Wie in vielen anderen Gemeinden auch ist die Erntekrone in Fuchsmühl - oben das Kreuz - aus verschiedenen Getreidesorten gefertigt. Die Aufgabe, sie in Begleitung einer kleinen Fahnenabordnung und der Gläubigen zur Kirche zu tragen, hatten die großen Ministranten übernommen.
Das Dankbarkeitssymbol aus verschiedenen Getreidesorten ergänzten Brote, Obst und Gemüse, das die KAB gesammelt und an den Altarstufen aufgebaut hatte. Kleine Körbchen mit Erntegaben brachten die Kinder mit. Musikalisch gestaltet wurde der Erntedankgottesdienst von den "Pfarreispatzen" unter der Leitung von Werner Fritsch, der zudem von seiner Familie an den Instrumenten unterstützt wurde.
"Eucharistie heißt Danksagung", hob Pfarrer Joseph an. "Erntedank bringt uns das reiche Geschenk nahe, das uns Gott täglich gibt." Erntedank sei ein Fest, das überall gefeiert werde, erklärte der Seelsorger. "Auch in meiner Heimat Indien", erzählte er von "daheim". "Wir bereiten ein Festmahl aus Gemüse und Reis zu." Neue Kleidung werde gekauft und ein Tagesausflug gemacht. "Viel wird in Indien auch an die Armen gespendet, damit auch sie daran Anteil haben."
"Schenken füllt das Herz"
Erntedank sei aber auch ein besonderes Zeichen, betonte der Seelsorger an anderer Stelle. Hierzulande habe man keinen Grund zu jammern oder zu klagen. Pfarrer Joseph zitierte seinen Landmann Gandhi, der einmal sagte: "Die Welt hat genügend für jedermanns Bedürfnisse, nicht aber für die Gier." Der Pfarrer ergänzte: "Nehmen füllt die Hände, Schenken füllt das Herz." Und er sagte: "In Deutschland lernte ich, dankbar für die Sonnenstrahlen zu sein." Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst segnete Pfarrer Joseph die mitgebrachten Erntegaben und den Dankaltar.
















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