24.05.2021 - 14:57 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Aschach-Ost: Zu große Einfriedungen vermeiden

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Bei der Aufstellung des Bebauungsplans Aschach-OST wurden u.a. zum Thema Einfrie-dungen/Stützmauern Festsetzungen erlassen. Diese sollten nach einhelliger Meinung durch den Gemeinderat auch beachtet werden.

Als Einfriedung genehmigte der Gemeinderat entgegen der Festsetzung im Bebauungsplan (Sockelhöhe von maximal 30 Zentimetern) eine Sockelhöhe von 80 Zentimetern. Die Gesamthöhe der Einfriedung darf aber wie bisher maximal 1,50 Meter über der Fahrbahnkante liegen.
von Alfred SchornerProfil

Wie es bei der Sitzung des Freudenberger Gemeinderates hieß, bedürfe jede Abweichung einer sogenannten isolierten Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Aschach-Ost durch den Gemeinderat. Dies wollte ein Bauherr mit der Begründung an der Grundstücksgrenze zur Straße Sandäcker wie auch zur Grundstücksgrenze des Nachbarn erreichen. Er plant eine 80 Zentimeter hohe Stützmauer und darauf einen begrünten Maschendrahtzaun in einer Höhe von 1,20 Metern.

Laut den Festsetzungen des Bebauungsplans darf die Gesamthöhe maximal 1,50 Meter über der Fahrbahnkante liegen. Die darin enthaltene Sockelhöhe dürfe maximal 30 Zentimeter sein. Bürgermeister Alwin Märkl verwies darauf, dass bei einem anderen Anwesen im Baugebiet bereits eine isolierte Befreiung hinsichtlich der Errichtung einem Stützmauer erteilt worden sei. Deshalb schlug er vor, die Errichtung einer Stützmauer an der Straße Sandäcker und zum Nachbargrundstück mit einer Höhe von 80 Zentimeter zu befürworten, wobei die Gesamthöhe mit Zaun 1,50 Meter nicht übersteigen dürfe.

Ziel der Bauleitplanung müsse sein, große Einfriedungsmauern zu vermeiden. Bei zahlreichen Wortmeldungen von acht Mitgliedern des Gremiums kristallisierte sich allerdings heraus, dass der Antrag abzulehnen sei. Wie es hieß, werde der Errichtung einer Stützmauer in Anlehnung eines bereits genehmigten Vorhabens mit einer Höhe von 80 Zentimetern zugestimmt. Die Gesamthöhe der Mauer mit Zaun dürfe aber 1,50 Meter nicht überschreiten.

Hintergrund:

Gemeinderat entscheidet über Bauvorhaben

  • Gegen dem Umbau eines Zweifamilienhauses mit Anbau und Dachgauben in Aschach gab es keine Einwendungen.
  • Der Gemeinderat stimmte einer Bauvoranfrage im Baugebiet Aschach-Nord hinsichtlich der Grenzbebauung mit Garagenbau mit Überschreitung der zulässigen Wandhöhe an der Grundstückgrenze zu – unter der Voraussetzung, dass auch der Nachbar zustimmt und eine angepasste Bebauung mit zwei Grenzgaragen vorgenommen werde.
  • Beim beantragten Neubau einer Güllegrube in Hötzelsdorf verwies der Gemeinderat auf die Einhaltung der immissionsschutzrechtlichen Vorgaben.
  • Einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans Lintach-Ost stimmte das Gremium zu. Der Bauherr eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage erschließt sein Grundstück einstweilen provisorisch auf eigene Kosten. Sobald die Gemeinde dieses Baugebiet erschlossen hat, müsse er dann die bereitgestellten Anlagen nutzen.

Aus der Haushaltssitzung des Freudenberger Gemeinderats

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