27.07.2020 - 10:57 Uhr
FuchsmühlOberpfalz

Junge Bäumchen im Steinwald "getauft"

Seit ein paar Tagen haben viele kleine Steinwald-Bäumchen Vornamen. Den Anstoß dazu gab eine Fuchsmühlerin.

108 junge Bäume tragen die Vornamen der Paten aus dem Kinderhaus Sankt Marien. Die Namens-Kärtchen brachten die Mädchen und Buben selbst an. Initiiert wurde die Patenaktion von Nicole Fürst (Zweite von rechts). Rechts im Bild Karsten Heßing vom Amt für Ländliche Entwicklung.
von Werner RoblProfil

Nicole Fürst ist bekennende Naturfreundin. „Bereits in den Wintermonaten reifte in mir der Plan, gemeinsam mit dem Kinderhaus Sankt Marien, das auch mein Enkel besucht, eine Baumpflanzaktion zu organisieren.“ Um die Idee zu verwirklichen, wandte sich die Fuchsmühlerin an die Fielmann-Stiftung und bat um Unterstützung. Wie Fürst am „Hackelplatz“, einem Waldstück unweit des Hackelsteins im Naturpark Steinwald, nun berichtete, stammte die Anregung dazu von Karsten Heßing vom Amt für Ländliche Entwicklung in Tirschenreuth. Postwendend folgte die Zusage für 108 Laubbäume, die bei einem Gartenbaubetrieb geordert wurden.

Die Ranger des Naturparks Steinwald sind vielfach aktiv

Fuchsmühl

„Leider musste der fürs Frühjahr geplante Pflanztermin wieder abgesagt werden. Corona und die unfreiwillige Kindergarten-Pause kamen uns allen in die Quere.“ Den gelieferten Jungpflanzen nahm sich Revierförster Eckhard Deutschländer an. Zudem erklärten sich der Forstingenieur und seine Mitarbeiter spontan bereit, die Bäume an Ort und Stelle zu schaffen. Nun folgte ein Baum-Patentag. Die Naturpark-Kita Sankt Marien wurde ihrem Namen gerecht und veranstaltete einen besonderen Waldtag im Steinwald.

Bevor die Vornamens-Kärtchen angehängt wurden, gestalteten die Naturpark-Ranger Marie Wittmann und Jonas Ständer ein kindgerechtes Rahmenprogramm zum Sehen, Fühlen und Riechen, mit dem sie alle begeisterten. Das Leben in "seinem" Wald stellte der Revierförster vor.

Ein kindgerechtes Wald-Erlebnisprogramm gestalteten die Naturpark-Ranger Marie Wittmann und Jonas Ständer (Bild) vom Naturpark Steinwald. Mit einer Pfeife ahmte Jonas Ständer die Laute der Rehkitze nach.
Als kleine Anerkennung für die Bereitschaft, die Aktion zu unterstützen, bekam die Vertreterin von Fielmann, Anne Luz Marie Opel, von Revierförster Eckhard Deutschländer einen Pinienzapfen, Symbol im Augsburger Stadtwappen.
Revierförster Eckhard Deutschländer (Bild) erklärte den Wald und was dort wächst. Anhand eines Rindenstückes beschrieb er das Schadensbild, das Borkenkäfer hinterlassen.

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