Freudenberg
28.01.2019 - 08:53 Uhr

Schnee-Mangel rund um Amberg: Lifte stehen still

Die Bügel sind eingehängt, die Tickets liegen bereit. Doch am Freudenberger Skilift rührt sich nix: zu wenig Schnee. Nachgefragt bei Bürgermeister Alwin Märkl zwecks stehenden Seilen und laufenden Kosten.

"Besteigen verboten", steht auf dem Schild an einer der Stützen des Freudenberger Skilifts. Momentan baumeln die Bügel unbenutzt an den Seilen. Bild: upl
"Besteigen verboten", steht auf dem Schild an einer der Stützen des Freudenberger Skilifts. Momentan baumeln die Bügel unbenutzt an den Seilen.

Das ganze Land überzieht eine dicke Schneedecke, nur in der mittleren Oberpfalz verdient die „weiße Pracht“ ihren Namen nicht. Während auf dem Fahrenberg im Landkreis Neustadt/WN der Skibetrieb längst läuft, warten die Lifte im Landkreis Amberg-Sulzbach weiter auf die Eröffnung der Saison.

ONETZ: Herr Märkl, Kinderaugen blicken sehnsüchtig zum Berg. Wann macht der Lift endlich auf?

Alwin Märkl: Es geht leider noch nicht. Die Schneedecke ist zu dünn.

ONETZ: Wie viel Schnee muss den fallen, damit es reicht?

Alwin Märkl: So 20 Zentimeter sind das Mindeste. Viel hätte nicht mehr gefehlt. Aber immer, wenn es schön weiß ist, kommt die nächste Regenfront und wäscht den Schnee wieder weg.

ONETZ: Wie bereitet sich die Gemeinde auf den Skibetrieb vor?

Alwin Märkl: Der TÜV war da, die Anlage ist technisch in einwandfreiem Zustand. Wenn es kälter wird, hängen unsere Bauhof-Mitarbeiter die Bügel ein und machen einen Testlauf. Dann planen wir, wer an der Talstation Dienst machen könnte, falls es soweit ist. Das ist alles längst erledigt. Die Tickets liegen bereit. Wir stehen in den Startlöchern, es könnte jederzeit losgehen.

ONETZ: Wie viele Leute sind beim Skibetrieb im Einsatz?

Alwin Märkl: Zwischen drei und fünf, je nach Andrang und Bedarf. Einer zwickt die Karten, der andere hilft beim Bügel-Ausgeben. Oben am Ausstieg steht auch immer jemand bereit. Und dann kommen natürlich noch Ehrenamtliche von der Bergwacht oder den First Respondern dazu und die Leute, die das Stüberl betreiben.

ONETZ: Wann war der Lift überhaupt das letzte Mal offen?

Alwin Märkl: Im vergangenen Jahr leider nicht. Aber die Jahre zuvor war Skifahren immer zwei bis drei Wochen möglich.

ONETZ: Rechnet sich das überhaupt noch?

Alwin Märkl: Die Belastungen für die Gemeindekasse sind jetzt nicht exorbitant. Aber wenn man eine solche Anlage rein wirtschaftlich betrachtet, müsste man Abstand davon nehmen. Aber so ein Lift ist eine riesige Bereicherung für die Gemeinde, für die Kinder, für den Zusammenhalt und auch für den Sport. So gesehen ist er halt einfach unbezahlbar.

ONETZ: Wie schaut’s mit Ihnen aus, fahren Sie selber Ski?

Alwin Märkl: Früher sehr viel mehr. Jetzt leider selten. Als unser Lift das letzte Mal in Betrieb war, bin ich gefahren.

Rodelhänge, Pisten und Loipen in der Region - Übersichtskarte

Freudenberger Skisprungschanze vor über 60 Jahren eröffnet

Der Freudenberger Bürgermeister Alwin Märkl. Bild: Stephan Huber
Der Freudenberger Bürgermeister Alwin Märkl.
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.