24.04.2020 - 11:46 Uhr
FlossenbürgOberpfalz

Abgesagt, nicht vergessen: 25 Jahre Erinnerungskultur in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Der 75. Jahrestag der Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager ist in diesen Wochen allgegenwärtig. Dabei läuft ein anderes Datum mit Jubiläumscharakter Gefahr, unterzugehen.

von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Das alljährliche Gedenkwochenende mit dem Treffen ehemaliger Häftlinge in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg hätte heuer vom 24. bis 26. April zum 25. Mal stattgefunden.

Die Begegnung von Überlebenden und Angehörigen mit Jugendlichen aus aller Welt, Menschen aus der Region und hohen Repräsentanten zahlreicher Staaten muss 2020 wegen Corona ins Internet ausgelagert werden. Ein guter Grund, an die Anfänge des institutionalisierten Gedenkens zu erinnern, an dem mittlerweile Hunderte von Menschen unter großem Medieninteresse teilnehmen.

Auch wenn nur noch wenige am Leben sind: Die früheren Häftlinge, die seit den 1990er Jahren zum Teil erstmals nach 1945 an den Ort ihrer Kriegsqualen zurückkehren, legen keineswegs nur Kränze nieder. Sie berichten in Schulen und Pfarrheimen, Bibliotheken und Rathäusern davon, was sie erlitten haben. Für Jugendliche aus vielen Ländern Europas ist diese Art Geschichtsunterricht einer der Höhepunkte ihrer Schulzeit.

Das Überlebendentreffen packt seine Teilnehmer emotional und verhindert so eine steife Ritualisierung des Gedenkens. Die Bilder auf dieser Seite zeigen davon einen Querschnitt aus 25 Jahren.

Gedenken im Internet

Virtuelles Gedenken im Netz

Flossenbürg

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