19.07.2018 - 21:34 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

15 Hektar Wald ein Opfer der Flammen

Seit Donnerstag wütet das Feuer am Truppenübungsplatz. "Die Flammen waren so hoch wie die Bäume", sagt Feuerwehrchef Josef Rodler. Am Vortag gab es einen Brand, der von der Fire Rescue gelöscht werden konnte - dachten zumindest alle.

Mit Löschpanzern versucht die Feuerwehr am Truppenübungsplatz Grafenwöhr, den Waldbrand zu löschen. Der Panzer fasst 6000 Liter die gerade einmal für 30 Minuten Löschen reichen.
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

(anv) Die Bäume, die Rodler, leitender Feuerwehrchef der Feuerwehr des Truppenübungsplatzes, meint, sind etwa 25 Meter hoch. Beziehungsweise waren es. Jetzt liegen sie verkohlt und qualmend auf schwarzer Erde. Wie genau das Feuer ausgebrochen ist, sei noch nicht geklärt, heißt es von der offiziellen Pressestelle. Dass gerade im Sommer Brandherde auf dem Truppenübungsplatz entstehen, gehöre zum Tagesgeschäft, sagt Hubert Anton, stellvertretender Betriebsleiter des Bundesforstbetriebs Grafenwöhr.

(anv) Die Bäume, die Rodler, leitender Feuerwehrchef der Feuerwehr des Truppenübungsplatzes, meint, sind etwa 25 Meter hoch. Beziehungsweise waren es. Jetzt liegen sie verkohlt und qualmend auf schwarzer Erde. Wie genau das Feuer ausgebrochen ist, sei noch nicht geklärt, heißt es von der offiziellen Pressestelle. Dass gerade im Sommer Brandherde auf dem Truppenübungsplatz entstehen, gehöre zum Tagesgeschäft, sagt Hubert Anton, stellvertretender Betriebsleiter des Bundesforstbetriebs Grafenwöhr. Rodler bestätigt: "Diese Woche waren es bereits 25." Wenn die heißen Geschosse auf das extrem trockene Gras treffen, könne das schnell passieren.
Die kleinen Gras-Brände machen die Förster und Feuerwehrleute allerdings nicht einmal nervös. Es gibt sogar extra angelegte Feuerschutzlinien, Wege aus Sand, die verhindern, dass sich ein Feuer ausbreitet - normalerweise. Dieses Mal sei es etwas besonderes. "So einen Waldbrand gibt es vielleicht alle zehn Jahre", sagt Rodler.

Bereits vor knapp zwei Wochen hatte es am Übungsplatz gebrannt:

Königstein

In den beiden Tagen sind um die 750 000 Liter Löschwasser aus den umliegenden Weihern zum etwa 15 Hektar großen Brandfeld gefahren worden. Trotzdem qualmte es weiter. Baumstümpfe und Wurzeln hatten ebenfalls Feuer gefangen. Die Glutnester können jederzeit vom Wind wieder entfacht werden.
Das Feuer sei zwar unter Kontrolle, allerdings noch lange nicht gelöscht. Der Schaden sei mit Geld nicht auszudrücken. Es geht nicht nur um den Wert des Holzes. "Der Wald fängt die Geschosse ab und dient außerdem als Lärmschutz. Er ist unbezahlbar", erklärt Josef Scharrer, Revierleiter des Forstreviers Altenweiher.

Im Juni haben sich die Feuerwehren aus der Oberpfalz und Tschechien gemeinsam auf Waldbrand-Einsätze vorbereitet:

Chamerau im Landkreis Cham

Auch wenn die Feuerwehr des Übungsplatzes Unterstützung der Amberger und Sorghofer Feuerwehr erhält, stießen sie irgendwann an ihre Grenzen. Vor allem wird es an den Stellen gefährlich, wo sich Blindgänger im Boden befinden. Ab und zu geht einer hoch, entzündet durch die enorme Hitze. Die Löschpanzer sind dagegen gefeit, können aber nicht überall hin vordringen. So wurde Luftunterstützung in Form des Polizeihubschraubers "Edelweiß" aus Roth angefordert. Der schöpft mit einer Art Sack, der am Hubschrauber befestigt wird, fast 1000 Liter aus dem nahe gelegenen Zwerchbachweiher und lässt es über dem Qualm regnen. Nach wenigen Sekunden sind die 1000 Liter aufgebraucht und es geht zurück zum Weiher. Ein Tropfen auf den heißen Stein. Da hilft nur dranbleiben und auf das Wetter hoffen. Anton ist sich sicher: "Nur starker Regen kann die Glutnester ein für alle mal löschen."

Während der Löscharbeiten fängt ein Baum erneut Feuer.

Wegen der Hitze und Trockenheit rückt in manchen Städten die Feuerwehr aus, um Bäume zu gießen:

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