktivität in den Alltag integriert wird. Denn schon tägliche Erledigungen im Haushalt, Garten oder beim Einkaufen können viel Bewegung enthalten. Natur-Ausflüge tun gut. Eine Spazierrunde um den Block oder ein Waldspaziergang am Wochenende sind ein schöner Anfang. Als Ausdauertraining sind Wandern, Walken, Joggen oder Radfahren ebenso gut geeignet wie - wenn es wieder wärmer ist - Inline-Skaten oder Schwimmen. Ein Wechsel zwischen den Aktivitäten ist ideal. Wichtig ist, dass die Bewegung Spaß macht, damit man dran bleibt.

Sport stärkt

Sowohl die Umstellung der Ernährung als auch mehr sportliche Aktivität sind nicht nur gute Vorsätze, sondern vor allem ein Kampf gegen den inneren Schweinehund. Dabei geht beides Hand in Hand. Wird es draußen ungemütlich und kalt, fällt es vielen schwer, sich zum Sport zu motivieren - lieber macht man es sich auf dem Sofa bequem. Dabei ist regelmäßige Bewegung in der Winterzeit genauso wichtig wie im Sommer. Sport steigert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, stärkt das Immunsystem und wirkt dem "Winterblues" entgegen. Und schließlich ist das Angebot an interessanten Indoor-Sportarten groß, so dass jeder etwas Passendes finden kann.

Zumba, Cycling, TRX-Schlingentraining oder andere Trendsportarten werden meist in Fitnessstudios angeboten - mit einer Zehnerkarte kann man die einzelnen Kurse ausprobieren. Auch viele Kletterhallen bieten ein umfangreiches Kursangebot an - mit ausgeklügelten Routen für jedes Leistungsniveau. Wer nicht schwindelfrei ist, für den kann Bouldern eine gute Alternative sein.

Wer jetzt schnell wieder in Top-Form kommen möchte, kann mit der richtigen Ernährung und intensiver Pflege das Beste aus seinem Workout machen. Damit Muskeln fit bleiben, brauchen sie vor allem eines: Bewegung. Kam die in letzter Zeit zu kurz, fühlen sich die Beine oft schon nach kurzer Belastung schwer wie Blei an. So macht Training keinen Spaß. Und auch das Verletzungsrisiko steigt. Anwendungen wie Vollbäder oder Wickel mit basischen Körperpflegesalzen können die Muskulatur entlasten. Aus naturheilkundlicher Sicht helfen sie dabei, Schlacken aus dem Gewebe zu spülen und so die Durchblutung und Versorgung zu verbessern.

Muskelkater vorbeugen

Nach dem Training sollen sie außerdem die Regeneration fördern und Muskelkater vorbeugen. Darauf setzen übrigens auch Profisportler. Ein Blick auf den Speiseplan verrät, ob die Ernährung zum Trainingsziel passt. Zu etwa 80 Prozent sollten frisches Gemüse, Kartoffeln, Hirse, Buchweizen, Obst und hochwertige Pflanzenöle darauf stehen. Denn diese basischen Lebensmittel kann der Körper gut zur Energiegewinnung nutzen und schnell verstoffwechseln.

Fleisch, Weißmehl, Zucker oder süße Getränke fördern dagegen die Entstehung von Säuren im Organismus, die sich wiederum als Schlacken im Gewebe - auch in der Muskulatur - ablagern. Positiver Nebeneffekt: Basische Rezepte machen satt, sind aber in der Regel kalorienarm. Dadurch können sie helfen, Gewicht zu verlieren und die Figur zu formen.

Innerer Schweinehund

Gegen diese Argumente hat der innere Schweinehund wenig Chancen:

Raus an die Morgensonne: US-Forscher haben festgestellt, dass Tageslicht am Morgen wie ein Schlankheitsmittel wirkt. Zusätzlich kann der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts wichtiges Vitamin D produzieren.

Bewegung macht glücklich: Sportliche Betätigung sorgt auch in der kalten und dunklen Jahreszeit für die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin.

Die Ernährung optimieren: Die B-Vitamine B1, B2, B6 und B12 sowie Niacin und Pantothensäure unterstützen den Energiestoffwechsel und somit die Leistungsfähigkeit. (aha/djd)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.