01.08.2019 - 10:16 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Gottesdienst in freier Natur

Die Bergwacht Fuchsmühl feiert ihre Gründung vor 50 Jahren mit einem Fest an der Kapelle „Maria Frieden“. Mitten im Grünen predigt ein Fuchsmühler Augustinerpater.

Den Gottesdienst an der Kapellentreppe feierte der Augustinerprovinzial und gebürtige Fuchsmühler Pater Lukas.
von Werner RoblProfil

Wenn die Fuchsmühler Bergwacht feiert, dann kommen viele. Als Festort hatten sich die Kameraden um Bereitschaftsleiter Wolfgang Hartung einen Platz ausgesucht, der dafür wie geschaffen war. Früher lockten die Hackelsteinfeste die Besucher an die Granitgruppe. Der Ort wechselte, geblieben aber sind die Gemütlichkeit und der Gottesdienst am Sonntagvormittag, der nun von Pater Lukas, vom Fuchsmühler Männerchor und den Instrumentalisten vom Erbendorfer Zitherclub gestaltet wurde.

„Mein Kasterl kennt ihr ja schon vom letzten Mal“, deutete der Augustinerprovinzial Pater Lukas auf seinen handlichen Tablet-PC. Erneut hatte der gebürtige Fuchsmühler darauf seine Predigt abgespeichert. Ein Wisch genügte, um auf die nächste Seite zu gelangen. Pater Lukas ist ein bekennender Fuchsmühler und Oberpfälzer. Dass er in Oberpfälzer Mundart predigt, ist man von Markus Schmidkunz – so sein bürgerlicher Name – ja längst gewohnt.

Seine Natur- und Heimatverbundenheit drückte sich in der Predigt aus, in deren Mittelpunkt er das Beten rückte. „Wenn man vom Gebet redet, meint man unser Bittgebet.“ Man bittet um Regen, wenn es zu heiß ist, um ein gutes Gelingen für eine Sache oder – manchmal auch – um Vergebung“, hob der Geistliche an. „Das hat in unserem christlichen Glauben eine lange Tradition.“

Gelernt habe man das Beten von Jesus. Man werde nahezu eingeladen, um etwas zu bitten, erinnerte er auch an das vorangegangene Lukas-Evangelium mit dem Thema Bitten. Nicht in seiner Heimatmundart, sondern jetzt in Hochdeutsch, fügte er den tieferen Sinn des Betens hinzu: „Es geht darum, sich vor das Angesicht Gottes zu stellen.“ Dazu gehörten passende Gelegenheiten und – damit kam Pater Lukas auf die Natur zu sprechen – die dazu geeigneten Orte. „Die braucht man halt“, betonte der Fuchsmühler wieder in Mundart und blickte zur Wallfahrtskirche, danach hinaus in die freie Natur, die er dafür als sehr geeignet hielt. Beten könne man auch auf Oberpfälzisch erklärte er. „Da beginnt man am besten: „Papa, hurch a mal her.“

Nach dem Gottesdienst wurde gefeiert. Zu Mittag wurden Schweinebraten, Kraut und Knödel, am Nachmittag Kaffee und selbst gebackener Kuchen gereicht.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst unter freiem Himmel vom Männerchor aus Fuchsmühl und dem Erbendorfer Zitherclub.
Zum Bergwachtfest gehört auch die Messe mitten in der Natur.
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