14.07.2020 - 12:24 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Car-Sharing eine Bereicherung für Mobilität in Grafenwöhr

In Grafenwöhr ist ab sofort Car-Sharing möglich: In Kooperation zwischen der Stadt und einem Unternehmen wird ein Kleinbus angeboten. Mieten kann ihn jeder mit einem B-Führerschein und einer speziellen App auf dem Handy.

Bürgermeister Edgar Knobloch (Dritter von links), Vertreter der Firma Mikar und zahlreiche Sponsoren freuen sich über das neue Car-Sharing-Angebot in Grafenwöhr.
von Stefan NeidlProfil

Mobilität auf dem Land ist ein großes Anliegen von Stadt und Bürgermeister Edgar Knobloch. Darum freute er sich, dass in seiner Kommune ein neues Car-Sharing-Angebot gibt. Das Unternehmen Mikar stellt dafür ab sofort einen Opel Movano Diesel zur Verfügung. Finanziert wurde dieser durch 22 lokale Unternehmen, deren Logos der Kleinbus dafür trägt. Zur offiziellen Vorstellung waren viele Stadträte, Sponsoren und interessierte Bürger in die Schulaula gekommen.

Geschäftsführer Karl-Heinz Kaiser und Nancy Grolms von der Firma Mikar, die das Programm mittlerweile an 60 Standorten anbietet, stellten dieses vor. Um es zu nutzen, ist die App auf das Handy zu laden und eine Registrierung erforderlich. Anschließend muss der Nutzer sich mit Führerschein und Ausweis im Bürgerbüro der Stadt legitimeren. Nach maximal drei Tagen sollte der Zugang freigeschaltet sein. Dann kann den Kleinbus jeder Registrierte mit einem Führerschein der Klasse B fahren.

Kaiser versprach, dass der Neunsitzer in den nächsten vier Jahren sicher in Grafenwöhr angeboten werde. Bei ausreichender Nutzung werde er durch ein neues Modell ersetzt. Dass das Angebot eine Bereicherung für die Mobilität in der Stadt ist, zeigte er am Beispiel von Mitterteich: Dort sei ein vergleichbares Auto in einem Jahr 54 000 Kilometer gefahren worden. Auch in Weiden wird das Programm seit über einem Jahr angeboten.

Bürgermeister Edgar Knobloch hat sich die App bereits geholt: Für ihn ist Car-Sharing eine wunderbare Möglichkeit, einmal zum Zoigl zu fahren, ohne groß Fahrer und Auto organisieren zu müssen. "Ein Steuermann genügt, dieser muss allerdings null Promille haben." Die Stadt stellt übrigens einen Parkplatz an der Bahnhofstraße für den Kleinbus zur Verfügung.

Ein Zuhörer fragte nach einer Anhängerkupplung: Diese sei "leider nicht machbar" laut Karl-Heinz Kaiser, da die Vollkasko-Versicherung vom privaten Anhänger einen technisch einwandfreien Zustand verlange, was sein Unternehmen nicht sicherstellen könne. Mit der App können auch Schäden, Mängel, kein voller Tank und hinterlassener Dreck gemeldet werden, informierte der Mikar-Geschäftsführer.

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