01.06.2020 - 14:07 Uhr
FriedenfelsOberpfalz

Das Gemeinwohl ist Walter Konhäuser wichtig

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Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger merkten es sofort: Am Radweg zwischen Haferdeckmühle und Zainhammer erstrahlen drei Marterl, zwei Ruhebänke und zehn Nistkästen in neuem Glanz.

Ohne großes Aufsehen kümmert sich Walter Konhäuser (Bild) seit Jahren ehrenamtlich um das Gemeinwohl im Erholungsort. Dieser Tage verhalf er am Radweg zwischen Haferdeckmühle und Zainhammer drei Marterln und zwei Ruhebänken zu neuem Glanz.
von Bernhard SchultesProfil

Rege benutzt wird das gesamte Jahr der Radweg von Wiesau über Friedenfels, Reuth, Krummennaab nach Erbendorf. Ein Teilstück davon, zwischen Haferdeckmühle und Zainhammer, hat es Walter Konhäuser angetan. Der agile 82-jährige Rentner kümmert sich hier seit mehr als zehn Jahren um Verweilpunkte und Ruhezonen.

Und das mit viel Erfolg, wie „Durchreisende“ oder Spaziergänger, die an den markanten Punkten innehalten, oft bestätigen. „Denn auch das Umfeld an den Radwegen muss passen“, meint Walter Konhäuser. Er weiß als Breitensportler und Radfahrer, wovon er spricht. 2009 hat er mit zwei Freunden auf dem Fahrrad die Strecke von Friedenfels bis nach Cuxhaven – das waren rund 1000 Kilometer – in neun Tagen bewältigt. Die Bikerfreunde freuten sich hier über gepflegte Rastplätze, an denen man eine Pause einlegen, eine kleine Brotzeit oder ein Getränk in aller Ruhe zu sich nehmen konnte.

Einladende Ruhebank

Auf dem rund drei Kilometer langen Teilstück bei Friedenfels kümmert sich Walter Konhäuser deshalb noch heute ehrenamtlich um derartige Bedürfnisse von Radsportlern und Spaziergängern. Dabei sind es wahre Schmuckstücke, die Konhäuser an den geteerten Radweg in Schuss hält. So glänzt zum Beispiel an einer windgeschützten Stelle wenige Meter nach dem Sägewerk eine markante Dreierkombination. Dazu gehört eine einladende Ruhebank, die von Radfahrern und zahlreichen Spaziergängern zu einem kleinen Einhalt oft benutzt wird.

Von einem Baum im Hintergrund erstrahlt an dieser Stelle eines der drei Marterl, denen Walter Konhäuser mit viel frischer Farbe zu neuen Leben verholfen hat. Zur Idylle rund um die Ruhebank und dem Marterl gehört auch ein neu renovierter Meisenkasten, besetzt mit brütenden Kohlmeisen. Um neun weitere dieser Brutstätten entlang des Radweges bemüht sich der agile Rentner auch nach der Brutsaison. Mit Spachtel und kleinen Besen fährt er im November die Nistplätze an, säubert sie und bereitet sie für den Winter als Nachtquartier für die Vögel vor. Im Frühjahr repariert er an ihnen kleine Schäden und bringt sie für die beginnende Brutsaison in Schuss.

Die Hornissen waren schneller

Angenommen von der Meisenschar werden die zehn Nistkästen alle Jahre, erzählt Walter Konhäuser im Gespräch mit Oberpfalz-Medien. „Stets waren sie alle bewohnt, im letzten Jahr waren bei einem Nistkasten nur die Hornissen schneller“, scherzt Walter Konhäuser und lies die friedlichen Brummer in seinen Meisenkobel jedoch für eine Saison gewähren. Auch seine zweite „Raststätte“ entlang des Radwegs hebt sich deutlich von manch anderer Ruhebank ab. Im vergangenen Winter geschliffen und mit wetterfester Farbe auf den neusten Stand gebracht, lädt auch sie zum Verweilen ein.

„Mir macht diese Arbeit einfach Spaß“, meint Walter Konhäuser. Er freute sich über eine überraschende Auszeichnung der Gemeinde Friedenfels.

Der Bericht über die Auszeichnung von Walter Konhäuser

Friedenfels

Beim Neujahrsempfang überreichten ihn die Bürgermeister Gottfried Härtl und Oskar Schuster die Bürgermedaille in Silber. Mit dieser Auszeichnung würdigte der Erholungsort aber nicht nur seine ehrenamtliche Betreuung und Pflege des Teilstücks am Radweg. Dem agilen Senior wurde besonders gedankt für seinen großen Einsatz um das Gemeinwohl. „So trugen zu dieser Anerkennung auch seine vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit bei verschiedenen Verbesserungen und Instandsetzungsarbeiten, wie an der Kriegerkapelle am Schusterberg, dem „Humperlkreuz“ in der Mühlstraße oder an der Marienstatue am Muttergottesbühl dazu bei“, wie der damalige Rathauschef Gottfried Härtl in seiner Laudatio schilderte.

Aufwendig restauriert wurde durch Walter Konhäuser auch die Marienstatue am Muttergottesbühl, ein Anlaufpunkt von vielen Wanderern, Spaziergängern und Urlaubern aus dem Erholungsort.
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