23.02.2021 - 10:32 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Bei Feuerwehr Freudenberg sinkt Zahl der Einsätze um ein Drittel

Die Einschränkungen als Folge der Corona-Virus-Pandemie machen sich auch bei der Feuerwehr Freudenberg-Wutschdorf bemerkbar. Dies zeigt sich bei der virtuellen Dienst- und Generalversammlung unter Leitung von Kommandant Armin Daubenmerkl.

Auch in Coronazeiten sind die Mitglieder der Feuerwehr Freudenberg gefordert, wie hier am 26. Juni bei einem Verkehrsunfall nahe Paulsdorf.
von Alfred SchornerProfil

Bei einem derzeitigen Personalstand von 59 Feuerwehrdienstleistenden hatten sich neben 45 Aktiven auch Bürgermeister Alwin Märkl, Kreisbrandrat Fredi Weiß und Kreisbrandinspektor Hubert Blödt zu der Versammlung eingeloggt. Für die Freudenberger Floriansjünger nichts Neues, hatten sie sich doch bereits bei diversen Dienstbesprechungen und der Weihnachtsfeier online geschaltet. Trotzdem sehnen sich alle, nach Abklingen der Pandemie bald in den normalen Alltag zurückkehren zu können.

Kommandant Armin Daubenmerkl berichtete in einer Präsentation von 155 Einsätzen – gegenüber dem Vorjahr ein Drittel weniger an Hilfeleistungen. Gerufen wurden die Feuerwehrleute zu sieben Brandeinsätzen, 36 technischen Hilfeleistungen und 92 First-Responder-Einsätzen. Hinzu kamen freiwillige Tätigkeiten, Sicherheitswachen und Unterstützungsleistungen auf Landkreisebene. Trotz Beachtung strikter Hygienemaßnahmen und der Reduzierung der Fahrzeugbesatzung errechnete sich eine durchschnittliche Ausrückzeit von beachtlich geringen 3 Minuten und 17 Sekunden. "Das Infektionsgeschehen immer im Auge, versuchte die aktive Mannschaft, bei reduzierten Übungs- und Ausbildungsstunden sich auf dem Laufenden zu halten", sagte Daubenmerkl.

Auch an den Atemschutzträgern, laut Atemschutzgerätewart Peter Meßmann jun. „die Sperrspitze bei Brandeinsätzen“, ging die Pandemie nicht spurlos vorüber. So konnte kein Grundlehrgang stattfinden, teilweise war die Übungsstrecke gesperrt, und man musste auf den Innenhof der Feuerwehr Amberg ausweichen. Die 25 Geräteträger der Wehr werden an den demnächst erwarteten neuen Atemschutzgeräten eingewiesen. Der Gemeinderat hat dafür 9000 Euro genehmigt.

Die Jugendfeuerwehr, die 13 Mitglieder in zwei Gruppen zählt, konnte noch die Prüfung für das Abzeichen Jugendflamme absolvieren, ehe auch sie Abstriche beim Übungsplan vornehmen musste. Nun soll versucht werden, demnächst für neun Jugendliche eine modulare Truppmannausbildung abzuhalten. Der künftige Übungsplan richtet sich nach der Infektionslage, wenn möglich soll die Prüfung für das Bayerische Leistungsabzeichen erfolgen.

Teamleiter Tobias Hirn verschwieg nicht, dass es in Coronazeiten für die Ersthelfer bei ihren Einsätzen sehr schwierig sei, Körperkontakte zu vermeiden. Die 19 dem First-Responder-Team angehörenden Frauen und Männer achteten aber sehr auf passende Ausrüstung und ein gutes Hygienekonzept. Die Zahl der Einsätzen sei trotz mehrwöchiger Abstinenz mit 92 gegenüber 94 im Vorjahr konstant geblieben. Erfreulich für die Gruppe, dass mit Spenden in Höhe von 5685 Euro weitere für den Betrieb notwendige Geräte hätten angeschafft werden können.

Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Kinderfeuerwehr zählt nach Angaben von deren Leiterin Stefanie Gebhard nach zwei Neuzugängen 29 Kinder. Zwar war monatlich eine Aktion geplant, doch konnte nur eine Zusammenkunft stattfinden. Die kontaktlose Zeit wurde mit Beiträgen, die per Internet und CD weitergeben wurde, überbrückt.

Bürgermeister Alwin Märkl lobte die Arbeit der Ehrenamtlichen als "perfekt und nicht hoch genug anzusiedeln". Bewiesen doch die virtuellen Veranstaltungen, dass die Wehr den Kontakt zu ihren Mitgliedern auch in schwierigen Zeiten nicht verliert. Die Gemeinde werde ihr weiterhin die erforderliche finanzielle Unterstützung zukommen lassen, versprach Märkl.

Aus Schnaittenbach meldete sich Kreisbrandrat Fredi Weiß am Bildschirm mit einem „Danke“ für die ehrenamtliche, freiwillige und unentgeltliche Tätigkeiten. Der Feuerwehr Freudenberg ordnete er „zwei überregionale Geheimwaffen“ zu: Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl, der die beschaffte Drohne der Landkreisfeuerwehren als "sein Kind" bezeichnet, und den im Vorjahr ernannten Fach-kreisbrandmeister für Ausbildung, Alexander Zeitler.

Unpersönlich und ohne Handschlag, aber nichtsdestotrotz herzlich verlief die Beförderung von Martin Plößl, der den Zugführerlehrgang an der Feuerwehrschule Regensburg erfolgreich absolviert hat, zum Oberlöschmeister. Kommandant Armin Daubenmerkl nahm diese Auszeichnung vor.

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