21.05.2019 - 14:10 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Die "Bierkönigin der Herzen"

Marina Schicker ist zurück aus München. Mit dem dritten Platz von einst 57 Bewerberinnen zur Wahl der Bayerischen Bierkönigin ist die sympathische, hübsche junge Frau, überaus glücklich.

Die Lebensmittelingenieurin der Friedenfelser Betriebe und stellvertretende Braumeisterin der Schlossbrauerei, Marina Schicker, ist zurück an ihren Arbeitsplatz. Die Arbeit mit den edlen Gerstensäften macht ihr als „Bronzemedaillengewinnerin“ nach der Wahl zur Bayerischen Bierkönigin 2019 doppelt Spaß.
von Bernhard SchultesProfil

Der Alltag hat sie wieder: Marina Schicker kümmert sich am ersten Arbeitstag nach ihrem großen Auftritt im Löwenbräukeller in München zusammen mit Braumeister Christian Mitterbauer um den laufenden Geschäftsbetrieb. Dabei ist ihr erster Arbeitstag nach dem Wahlabend nicht wie sonst. Am Eingang hängt ein großes Plakat mit Glückwünschen der Kollegen der Brauerei über ihren großen Erfolg in der Landeshauptstadt. Mehrere Medienvertreter haben sich nach der Rückkehr aus München angesagt und wollen mit der sympathischen Finalteilnehmerin ein Interview. Beim Gang über den Brauereihof gibt es immer wieder mal einen Zuruf wie: "Bravo Marina".

"Glückwunsch Marina", ruft auch ein Mitarbeiter aus dem Führerhaus eines Lkw, der an der Laderampe zur Beladung steht. "Fast ein bisschen stressig", lacht Marina Schicker, doch sie möchte keine Minute missen, wie sie im Gespräch mit den Oberpfalz-Medien betont. Überaus dankbar zeigt sie sich auch über die Unterstützung ihrer Arbeitskollegen und ihres Arbeitgebers, der Schlossbrauerei Friedenfels. "Als mich vor fast zwei Jahren Braumeister Christian Mitterbauer auf die Wahl aufmerksam machte war ich noch unentschlossen, doch mit der Zeit kam mein Interesse."

Und die Teilnahme habe sich gelohnt, auch wenn es nicht ganz an die Spitze gereicht habe, bilanziert sie. Dies zeigten schon allein die unendlich vielen Glückwünsche, die persönlich, schriftlich und vor allem über die neuen Medien immer noch bei ihr eingehen. Mehrfach wird sie dabei als "Bierkönigin der Herzen" bezeichnet. Dazu beigetragen hat ihr beherztes Auftreten im prall gefüllten Münchener Löwenbräukeller, wo sie sowohl bei ihrer persönlichen Vorstellung als auch bei der Videopräsentation für besondere Highlights im Saal sorgte und viel Applaus erntete. Gefreut hat sich Marina Schicker auch über die Gratulation durch

So lief die "Krönung" zur Bierkönigin im Münchener Löwenbräukeller

Waldsassen

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die ihr unmittelbar nach dem Finale die Hand schüttelte und ein paar nette Worte parat hatte.

Obwohl sie sehr bescheiden ist, weiß Marina Schicker sehr wohl, dass sie mit ihrer Kollegin Lisa Wagner aus Eslarn die Oberpfalz gegenüber den großem Bier-Metropolen in Oberbayern und Oberfranken überaus stark und gelungen präsentiert hat. Aufgrund ihres Urlaubs konnte sie erst zwei Wochen später als ihre Konkurrentinnen anfangen, die Werbetrommel für die Kandidatur zu rühren - das war vermutlich mit ein Grund, dass sie es nicht ganz auf den Thron geschafft hat. Bei der Online-Abstimmung, die beim Endergebnis ein Drittel zählte, lag die 25-Jährige noch auf dem fünften Platz. Wenn sie hier noch ein paar Stimmen mehr ergattert hätte, wären die Chancen größer gewesen. Denn bei der Präsentation im Löwenbräukeller sorgte die Oberpfälzerin für Furore und sammelte fleißig Plus-Punkte. Am Ende landete Marina Schicker hauchdünn hinter der Zeitplatzierten auf dem dritten Rang.

Ich habe durch den Wettbewerb viele neue Freunde und Menschen kennengelernt", erzählt die junge Frau aus Hundsbach bei Waldsassen. Dazu gehören auch die anderen Finalistinnen. "Wir haben uns nie als Konkurrentinnen gesehen, wir hatten bei unseren Treffen stets viel Spaß", erzählt sie. "Mein Ziel war es, unter die ersten Drei zu kommen, und das habe ich erreicht, nun gilt es in meinen Beruf, der mir sehr viel Freude bereitet, weiterzukommen."

Als nächstes steht hier bei Marina Schicker im nächsten Sommer der Abschluss ihres Masterstudiums im Fach "Food Processing" an der Hochschule in Fulda an, das sie neben ihrer Arbeit absolviert. Auf die abschließende Frage von Oberpfalz-Medien, ob sie noch einmal in den Ring steigen wird, meint Marina Schicker: "Ich habe keine Minute bereut, aber noch einmal möchte ich es nicht machen. Es war eine Erfahrung für das Leben und so möchte ich die Wahl in Erinnerung behalten."

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