10.06.2021 - 14:41 Uhr
FreudenbergOberpfalz

Zehn Hektar Platz für PV-Anlage in Freudenberg

Die Nachfrage nach Flächen für die Errichtung von Freiflächenphotovoltaikanlagen in der Gemeinde Freudenberg hält unvermindert an.

Das ist das Planungsgebiet mit einer Fläche von etwa 3,8 Hektar für eine Freiflächenphotovoltaikanlage nahe der Kreisstraße (im Vordergrund) bei der Ortschaft Greßmühle.
von Alfred SchornerProfil

Der Gemeinderat Freudenberg unterstützt nach wie vor die Energiewende und steht deren Anliegen grundsätzlich offen gegenüber. Jedoch ist für alle Mitglieder eine projektbezogene Betrachtung einer jeden geplanten einzelnen Anlage notwendig. Bürgermeister Alwin Märkl trägt dazu bei, indem er allen Fraktionen nach der Vorstellung eines Projektes für eine Entscheidung vier Wochen Zeit gibt.

So geschehen bei der Bewertung des in der letzten Sitzung durch die von der Firma Unien GmbH, Mehring, vorgestellten Projektes für die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage im Bereich Etsdorf. Der Bürgermeister informierte vorab die Räte, dass vier E-Mails mit Bedenken gegen die geplante Freiflächenphotovoltaikanlage mit einer Größe von 18 Hektar eingegangen sind. Nach ausführlicher Diskussion und den Wortmeldungen aller Fraktionssprecher beschloss das Gremium bei einer Stimme von Gemeinderat Wolfgang Peter (ÖDP) die Ausdehnung der geplanten Photovoltaikanlage auf den Feld- und Waldweg am Höhenrücken zu beschränken.

Folglich würden dann etwa 10 Hektar für die Erstellung einer Anlage verbleiben. Somit werde eine Sichtbeziehung zur Ortschaft und zur geplanten Glyptothek vermieden. In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte Corinna Vogt von der Firma Greenovative GmbH, Nürnberg, eine weitere mögliche Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage nahe der Ortschaft Greßmühle vor. Das Planungsgebiet umfasst eine Gesamtfläche von rund 3,8 Hektar und schließt sich an die AS 30 an. Das Vorhaben liegt außerhalb des Landschaftgebietes "Wagrainer Wald". Die gesamte Freiflächenphotovoltaikanlage hat eine Nennleistung von etwa 4 054 kWp.

Die Fläche ist von der Wohnbebauung kaum einsehbar. Die Module sollen am talgeneigten Hang in Richtung der Kreisstraße AS30 mit südlicher Ausrichtung errichtet werden. Rechnerisch könnten hier 1245 Haushalte versorgt werden. Als Einspeisepunkt wäre die Trafostation bei Aschach vorgesehen. Bei einem positiven Beschluss des Gemeinderates ist eine Ausgleichsfläche direkt am Krumbach verfügbar. Vogt wies daraufhin, dass die Anlage nach Fertigstellung an den ortsansässigen Investor übergeben werde. Nach Aussage des Investors habe er auf Nachfrage von keinen Nachbarn und Einwohner der Ortschaft Greßmühle ablehnende Äußerungen über das Vorhaben erhalten. Nun haben die Mitglieder des Gemeinderates vier Wochen Bedenkzeit um bei der Juli-Sitzung eine Entscheidung treffen zu können.

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Hintergrund:

Freiflächen-PV-Anlage

Eine Freiflächenphotovoltaikanlage ist ein fest montiertes System, bei dem mittels einer Unterkonstruktion die Photovoltaikmodule in einem optimalen Winkel zur Sonne ausgerichtet werden. Für die Errichtung im Außenbereich ist generell eine gemeindliche Bauleitplanung erforderlich. (sche)

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