10.10.2018 - 15:44 Uhr
Götzendorf bei IllschwangOberpfalz

Fünf Feuerwehren üben im Steinbruch in Götzendorf

Für den Brandschutz in Götzendorf gibt es neue Zuständigkeiten. Sichtbar macht das eine groß angelegte Übung.

Die Aktiven der Feuerwehr Illschwang warten vor dem Betriebsgebäude auf den Einsatzbefehl von Jörg Flierl.
von Norbert WeisProfil

Brand im Betriebsgebäude im Steinbruch in Götzendorf, zwei Verletzte zu bergen: So lautete der Einsatzbefehl für die fünf Feuerwehren, die am Samstagnachmittag an der Übung in der Aktionswoche beteiligt waren. Zu den Feuerwehren Augsberg, Illschwang, Dietersberg und Angfeld aus der Gemeinde Illschwang stieß noch Ammerthal dazu.

Die Einsatzleitung übernahm der Augsberger Kommandant Jörg Flierl. Seine Wehr ist seit kurzem für den Bereich Götzendorf zuständig. Jörg Flierl hatte die Übung gemeinsam mit Heinz Pickel vorbereitet. Vorausgegangen war im Juni eine Besichtigung durch die Aktiven der Feuerwehr Augsberg. Dabei entstand der Gedanke, den Steinbruch in den Mittelpunkt der herbstlichen Aktionswoche zu stellen.

Von Jörg Flierl gingen die Aufträge an die beteiligten Feuerwehren. Augsberg, Angfeld und Dietersberg legten von der Ortschaft Götzendorf her eine 500 Meter lange Schlauchleitung bis zum Steinbruch. Die Atemschutzträger aus Illschwang und Ammerthal drangen von zwei Seiten her in das teilweise verqualmte Gebäude vor. Dort galt es, zwei Verletzte in Sicherheit zu bringen.

Zur Nachbesprechung setzten sich die Beteiligten in der Gemeinschaftshalle der Dorfgemeinschaft Götzendorf zusammen. Der Dank des Einsatzleiters galt dem Unternehmen Englhard, dass die Großübung in seinem Steinbruch ablaufen konnte. Kreisbrandmeister Helmut Neidl lobte das Engagement aller Aktiven, das nicht hoch genug anzuerkennen sei.

Einen Schwerpunkt seiner Manöverkritik legte er auf die verlegte Schlauchleitung. Ein kürzerer Weg, von oben über den aufgeschütteten Sandberg hinab, wäre seiner Meinung nach eine gute Alternative gewesen. Dann wären weniger Leitungen benötigt worden. Es sei im Ernstfall auch daran zu denken, noch mehr Tanklöschfahrzeuge zu alarmieren. Angesichts des Geländes im Steinbruch empfahl er die Einteilung von Abschnittsverantwortlichen. Der Kreisbrandmeister regte zudem an, dass bei einem echten Einsatz die beiden Kommandanten der Stützpunktfeuerwehr Illschwang, Thorsten Jobst und Stefan Dürgner, Einsatzleiter Jörg Flierl mit ihrer großen Erfahrung unterstützen.

Atemschutzträger machen sich bereit für den Vorstoß in stark verrauchte Räume.
Im Betriebsgebäude muss eine unter einem Bobcat eingeklemmte Person von den Wehrmännern gerettet werden.

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