Freudenberg
16.09.2023 - 08:14 Uhr

Freudenberger Kirwa wie aus dem Bilderbuch

Schöner geht' nicht - das war bei vielen Besuchern das Fazit nach der Freudenberger Kirwa. Bei hochsommerlichem Wetter feierten die 23 Tanzpaare mit tausenden Gästen eine Kirwa wie aus dem Bilderbuch.

Kirwa-Idylle unter weiß-blauem Himmel: Die Hammerbachtaler Blousn begleitete das Austanzen des Kirwabaumes in Freudenberg. Bild: gri
Kirwa-Idylle unter weiß-blauem Himmel: Die Hammerbachtaler Blousn begleitete das Austanzen des Kirwabaumes in Freudenberg.

Blauer Himmel, fast 30 Grad, ein prächtiger Kirwabaum, 23 fesche Kirwapaare, vier qualitätvolle Musikkapellen, jede Menge Gurzerer und der einzigartige Kirwabär - das waren die Zutaten für eine traumhafte Kirwa in Freudenberg. Die Kirwaburschen unter der Leitung von Johannes Altmann waren schon Wochen vorher mit der Vorbereitung beschäftigt. So richtig los ging es dann bei Sonnenaufgang am Kirwasamstag, als sie den von den ehemaligen Burschen gestifteten Baum aus dem Wald holten.

Gemeinsam und nach altem Brauch mit Goißn wurde der geschmückte Baum am Samstagnachmittag am Dorfplatz wieder aufgerichtet, so dass das Kirwa-Wahrzeichen weithin sichtbar war. Begleitet von der Band "Grögötz Weißbier" zapfte Bürgermeister und Brauereichef Alwin Märkl am Abend das erste Fass Bier an. Klar, dass es im Festzelt eine lange Nacht wurde, viele Gäste waren von weither dafür angereist.

Den Höhepunkt bildete traditionell das Austanzen des Baumes am Sonntagnachmittag. In Freudenberg steht dabei das Aussingen im Vordergrund. Zu den Klängen der Hammerbachtaler Blousn sangen die Kirwapaare 18 Schnodahipfl und nahmen dabei kein Blatt vor den Mund. Unter anderem hielten sie dem Stammtisch den Spiegel vor, wegen der Phrasen, die dort gedroschen werden: "A Zeitung brauchts niad, der Stammtisch informiert. Wissen töins vüll - alles bloß Müll".

Ohne ein paar deftige Watschn für die Kirwaburschen aus dem benachbarten Oberland darf das Aussingen natürlich nicht über die Bühne gehen. So musste sich mancher Oberlandler kräftig einschänken lassen - Revanche Anfang Oktober garantiert. Am Sonntagabend spielten die "Tschamstera", am Montag die Band "Rundumadum". Ein Brauchtums-Schmankerl war auch heuer wieder das Kirwabärtreiben. Von 8 Uhr morgens an zog der Kirwabär mit zahlreichen Musikanten und einem Schwarm Kinder im Schlepptau durch Freudenberg und Wutschdorf. Den Kirwabaum gewann bei der Verlosung Georg Ries aus Freudenberg.

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