07.11.2018 - 18:15 Uhr
GebenbachOberpfalz

Blaulicht vor der Bankfiliale

Die Polizei lobt die Aufmerksamkeit einer Anwohnerin. Auch wenn der vermutete Einbrecher in der VR-Bank-Filiale in Gebenbach keiner war. Verdächtige Geräusche hatten eine ganz andere Ursache.

Schon wieder Blaulichter vor der Gebenbacher VR-Bank - diesmal war der Grund dafür aber harmlos.
von Erich Lobenhofer Kontakt Profil

Zwei Vorfälle in zwei Jahren, das hat die Menschen an der Hauptstraße in Gebenbach sensibel werden lassen. "Geradezu vorbildlich", wie Hauptkommissar Peter Krämer es nun auf Nachfrage formulierte. Die Menschen wohnen im Gebäude oberhalb der dortigen VR-Bank-Filiale. Dort nahm eine Frau im Erdgeschoss verdächtige Geräusche wahr - "wie ein Klopfen oder Stoßen", schilderte der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg den Inhalt der am Dienstag gegen 17.35 Uhr eingegangenen Alarmmeldung. Höchste Meldestufe, nachdem Unbekannte erst in der Nacht zu Samstag, 27. Oktober, versucht hatten, den Geldautomaten zu knacken. Dabei hatten sie auch Feuer gelegt. Seither ist die Zweigstelle geschlossen und auch Baustelle.

Angesichts dieser Vorzeichen setzte die Polizei ein größeres Aufgebot an Streifenwagen in rasante Bewegung, angefordert aus mehreren benachbarten Inspektionen. Vor Ort nahmen dann sehr rasch etliche Passanten und vorbeikommende Autofahrer das Großaufgebot der Fahrzeugansammlung mit Blaulicht wahr. Und es machten erste Vermutungen die Runde, dass hier ein Verbrechen geschehen sein könnte. Die eingesetzten Beamten durchkämmten schließlich Zentimeter um Zentimeter die Bankräume.

Doch letztendlich gab es keinerlei verdächtige Wahrnehmungen, auch keine Spuren von möglichen Einbrechern. Akribische Nachforschungen führten die Fahnder jedoch auf eine plausible Erklärung: Angesichts der Baustelle sei eine Tür nicht vollständig abgedichtet gewesen. Durch sie hindurch, so Krämer, gelangte der Wind nach innen. Und dort stand der noch nicht reparierte, leere Geldautomat - samt einer Ausgabeklappe.

Von dort her dürfte das verdächtige Geräusch gestammt haben. Je heftiger der Wind hereinblies, desto intensiver war das zu vernehmen, von außen und von oben als Klopfen oder Stoßen empfunden. "Ende gut, alles gut", zog die Polizei am Mittwoch eine für sie zufriedenstellende Bilanz. Mit dem Notruf habe die Zeugin exakt richtig gehandelt. "Sie ist sensibilisiert und wollte selbst kein Risiko eingehen", lobte Krämer.

Einbrecher legen Feuer

Gebenbach
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