18.02.2020 - 13:16 Uhr
GeorgenbergOberpfalz

Bürgerliste Georgenberg stellt Programm vor

Die Verantwortlichen freuen sich über eine große Resonanz bei der ersten Wahlkampfveranstaltung. Parteilose Liste trifft "Nerv der Zeit".

"Bei der Aussage zur Transparenz können sie mich beim Wort nehmen", versichert Bürgermeister-Kandidat Andreas Götz.
von Josef PilfusekProfil

Andreas Götz stand schon zum Beginn der ersten Wahlversammlung der Bürgerliste Georgenberg (BLG), am Montag in der Pension von Ute Holfelder die Freude ins Gesicht geschrieben, als er die vielen Gäste sah. Somit fühlte sich der Bürgermeister-Kandidat bestätigt, „mit einer parteilosen Liste aus der Mitte unserer Gemeinde den Nerv der Zeit in der Bevölkerung getroffen zu haben“.

Sich selbst traut Götz das Amt des ersten Bürgermeisters absolut zu. In seiner Rede ging der Berufssoldat a. D. auf seine fast 21-jährige Dienstzeit bei der Bundeswehr mit Einsätzen im gesamten Bundesgebiet und auch Ausland ein und sprach von Entscheidungen, in denen bei der Prüfung aller Möglichkeiten – ob Ressourcen, zeitlicher Machbarkeit oder finanzieller Spielräume – auch immer der Mensch im Mittelpunkt habe stehen müssen. Dabei habe er gelernt, mit unterschiedlichen Charakteren umzugehen, und das teilweise auch in Extremsituationen.“

Bei seinen Einsätzen sei ihm immer wieder bewusst gewesen, „wie gut es uns hier zu Hause geht“. Und so fand er: „Sie sehen also, dass ich schon oft und weit über die Grenzen unserer Gemeinde hinausgeschaut haben, ohne sie jedoch aus den Augen zu verlieren.“ All das nannte er als sehr gute Grundvoraussetzungen für das Amt des ersten Bürgermeisters. Dazu gehört für ihn auch die Gründung der Bürgerliste, sodass er das Amt mit Mut, Ehrgeiz und persönlichem Einsatz anstrebe.

„Die Entwicklung unserer Gemeinde, das gesellschaftliche Miteinander und nicht zuletzt die Belange jedes Einzelnen liegen mir am Herzen“, sagte Götz, der die Kommune zukunftsorientiert gestalten und sinnvoll weiterentwickeln möchte. Großen Wert legt er auf eine transparente Amtsführung, „wo sich die Leute eingebunden und mitgenommen fühlen, auch wenn man mit Sicherheit jeden Wunsch oder Antrag erfüllen kann“. Und so versicherte er: „Bei der Aussage zur Transparenz können sie mich beim Wort nehmen.“

Dazu kommen für ihn Bürgernähe, Geradlinigkeit, Zuverlässigkeit, sachliche Entscheidungen, zukunftsorientierte Planungen und Kritikfähigkeit. Nicht zuletzt betonte er, das Amt intensiv und engagiert auszuführen. „Ich möchte schon fast sagen wie ein hauptamtlicher Bürgermeister, da ich beruflich eben nicht mehr gebunden bin und ich mich daher mit aller Kraft und vollem persönlichen Einsatz für die Mitbürgerinnen und Mitbürger engagieren kann“, ergänzte er. Zusammenfassend bezeichnete er sich als Teamplayer, „der die Leute mitnimmt und mitreißen kann, da ich immer mit gutem Beispiel vorangehe, mir aber auch meiner Führungsverantwortung bewusst bin“.

Laut Johanna Bauer gehören die Familien mit zu den Schwerpunkten der Bürgerliste. Deshalb soll der Erhalt der Kindertagesstätte und der Grundschule – „da werden wir von vielen Gemeinden förmlich beneidet“ – nicht aus den Augen verloren werden. Unter anderem nannte die Gemeinderatskandidatin noch die Schaffung von Freizeitmöglichkeiten, etwa im Freibadgelände, oder Spielplätze. „Auch die älteren Mitbürger müssen weiter integriert bleiben“, sagte Bauer, die sich dabei einen Seniorenbeauftragten vorstellen konnte.

Weiter am Ball bleiben muss die Gemeinde nach den Worten von Achim Helgert bei der Breitbanderschließung. Dabei wies das Gemeinderatsmitglied auf den Abschluss des ersten Verfahren sowie die entsprechenden Beschlüsse für die weiteren Verfahren hin und sagte, „dass die Gemeinde nur die Aufträge vergeben kann und jetzt der jeweilige Anbieter am Zug ist“.

In der Verantwortung sieht Helgert die Kommune auch bei der Mobilfunkversorgung. „Wir müssen an den Netzbetreibern dranbleiben, geschickt verhandeln und die Förderprogramme nutzen.“ Gute und bezahlbare Lösungen für die Bürger strebt die Bürgerliste laut Helgert in Sachen Wasserver- und Abwasserentsorgung an. Die Instandsetzung von Straßen ist für ihn „ein regelmäßiger Prozess, an dem man ständig arbeiten muss“.

Die Stärkung des Ehrenamts und der Vereine dürfen nach den Worten von Götz auch nicht zu kurz kommen. „Mir strebt dabei ein jährlicher Ehrenamtsabend vor“, ließ der Bürgermeister-Kandidat wissen. Weiter im Auge behalten möchte er außerdem die Wiederbelebung von Brauchtum oder deren Weiterführung. Die Vorstellung der Gemeinderatskandidaten nahmen Markus Friedl und Stefan Wüst vor.

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.