05.07.2019 - 17:36 Uhr
GrafenwöhrOberpfalz

Landbeschaffung: Stadt Grafenwöhr gegen die Bundesrepublik Deutschland

Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr soll um ein städtisches Grundstück erweitert werden. Doch die Stadt Grafenwöhr ist damit nicht einverstanden. Nun geht der Fall vor das Verwaltungsgericht.

Ein Luftbild des Flugplatzes des Truppenübungsplatz Grafenwöhr.
von Matthias Schecklmann Kontakt Profil

Vor dem Verwaltungsgericht Regensburg wird am Montag ab 10 Uhr verhandelt. Die Stadt Grafenwöhr geht gegen die Bundesrepublik Deutschland vor. Es geht um Landbeschaffung. "Ein Grundstück soll an den Truppenübungsplatz angegliedert werden. Der Stadtrat will das aber nicht", erklärt Geschäftsleiter Lorenz Kraus.

Konkret geht es um das Grundstück mit der Flurnummer 662 der Gemarkung Gmünd mit rund 15.000 Quadratmeter entlang der B 299, in der Nähe des US-Flugplatzes. Die Pressestelle der Bundesanstalt für Immobilien, die für den Vorgang zuständig ist, teilt auf Anfrage mit, dass das Grundstück zur "Sicherung der Truppenübungsplatzgrenze und zur Schaffung des notwendigen Sicherheitsstreifens für den US-Landesplatz" gebraucht werde.

"Das kommt nicht zum ersten Mal vor, es gab bereits Fälle vor meiner Amtszeit", sagt Bürgermeister Edgar Knobloch. Zwar handelt es sich nicht um bebautes Gebiet, aber das Grundstück gehört der Stadt. "Außerdem wird es von einem deutschen Jagdpächter bejagt", führt Knobloch als Argument an. Er wird selbst zur Verhandlung nach Regensburg fahren.

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