20.03.2020 - 15:51 Uhr
FreihungOberpfalz

Ärger nach Facebook-Post: Bücherl reagiert

Die Marktgemeinde Freihung geht in die Stichwahl und der Wahlkampf köchelt weiter. Wegen eines Facebook-Eintrags wird es sogar ein wenig hitzig.

Freihungs Bürgermeister Norbert Bücherl beim Neujahrsempfang des Landkreises. Der Freie-Wähler-Politiker leidet an einem Tumor.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Der noch amtierende Bürgermeister Norbert Bücherl (Freie Wähler) hat am Freitag eine Stellungnahme zu einem Facebook-Kommentar des neugewählten CSU-Marktrates Sebastian Weiß aus Weickenricht abgegeben. Bücherl hält die darin getätigten Äußerungen für diffamierend.

In dem Facebook-Post unterstelle Weiß dem scheidenden Bürgermeister, dass dieser nur zum Schein für den Marktrat kandidiert und die Bürger damit getäuscht habe. "Ich habe bereits vor etwa einem Jahr meinen Verzicht auf eine weitere Kandidatur für das Bürgermeisteramt aus gesundheitlichen Gründen, die keinerlei Wiederholungen bedürfen, öffentlich bekanntgegeben", stellt Bücherl seine Sicht der Dinge dar. "Dennoch fühlte ich mich bei der Nominierung der Kandidatenliste der Freien Wähler im Dezember sowohl für den Marktgemeinderat als auch Kreistag gesundheitlich, den Umständen entsprechend, in der Lage, die beiden Ehrenämter in der anstehenden Wahlperiode bis 2026 auszuüben." Mitte des Monats Februar habe er sich erneut einer routinemäßigen Untersuchung an der Universitätsklinik Erlangen unterzogen, "wobei eine weitere Verschlechterung meines Gesundheitszustandes von meinem betreuenden Ärzteteam diagnostiziert wurde".

Nach diesem Untersuchungstermin und dem dazugehörigen Befundbericht sei es nicht mehr möglich gewesen, bewerbende Kandidaten mit einem Ersatzkandidaten auszutauschen. Deswegen habe er sich weiterhin auf Platz 14 der Freie-Wähler-Liste dem Votum gestellt. Bei der Abstimmung reichte es dann nicht für den Einzug in den Gemeinderat. Mit 560 Stimmen ist Bücherl nun erster Nachrücker. "Diese Listennachfolge käme unmittelbar zum Tragen, wenn ein gewähltes Marktgemeinderatsmitglied aus der Riege der Freien Wähler aus dem Gremium ausscheiden würde. Diese wäre zum Beispiel bereits dann der Fall, wenn der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler, Uwe König, in der Stichwahl am 29. März mehrheitlich zum Bürgermeister gewählt würde", erläutert Bücherl.

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Nun sehe er sich allerdings wegen der wesentlichen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes nicht mehr in der Lage, das Ehrenamt eines Marktgemeinderates ab 1. Mai mit ganzer Kraft auszuüben. Deswegen habe er bereits zwei Tage nach der Wahl, am Dienstag, 17. März, gegenüber dem Wahlleiter Max Heindl seinen Verzicht auf die Listennachfolge bei den Freien Wählern für die gesamte Wahlperiode 2020 bis 2026 schriftlich und bindend erklärt. Somit würde bei einer Wahl von Uwe König zum neuen Bürgermeister als erster Listennachfolger Oliver Schmidt aus Tanzfleck in den Marktgemeinderat nachrücken. Dazu erklärt Bücherl: "Dies wäre nach nunmehr 18 Jahren wieder einmal ein direktes Marktratsmandat für die Ortsteile Tanzfleck und Rothaar."

Bücherl ist wegen des Facebook-Posts richtig sauer: "In diesem Zusammenhang darf schon die Frage erlaubt sein, ob das der künftige Umgangsstil im neuen Marktgemeinderat sein wird, indem mit Verleumdungen integere Bürger verunglimpft und diffamiert werden?"

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