Mit einem Kostenaufwand von 1,42 Millionen Euro wird gegenwärtig in der Gemeinde Birgland die Wasserleitung von Frechetsfeld über Buchhof nach Eckeltshof auf einer Gesamtlänge von 4780 Metern erneuert. Die Hausanschlüsse sind dabei mit eingeschlossen.
Vom Freistaat Bayern erwartet der Zweckverband Schwend-Poppberg-Gruppe für diese Maßnahme einen Zuschuss von 80 Euro je gebautem Meter. Seit März arbeitet die Tiefbaufirma Weickert auf dem Teilstück zwischen Frechetshof und Buchhof. Dazu werden Leitungen aus "duktilem" Guss verlegt: Das heißt, diese sind besonders druckbeständig, sehr langlebig und nicht so störanfällig bei steinigem Boden.
Anschließer-Info im September
Ein interessanter Aspekt aus der Sicht der Feuerwehr ist der Austausch der Hydranten, um die Löschwassersicherheit zu erhöhen. Außerdem wird ein Verteiler- und Druckminderungsschacht aus Stahlbeton, inclusive Durchflussmessung, integriert. Bevor in Eckeltshof die Rohre verlegt werden, wird es mit den betroffenen Anschlussnehmern im September eine Informationsveranstaltung zur Herangehensweise geben.
Lobend äußerte sich Elmar Halk, kürzlich neu gewählter Vorsitzender des Zweckverbands zur Wasserversorgung, über die Planung und die bisher erledigten Arbeiten. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Maßnahme bis zum Jahresende abgeschlossen ist. "Dann kann der aus den 50er-Jahren stammende Hochbehälter Kappersberg außer Betrieb genommen werden," merkte Wasserwart Peter Kölbel an. Bürgermeisterin Brigitte Bachmann zeigte sich erfreut über den Baufortschritt. Ihr Dank galt auch den beteiligten Grundstücksbesitzern. "Ohne ihre Zustimmung und Verständnis sind Projekte in dieser Art kaum mehr durchführbar." Bachmann bewertete es als positiv, dass bei dieser Maßnahme Leerrohre für den Glasfaserausbau in der Gemeinde Birgland mitverlegt werden können.
Im Vergangenheit zu wenig getan
Dieser Wasserleitungsbau markiert den Auftakt zu einer Gesamtsanierung der Leitungen in der Schwend-Poppberg-Gruppe. In diesem Zusammenhang kritisierte Elmar Halk, dass in der Vergangenheit diesbezüglich zu wenig getan wurde. "Wir haben Wasserleitungen, die mehr als 50 Jahre auf dem Buckel haben. Diese müssen nun ausgetauscht werden, um zukünftig eine hohe Versorgungssicherheit garantieren zu können."
Bis zum Herbst diesen Jahres wird auf der Grundlage einer Rohrleitungsschadenstatistik ein Sanierungsplan für die Wasserversorgung in diesem Bereich aufgestellt. Ziel ist es, zuerst die Leitungen mit den meisten Schäden zu erneuern. Die damit eingesparten Reparatur- und Stromkosten können für weitere Sanierungsmaßnahmen verwendet werden. Halk merkte noch an: "Der Wasserleitungsbau von Frechetsfeld nach Eckeltshof kann noch über die allgemeinen Wassergebühren finanziert werden. Für jede weitere Erneuerung müssen von allen Anschlussnehmern sogenannte Verbesserungsmaßnahmen eingefordert werden."















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