21.01.2020 - 17:03 Uhr
Oberpfalz

Freundlichkeit macht glücklich

Sind wir nett zu anderen, nehmen wir uns selbst und die Welt anders wahr. Freundlichkeit kostet uns nichts, gibt uns aber ganz viel, meint die OWZ-Glücksexpertin.

„Meine Philosophie ist Freundlichkeit“, sagt der Dalai Lama. Und schließlich ist er wohl einer der weisesten Menschen, die es auf unserer Erde gibt.
von Autor EWAProfil

"Ein freundliches Wort kostet nichts, und dennoch ist es das Schönste aller Geschenke", so Schriftstellerin Daphne du Maurier. Und ihr Berufskollege Mark Twain meinte dazu: "Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können." "Es ist nett, wichtig zu sein. Aber noch wichtiger ist es, nett zu sein", erkannte auch Tennisspieler Roger Federer. Fest steht tatsächlich: Sind wir freundlich zu unseren Mitmenschen, machen wir nicht nur diese glücklich, sondern auch uns selbst.

Bei einer Studie der Berkeley University gaben die Teilnehmer an, dass sie sich nicht nur optimistischer und selbstbewusster fühlten, wenn sie jemandem geholfen haben, sondern auch mehr Energie hatten. Weiterhin berichteten viele, dass sie gelassener waren. Längst ist auch wissenschaftlich belegt: Durch freundliches Handeln wird der Neurotransmitter Serotonin ausgeschüttet, der auch allgemein als Glückshormon bekannt ist. Sind wir also nett zu anderen, nehmen wir uns selbst und unsere Welt anders wahr.

"Meine Philosophie ist Freundlichkeit", sagt auch der Dalai Lama. Und schließlich ist er wohl einer der weisesten Menschen, die es auf unserer Erde gibt. Fakt ist: Wir können alle nicht freundlich genug sein, hören wir also auf mit dem Pöbeln und der Gleichgültigkeit. Beginnen wir stattdessen damit, andere anzulächeln, öfter mal ein Lob auszusprechen, Türen aufzuhalten und anderen zu helfen, wenn sie Hilfe brauchen. Freundlichkeit kostet uns meistens nichts, gibt uns aber ganz viel.

"Wenn wir gut zu anderen Menschen sind, fühlen wir uns auch gut - als gute Menschen, optimistischer, positiver und moralischer", erklärt auch Dr. Sonja Lyubomirsky von der University of California. Und sie muss es wissen, schließlich hat sie über 20 Jahre lang zum Thema Glück geforscht. Aber es gibt noch viel mehr positive Effekte, die Forscher nachgewiesen haben: Wenn wir unsere Freundlichkeit kultivieren, haben wir nicht nur weniger mit Ängsten, Sorgen oder Panikattacken zu kämpfen. Auch die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, nimmt ab.

Und oftmals ist es außerdem ein ganz praktischer Nutzen, den wir aus unserer Freundlichkeit ziehen. Eine Studie in Österreich zeigt: Käufer, die an Imbissbude oder in der Eisdiele besonders freundlich auftreten, bekommen Portionen, die im Durchschnitt zehn Prozent größer ausfallen. Das Prinzip "Der Freundliche bekommt mehr" gilt laut Wirtschaftswissenschaftler Michael Kirchler übrigens auch bei Gehaltsverhandlungen und Millionengeschäften. Worauf warten wir also noch? Fangen wir am besten gleich heute an damit. Lassen Sie uns freundlicher sein - und somit auch ein Stück glücklicher.

Mehr Rezepte zum Glück: www.onetz.de/themen/gluecksrezept

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